Zutaten
Rotkohl im Ofen zubereiten
Schritt 1 Zwiebeln schneiden
- 2 Zwiebeln
Zuerst die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden.
Schritt 2 Rotkohl schneiden
- 1500 g Rotkohl
Danach den Rotkohl von den äußeren Blättern befreien, vierteln, den Strunk entfernen und ebenfalls in feine Streifen schneiden oder raspeln.
Schritt 3 Apfel raspeln
- 2 Äpfel (z.B. Elster)
Die Äpfel waschen und so raspeln, dass das Kerngehäuse übrigbleibt. Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
Schritt 4 Zwiebeln karamellisieren
- 2 EL Butterschmalz
- 2 EL Zucker
Nun Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Zucker dazugeben und kurz karamellisieren lassen.
Schritt 5 Rotkohl & Apfel anschwitzen
Rotkohl und Äpfel dazugeben und mitanschwitzen.
Schritt 6 Rotkohl ablöschen
- 50 ml dunkler Balsamico
- 150 ml trockener Rotwein
Alles mit dem Essig und Rotwein ablöschen.
Schritt 7 Rotkohl würzen & aufkochen
- 120 g Johannisbeer-Gelee
- 2 Nelken
- 2 Lorbeerblätter
- 1 TL Piment
- ½ TL Pfefferkörner
- Salz
Nun das Johannisbeergelee dazugeben. Die Gewürze in einen Teebeutel oder Tee-Ei geben, gut verschließen und unterheben. Den Rotkohl mit Salz würzen und einmal aufkochen.
Schritt 8 Rotkohl im Ofen schmoren
Anschließend den Bräter mit einem Deckel verschließen und im Ofen für ca. 45 bis 60 Minuten schmoren. Nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren.
Schritt 9 Rotkohl abschmecken
Wenn der Rotkohl fertig gegart ist, den Gewürzbeutel entfernen und bei Bedarf mit Salz abschmecken.
Tipp: Sollte der Rotkohl noch zu flüssig sein, kannst du ihn mit in kaltem Wasser gelöster Stärke abbinden.
Zubereitungstipps
Ein richtig aromatischer Ofenrotkohl entsteht durch Geduld, die richtige Würzung und ein paar praktische Kniffe – so gelingt dir das geschmorte Rotkraut perfekt.
Zwiebeln, Äpfel und Rotkohl vorbereiten
Schneide Zwiebeln und Rotkohl gleichmäßig, damit alles zur gleichen Zeit weich wird. Die feinen Streifen garantieren eine gleichmäßige Garung und ein harmonisches Mundgefühl.
Raspel die Äpfel so, dass keine groben Stücke entstehen – so verschmelzen sie perfekt mit dem Rotkohl und geben Süße ohne Stückigkeit.
Zucker karamellisieren
Der Zucker sorgt für eine schöne Süße und unterstützt die Aromenentwicklung. Lass ihn 1 bis 2 Minuten karamellisieren, bis er goldbraun wird, bevor du Rotkohl und Äpfel dazu gibst.
Tipp: Zu viel Hitze beim Karamellisieren lässt den Zucker bitter werden. Nimm den Topf lieber eine Stufe zurück, wenn er zu schnell dunkler wird.
Rotkohl zu flüssig? So bindest du richtig ab
Wenn dein geschmorter Rotkohl am Ende der Garzeit zu viel Flüssigkeit enthält, kannst du ihn einfach mit Speisestärke abbinden – so entsteht eine leicht sämige Konsistenz ohne den Geschmack zu verändern.
So geht’s:
- Rühre 1 gehäuften TL Speisestärke in 2 EL kaltem Wasser glatt – es dürfen keine Klümpchen entstehen.
- Gieße die angerührte Stärke in den heißen Rotkohl.
- Lass alles unter Rühren kurz aufkochen, bis die Flüssigkeit bindet und leicht eindickt.
- Wiederhole den Vorgang bei Bedarf mit einer weiteren Portion.
Zutaten austauschen
Nicht alle Zutaten zur Hand? Kein Problem – mit Alternativen passt du das Ofenrotkohl-Rezept nach deinem Vorrat oder Geschmack an.
Zucker ersetzen
Du kannst auch braunen Zucker, Rohrohrzucker oder Kokosblütenzucker verwenden – diese bringen zusätzliche karamellige Aromen mit.
Essig & Weinvarianten
Du kannst dunklen Balsamico auch durch Himbeeressig oder Rotweinessig ersetzen.
Statt Rotwein ist dunkler Traubensaft, Cranberrysaft oder Orangensaft perfekt für eine alkoholfreie Variante.
Johannisbeergelee
Johannisbeergelee kannst du auch durch Kirschmarmelade oder Wildpreiselbeermarmelade ersetzen. Auch Apfelgelee oder Erdbeermarmelade bringt fruchtige Süße. Anstelle von Marmeladen und Co. kannst du aber auch 2 bis 3 Esslöffel (auf 5 Portionen) Honig oder Ahornsirup verwenden.
Butterschmalz
Butterschmalz kannst du durch Butter, Margarine oder ein neutrales Pflanzenöl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl ersetzen – das ist besonders für eine vegane Variante geeignet.
Äpfel
Anstelle von Äpfeln passen auch Birnen oder Quitten wunderbar in den Rotkohl aus dem Ofen. Die Quitten musst du vorher schälen.
Geschmorter Rotkohl kreativ abwandeln
Du willst deinem Ofenrotkohl noch mehr Charakter geben? Hier ein paar Ideen:
Fruchtiger Rotkohl mit Orange
Diese Variante bringt eine frische Zitrusnote ins klassische Ofenrotkraut.
