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Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen

Zart geschmort mit aromatischer Sauce und sicherer Gelinglogik

4,7 von 5 Sternen, 23 Bewertungen
Klassischer Sauerbraten mir Rotkohl und Klößen
Gesamtzeit:
2 Std. 35 Min.
Schwierigkeit:
Mittel
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Wir zeigen dir, wie du traditionellen Sauerbraten klassisch zubereiten kannst, indem du ihn in Rotwein und Essig einlegst, damit er schön zart wird und seine fein säuerliche Note erhält. Dieses Schmorgericht gehört zur Festtagsküche wie kaum ein anderes und überzeugt mit zartem Fleisch und einer tief aromatischen Sauce. Serviert wird der Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen. Leckere Rezepte für Rotkohl und eine große Auswahl an Klößen haben wir unter dem Rezept für dich zusammengestellt.

Rezept entwickelt und zubereitet von Christopher. Mit Liebe verfasst von Louis. Aktualisiert am

Zutaten

Passt die Mengen aller Zutaten an.
4 Portionen
Du benötigst außerdem:
  • Bräter
  • Pürierstab

Nährwerte pro Portion

(Datenbasis)
Kalorien
577 kcal
Proteine
55 g
Fett
14 g
Kohlenhydrate
36 g
Video-Empfehlung

Klassischen Sauerbraten zubereiten

Sauerbraten einlegen:
  1. Schritt 1 Fleisch vorbereiten

    Zuerst das Fleisch für den Rinderbraten von Sehnen und Fett befreien und in einen Bräter legen.

    Rindfleisch für den Sauerbraten parieren
  2. Schritt 2 Gemüse schneiden

    Suppengemüse, Zwiebel und Knoblauch schälen und grob schneiden.

    Gemüse klein schneiden
  3. Schritt 3 Gewürze hinzufügen

    Danach das Gemüse mit den Lorbeerblättern, Gewürznelken, Pfefferkörnern und Wacholderbeeren zum Fleisch geben.

    Gewürze zum Fleisch in den Bräter geben
  4. Schritt 4 Marinade (Beize) ansetzen

    Alles mit Salz und dem Zucker würzen, Rotwein und Rotweinessig dazugeben, gut verrühren und die Beize mindestens 2 Tage abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

    Wein zum Fleisch in den Bräter gießen

    Wichtig: Für einen guten Sauerbraten muss die Beize komplett kalt sein, bevor das Fleisch hineinlegt wird. Warme Beize nimmt dem Fleisch Saft und ist hygienisch unnötig riskant.

Sauerbraten zubereiten:
  1. Schritt 5 Fleisch trocknen

    Nun das Fleisch aus der Marinade nehmen und mit einem Küchentuch trocken tupfen.

    Sauerbratenfleisch abtupfen
  2. Schritt 6 Fond auffangen

    Den Fond durch ein Sieb abgießen und auffangen.

    Fond durch ein Sieb abgießen
  3. Schritt 7 Braten schmoren und Röstaromen aufbauen

    Das Fleisch zurück in den Bräter geben und mit etwas Öl rundum ca. 3 Minuten anbraten. Anschließend Honig und das Gemüse wieder dazugeben, mit dem Fond auffüllen und abgedeckt bei mittlerer Hitze ca. 2 Stunden garen lassen. Dabei das Fleisch alle 30 Minuten wenden. Danach das Fleisch aus dem Bräter nehmen und etwas ruhen lassen.

    Hinweis: Dieser Schritt macht bei Sauerbraten einen großen Unterschied. Ohne kräftige Röstaromen schmeckt die Sauce flach. Zu dunkel darf es aber auch nicht werden, sonst kippt die Bitterkeit nach vorn.

Soße zubereiten:
  1. Schritt 8 Fond abgießen

    Den Fond durch ein Sieb abgießen und die Flüssigkeit in einem Topf auffangen.

    gekochten Fond durch ein Sieb gießen
  2. Schritt 9 Soße binden

    Den Soßenkuchen in die Flüssigkeit bröseln. Diese erhitzen und den Soßenkuchen unter ständigem Rühren darin auflösen. Die Sauce mit einem Stabmixer pürieren und abschmecken.

