Auf den Punkt gebracht:

  • andere Milchprodukte als Alternative
  • Buttermilch aus Milch und Essig selbst herstellen
  • Alternative von Rezept bzw. Verwendung abhängig
  • vegane Alternativen auch bei Laktoseintoleranz geeignet

Verwendung von Buttermilch

Buttermilch lässt sich vielseitig verarbeiten. Sowohl herzhaften Fleisch- oder Fischgerichten als auch süßen Leckereien wie zum Beispiel Erdbeershakes mit Eis gibt sie den Feinschliff. Aber was, wenn du das beliebte Milchprodukt gerade nicht zur Verfügung hast? Für einige Rezepte brauchst du „nur“ den Geschmack der Buttermilch. Ein Buttermilch- Ersatz ist dann recht einfach auszuwählen. Geht es aber um die Fähigkeit der Buttermilch als Treibmittel oder um ihren Fettgehalt, sollte die Alternative ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Video-Tipp

Buttermilch-Ersatz

Als Buttermilch-Ersatz kannst du fast alle Milchprodukte verwenden, die das Kühlregal hergibt:

Kefir:

Liegt der Fokus auf dem sauren Geschmack der Buttermilch, ist dies die beste Alternative. Aufgrund seiner ähnlichen Eigenschaften kann Buttermilch damit 1:1 ersetzt werden.

Quark:

Hier solltest du den Quark mit etwas Wasser glattrühren und dann wie Buttermilch verwenden.

Quark mit Wasser glatt streichen

Joghurt

Magermilch-Joghurt kannst du wie Buttermilch nutzen. Ab einem Fettgehalt von 1,5 % solltest du dann ⅓ Wasser zugeben.

Milch:

Auch Milch ist eine tolle Alternative zu Buttermilch. Dazu einfach 250 ml mit 1-2 EL Essig oder Zitronensäure abmischen und für 15 Minuten andicken lassen.

Essig zur Milch geben

Buttermilch kann mit Milch und Essig ganz einfach selbst hergestellt werden.

Saure Sahne:

Saure Sahne hat eine ähnliche Konsistenz wie Buttermilch, jedoch rund 10 % Fett. Deshalb solltest du sie beim Ersetzen etwas strecken. Bei der Säure muss nicht weiter nachgeholfen werden.

Schmand:

Schmand ähnelt saurer Sahne. Da er jedoch 20 % Fett hat, solltest du ihn mit etwas Milch und Säure mischen.

Sauermilch

Ist im Kühlregal die Buttermilch vergriffen, kannst du auch Sauermilch als Alternative nutzen. Sie ist etwas dickflüssiger, aber ähnelt der Buttermilch sehr im Geschmack.

Buttermilchpulver

Eine weitere praktische Möglichkeit ist Buttermilchpulver. Es ist einfach zu lagern und jederzeit griffbereit. Im Gegensatz zu Buttermilch fehlt dem Pulver lediglich Wasser. Je nachdem wie viel Buttermilch ein Rezept verlangt, rührst du das Pulver mit der passenden Menge Wasser an und verwendest es dann einfach wie Buttermilch.

Tipp: Buttermilchpulver solltest du immer kühl und trocken lagern.

Veganer Buttermilch-Ersatz

Natürlich lässt sich Buttermilch auch vegan ersetzen. Wie auch bei Milchprodukten sind dafür Milch und Joghurt zu empfehlen. 500 ml Sojamilch können einfach mit 2 Esslöffeln Apfelessig vermischt werden. Sojajoghurt sollte mit pflanzlicher Milch oder Wasser und einem Schuss Zitronensäure vermischt werden. Aber auch Seidentofu bietet sich als veganer Buttermilch-Ersatz super an.

So geht’s:

  1. Seidentofu abtropfen und pürieren
  2. ½ Tasse Wasser und 1 Esslöffel Säure (Essig oder Zitronensaft) dazugeben
  3. Glattrühren und im Verhältnis 1:1 als Buttermilch verwenden
Seidentofu
Seidentofu als pflanzliche Alternative zu Buttermilch

Tipp: Die veganen Buttermilch-Alternativen sind nicht nur für Veganer bestens geeignet, sondern auch für alle, die an einer Laktoseintoleranz leiden.

Alternativen richtig einsetzen

Welcher Buttermilch-Ersatz der richtige für dich ist, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Zum einen ist es davon abhängig, welche Lebensmittel du zur Verfügung hast. Zum anderen kommt es auf das Rezept an. Beispielsweise eignet sich saure Sahne eher für No-Bake Rezepte. Beim Backen greifst du besser zur Milch oder Sauermilch und für (kalte) Suppen und eingelegtes Fleisch eher zu Kefir.

Auch Fleisch lässt sich super in Buttermilch oder in Buttermilch-Alternativen einlegen. Probiere doch mal in Buttermilch eingelegten Sauerbraten.

Unterschied Milch und Buttermilch

Der Unterschied zwischen den Milchprodukten liegt in der Herstellung. Bei der Herstellung von Butter entsteht Buttermilch als Nebenprodukt. Sie ist der Rahm, der bei der sogenannten Butterung von der Magermilch getrennt wird. Dabei lösen sich die festen Teile der Kuhmilch, weshalb Buttermilch eine dickflüssigere Konsistenz hat. Anschließend wird sie dann mit Milchsäurebakterien angereichert, welche für den säuerlichen Geschmack verantwortlich sind.

Tipp: Buttermilch enthält viel weniger Fett als herkömmliche Milch. Ihr Fettgehalt liegt bei unter 1 %! Auch für deine Proteinzufuhr ist sie bestens geeignet. Auf 100 g enthält sie 3,5 g Protein sowie reichlich Calcium und Vitamin B 12.