Zutaten zusätzlich zur Basis:
- 1 Bio-Orange (Schale und Saft)
- 100 ml Orangensaft
- 2 EL Ahornsirup oder Honig
So machst du’s:
- Während du Zwiebeln und Zucker karamellisiert hast, reibe die Orangenschale fein ab und gib sie zum Kohl.
- Presse die Orange aus und gib Saft + 100 ml Orangensaft zusammen mit dem Balsamico/Wein zum Kohl.
- Statt Marmelade gibst du 2 EL Ahornsirup dazu.
- Weiter nach Basisrezept schmoren.
Geschmack: fruchtig-frisch mit leichter Säure, perfekt zu Geflügel.
Würzig-herzhafter Rotkohl
Mehr Tiefe und Wärme – gut zu kräftigen Fleischgerichten.
Zutaten zusätzlich zur Basis:
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- ½ TL Chilipulver (optional)
- 50 g klein gewürfelter Speck oder geräucherter Tofu (für vegane Variante)
So machst du’s:
- Zu Beginn beim Anbraten der Zwiebeln gibst du den Speck/Tofu mit in die Pfanne und lässt ihn 3 bis 4 Minuten mitbraten.
- Paprikapulver und Chilipulver sofort nach dem Karamellisieren hinzufügen, kurz anschwitzen.
- Dann wie im Basisrezept weiterarbeiten (Rotkohl, Äpfel, Flüssigkeit etc.).
Geschmack: rauchig, würzig, mit feiner Schärfe – perfekt zu Schwein und Braten oder veganen Bratlingen.
Tipp: Achte darauf, Speck oder Tofu nicht zu groß zu würfeln, damit sie sich gut mit dem Kohl verbinden.
Mediterraner Rotkohl
Ein Rotkohl aus dem Ofen mit Kräutern und Tomaten – ungewöhnlich, aber sehr aromatisch.
Zutaten zusätzlich zur Basis:
- 1 Dose stückige Tomaten (ca. 400 g)
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL getrocknetes Basilikum
So machst du’s:
- Nach dem Anschwitzen von Zwiebeln und Kohl die stückigen Tomaten und Kräuter unterrühren.
- Dann mit Essig, Wein und Marmelade ablöschen.
- Gewürze im Beutel dazugeben, aufkochen und im Ofen schmoren.
Geschmack: tomatig, mediterran – passt gut zu Geflügel und gegrilltem Gemüse.
Apfel-Quitten-Rotkohl
Herbstlich, elegant mit feiner Säure und Aromenvielfalt.
Zutaten zusätzlich zur Basis:
- 1 Quitte (geschält, entkernt, gewürfelt ca. 150 g)
- optional: 50 ml Apfelsaft statt Rotwein
So machst du’s:
- Die Quittenwürfel gleichzeitig mit den Äpfeln zum Kohl geben und einige Minuten mit anschwitzen.
- Flüssigkeit wie gewohnt mit Essig und Rotwein/Apfelsaft angießen.
- Rezept wie üblich fortfahren.
Geschmack: fruchtig-säuerlich, elegant – toll zu Wild oder Entenbraten.
Süßlich-kräftiger Rotkohl
Etwas intensiver süß-sauer, ideal für alle, die’s nicht zu herb mögen.
Zutaten zusätzlich zur Basis:
- 2 EL Brauner Zucker oder Kokosblütenzucker
- 1 EL Ahornsirup
- 1 bis 2 EL Rotweinessig (zusätzlich)
So machst du’s:
- Zusätzlich zum Basis-Zucker gibst du 2 EL braunen Zucker beim Anschwitzen und lässt ihn etwas stärker karamellisieren.
- Nach dem Ablöschen mit Wein gibst du 1 EL Ahornsirup dazu.
- Für einen aromatischeren Säurekick noch 1 bis 2 EL Rotweinessig ergänzen.
- Weiter im Rezept wie beschrieben.
Geschmack: süß-würzig und weich – besonders lecker zu Kartoffelklößen oder Knödeln.
Servierideen für Ofenrotkohl
Geschmorter Rotkohl aus dem Ofen ist eine vielseitige Beilage mit fruchtig-würzigem Geschmack, die sich hervorragend zu verschiedenen Menüs kombinieren lässt.
Klassische Festtagsbeilagen
Ofenrotkohl ist eine traditionelle Ergänzung zu festlichen Hauptgerichten, besonders im Herbst und Winter:
Passende Ergänzungen dazu sind:
Hausmannskost & Alltagsklassiker
Auch bei einfacheren Menüs macht sich geschmorter Rotkohl wunderbar:
Vegetarische & moderne Kombinationen
Du kannst das reichhaltige Aroma des Ofenrotkohls auch in vegetarische Menüs einbinden:
Schon gewusst?
Rotkohl ist ein klassisches Wintergemüse, das durch seine Farben und Aromen vor allem in der kühleren Jahreszeit glänzt. Frisch vom Feld ab Spätsommer bis Herbst, liefert er viele Ballaststoffe, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Geschmorter Rotkohl aus dem Ofen schmeckt meist am nächsten Tag noch besser, weil sich die Aromen weiter verbinden.
Bei Zimmertemperatur solltest du den Rotkohl nicht stehen lassen – wegen des Apfel- und Fruchtanteils gehört er luftdicht abgedeckt in den Kühlschrank, wo er 2 bis 3 Tage frisch bleibt.
Rotkohl einfrieren
Für längere Haltbarkeit kannst du ihn problemlos einfrieren. In einem luftdichten Gefäß hält sich geschmorter Rotkohl bis zu 3 Monate.
Zum Auftauen lässt du ihn im Kühlschrank über Nacht auftauen und dann langsam im Topf oder im Ofen erwärmen. Falls er beim Aufwärmen etwas zu fest ist, gib einen Schuss Wasser oder Saft hinzu.