  3. Schritt 10 Sauerbraten servieren

    Zum Schluss das Fleisch gegen die Faser in Scheiben schneiden und mit Klößen, wie den beliebten Kartoffelklößen, Rotkohl und der Sauce servieren.

    Klassischer Sauerbraten mir Rotkohl und Klößen

So gelingt dir Sauerbraten besonders sicher

Für einen richtig guten Sauerbraten zählt vor allem der Zuschnitt. Nimm für den Rinderschmorbraten Fleisch aus Schulter oder Keule, weil diese Stücke genug Bindegewebe für langes Schmoren mitbringen. Zu mageres Fleisch wird bei Sauerbraten schneller trocken.

Regionales Wurzelgemüse ist vor allem im Herbst und Winter besonders aromatisch und passt ideal zur Jahreszeit, in der Sauerbraten am häufigsten zubereitet wird. Ein schwerer Bräter, ein feines Sieb, ein großes Beizgefäß und ein scharfes Messer reichen völlig aus. Ein Küchenthermometer ist hilfreich, aber nicht zwingend.

Plane Sauerbraten immer vom Serviertag rückwärts. Setze die Beize rechtzeitig an und bereite die Sauce wenn möglich schon am Vortag fertig zu. Wie bei vielen Schmorgerichten schmeckt Sauerbraten am nächsten Tag oft sogar noch runder.

Die häufigsten Fehler sind leicht vermeidbar. Wenn dein Sauerbraten trocken wirkt, war die Hitze meist zu hoch oder die Schmorzeit zu lang. Wenn die Sauce zu sauer wird, fehlt die süße Balance. Wenn das Fleisch zäh bleibt, braucht dein Sauerbraten nicht mehr Hitze, sondern mehr Zeit.

Beilagen für Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen

Die beliebtesten Beilagen zum klassischen Sauerbraten sind Rotkohl und Klöße. Deshalb haben wir für dich verschiedene Rezepte für diese Beilagen-Klassiker zusammengestellt:

Rotkohl-Rezepte

Egal, ob du den Rotkohl komplett selbst kochen oder nur das Rotkraut aus dem Glas verfeinern möchtest, wir haben das passende Rezept für dich:

Kloß-Rezepte

Kloß ist nicht gleich Kloß. Wir haben für dich verschiedene Kreationen herausgesucht, aus denen du deinen Lieblingskloß auswählen kannst:

Noch mehr passende Beilagen

Neben Rotkohl und Klößen gibt es aber noch viele andere leckere Beilagen, die zum klassischen Sauerbraten passen. Probier doch mal was Neues:

Tipp: Auch süßliche Toppings wie Preiselbeeren oder Kirschrösti passen super zu dem Sauerbraten.

Sauerbraten richtig einlegen

Wie lange muss Sauerbraten ziehen?

Sauerbraten sollte mindestens 2 Tage in der Beize liegen. Besser sind 3-5 Tage. So kann das Rindfleisch die Aromen besser aufnehmen.

Wenn es schneller gehen muss, kannst du das Fleisch mit der Beize vakuumieren. Durch das Vakuum zieht die Beize viel schneller und tiefer in das Fleisch ein. So erreichst du mit Vakuumieren über Nacht das gleiche Ergebnis wie mit 3 Tagen Einlegen im Kühlschrank.

Tipp: Verwende beim Vakuumieren unbedingt einen großen Beutel und hänge ihn am besten beim Vakuumieren über eine Tischkante, damit das Vakuumiergerät keine Flüssigkeit ansaugt.

Die richtige Fleischmenge pro Person

Pro Person solltest du mit 200-250 g Fleisch rechnen. Das Fleischstück für den Rinderbraten sollte aber nicht weniger als 1 kg wiegen, damit das Fleisch auch schön weich und saftig wird und sich der Aufwand auch lohnt.

Tipp: Du fragst dich, welches Fleisch du für Sauerbraten verwenden sollst? In unserem Beitrag erfährst du, welches Fleisch wir für Sauerbraten empfehlen.

Beize nach Geschmack anpassen

Die Beize besteht bei uns aus Rotwein, Rotweinessig, Gemüse und verschiedenen Gewürzen. So kannst du sie noch nach deinem Geschmack anpassen:

Rotwein: Wähle einen fruchtigen Wein. Statt Rotwein kannst du auch Weißwein nehmen. Rotwein gibt dem Fleisch und der Sauce aber eine kräftigere Farbe.

Rotweinessig: Anstelle von Rotweinessig kannst du auch andere Sorten wie Weißweinessig verwenden. Du kannst auch einen Teil des Essigs durch Himbeer-Balsamico ersetzen, um eine fruchtige Himbeernote einzubringen.

Gewürze: Mit Senfkörnern, Koriander, Rosmarin, Zimt, Kardamom oder Chili kannst du dem Sauerbraten eine besondere Note verleihen.

Die Säure von Essig und Wein zersetzt die Fleischfasern, das Bindegewebe und die Sehnen und macht das Fleisch schön mürbe und zart. So erhält der Sauerbraten seinen typischen säuerlichen Geschmack. Früher diente die Beize der Haltbarmachung und weniger dem Geschmack.

Klassischer Sauerbraten mir Rotkohl und Klößen

Sauerbraten Soße verfeinern und abwandeln

Die Sauerbratensoße lässt sich hervorragend aus dem Sud des Sauerbratens zubereiten. Wir verraten dir, wie du sie noch abwandeln kannst:

Soßenkuchen: Anstelle von Soßenkuchen kannst du die Soße auch mit angerührter Speisestärke oder Soßenbinder andicken. Damit sie trotzdem süß schmeckt, kannst du Trockenfrüchte dazugeben.

Trockenfrüchte: Sie geben der Soße einen süßen, fruchtigen Geschmack. Verwende zum Beispiel Rosinen oder Cranberries. Leg sie vorher in Wein oder Wasser ein.

Gemüse: Damit das Gemüse aus der Soße auch verwendet werden kann, kann man die Gewürze am Anfang in ein Teeei geben, damit man sie später leichter wieder herausnehmen kann. Dann kannst du das Gemüse in der Sauce lassen und mit pürieren.

Weitere Sauerbraten Rezepte und Varianten

Du möchtest Sauerbraten noch anders klassisch zubereiten oder suchst eine Variante, die besser zu deinem Anlass, deinem Zeitplan oder deinem Geschmack passt? Hier findest du weitere Sauerbraten Rezepte von traditionell und festlich bis einfacher, regionaler oder etwas moderner interpretiert

Sauerbraten richtig aufbewahren und haltbar machen

Sollte von deinem klassischen Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen noch etwas übrig sein, kannst du alles mit Frischhaltefolie abdecken oder in Frischhaltedosen füllen. Im Kühlschrank aufbewahrt ist es 2-4 Tage haltbar.

Sauerbraten einfrieren

Wenn du zu viel Fleisch gekocht hast, kannst du es für eine längere Haltbarkeit auch einfrieren. Gib dazu das Fleisch in Scheiben und die Soße getrennt in Gefrierdosen oder Gefrierbeutel, damit das Fleisch nicht zu weich wird. Eingefroren sind der klassische Sauerbraten und die Sauce ca. 3 Monate haltbar. Danach verlieren sie an Qualität.

Reste von Sauerbraten clever nutzen

Übrig gebliebener Sauerbraten ist pures Gold für den nächsten Tag. Du kannst ihn in kleine Stücke schneiden und mit Sauce als Ragout zu Nudeln oder Spätzle servieren. Auch auf einer Scheibe Bauernbrot mit etwas Rotkohl schmeckt Sauerbraten erstaunlich gut.

Fein gehackt lässt sich Sauerbraten auch in eine kräftige Pastasauce oder in eine herzhafte Füllung für Ofenkartoffeln verwandeln. So wird aus Resten noch einmal ein vollwertiges Essen.

FAQ für Sauerbraten

Warum muss Sauerbraten so lange beizen?

Die Beize gibt Sauerbraten seinen typischen Geschmack und hilft, das Fleisch beim langen Schmoren mürbe werden zu lassen.

Kann ich Sauerbraten am Vortag fertig machen?

Ja, das ist sogar eine sehr gute Idee. Sauerbraten gewinnt nach einer Nacht oft an Aroma, weil Fleisch und Sauce noch besser zusammenfinden.

Wie erkenne ich, dass mein Sauerbraten fertig ist?

Nicht die Uhr entscheidet, sondern die Textur. Wenn die Gabel leicht hineingleitet und sich eine Scheibe sauber schneiden lässt, ist der Sauerbraten bereit.

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