Zutaten
Thüringer Klöße zubereiten
Schritt 1 Kartoffeln vorbereiten
- 1000 g mehligkochende Kartoffeln
Als Erstes 1/3 der Kartoffeln mit Schale weichkochen. Währenddessen die übrigen Kartoffeln schälen und fein reiben. Anschließend die geriebenen Kartoffeln mit einem Passiertuch gut ausdrücken.
Schritt 2 gekochte Kartoffeln pressen
Als Nächstes die gekochten Kartoffeln pellen und danach durch die Kartoffelpresse drücken. Im Anschluss mit zu den roh geriebenen Kartoffeln geben.
Schritt 3 Kloßteig herstellen
- 1 EL Speisestärke
- 1 TL Salz
Nun die Kartoffeln mit Speisestärke und Salz in einer Schüssel verrühren.
Schritt 4 Brotwürfel vorbereiten
- 3 alte Brötchen
- 25 g Butter
Jetzt erst einmal das Brot in kleine Würfel schneiden. Anschließend mit der Butter in einer Pfanne etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anrösten.
Schritt 5 Thüringer Klöße formen
Danach mit der Hand die Klöße formen. Dabei jeweils in die Mitte 2-3 Brotwürfel drücken und gut verschließen.
Schritt 6 Thüringer Klöße kochen
Zum Schluss das Salzwasser im Topf einmal aufkochen lassen. Dann die Hitze reduzieren, so dass das Wasser nicht mehr sprudelt. Die Thüringer Klöße ins Wasser geben. Dort ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Ist es soweit, den Topf vom Herd nehmen und die Klöße abschließend noch weitere 5 Minuten ziehen lassen.
Thüringer Klöße: Welche Kartoffelsorte nutzen?
Für unser Rezept für Thüringer Klöße nutzen wir mehlig kochende Kartoffeln. Das liegt daran, dass mehlig kochende Kartoffeln einen besonders hohen Stärkegehalt aufweisen. Dadurch speichern diese Kartoffeln weniger Wasser und weisen eine weitaus höhere Bindefähigkeit auf. Das unterstützt uns bei der Zubereitung des Kloßteigs und sorgt dafür, dass unsere Thüringer Kartoffelklöße im heißen Wasser nicht zerfallen.
Thüringer Klöße: vorbereiten
Thüringer Klöße lassen sich tatsächlich nicht ganz so einfach vorbereiten. Das liegt daran, dass für den Teig eine Mischung aus rohen und gekochten Kartoffeln genutzt wird. Die beiden Kartoffelsorten müssen am Besten miteinander vermengt werden, solang die gekochten Kartoffeln noch heiß sind. Das sorgt für eine gute Bindung des Kloßteiges. Allerdings kannst du die rohen Kartoffeln bereits am Vortag reiben und ausdrücken. Hier empfiehlt es sich dann aber mit etwas Knödelhilfe bzw. Kloßweiß zu arbeiten, damit deine Thüringer Klöße schön hell bleiben und durch die vorbereiteten Kartoffeln nicht braun aussehen.
Thüringer Klöße: verschiedene Füllungen
Das Schöne am Selbermachen ist doch, dass man auch selbst der Küchenchef ist! Und so darfst du bei deinen selbst gemachten Thüringer Klößen völlig frei entscheiden, ob du sie klassisch mit gerösteten Brotwürfeln oder anderen Leckereien füllst. Wir haben schon mal verschiedene Füllungen für deine Thüringer Kartoffelklöße herausgesucht:
Thüringer Klöße: Besonderheiten
Thüringer Klöße werden traditionell aus ⅓ gekochten Kartoffeln und ⅔ geriebenen rohen Kartoffeln zubereitet. Wie in unserem Rezept beschrieben, werden sie klassisch mit gerösteten Brotwürfeln gefüllt. Dies soll dazu dienen, dass die Kartoffeln innen nicht zäh und gummiartig werden, sondern schön locker bleiben. In Thüringen wird zu den Klößen Sauerkraut oder Rotkraut gereicht. Am besten schmeckt zu den Kartoffelklößen ein deftiger Braten, wie unser saftiger Schweinebraten oder unser klassischer Rinderschmorbraten.
Ein wichtiger Hinweis ist die Temperatur im Kochwasser. Die darf nicht unter 80 Grad liegen wenn die Klöße ins Wasser kommen. Ich habe mal zu viel auf einmal reingetan weil ich mehr Gäste erwartet habe und dann sind die Klöße zerfallen. Ich hätte 2 Töpfe nehmen sollen um die Temperatur zu halten. Jetzt nutze ich immer ein Bratentermometer.
Hallo Biene,
vielen Dank für diesen nützlichen Tipp! Manche Fehler macht man tatsächlich nur einmal 😀
Liebe Grüße
Anna
Pellkartoffel geht gar nicht, kenne ich so auch nicht. Stattdessen kommt dort ein gängiger Kartoffelbrei zum Einsatz, der unter gearbeitet wird und dass sehr heiss.
Hallo,
es gibt einfach ganz verschiedenen Arten für Thüringer Klöße, je nach Region & Familie.☺️ Wir machen sie eben wie im Rezept beschrieben. Deine Variante klingt aber auch richtig gut!
Liebe Grüße
Anna
Meine Oma hat die Klösse jeden Sonntag gemacht. Die geriebenen Kartoffeln müssen sehr trocken ausgepresst sein. Die Oma hatte ein spezielles Gerät dafür. Ich verwende einen Entsafter. Die geschälten und gekochten Kartoffeln werden durchgepresst und mit dem Kochwasser vermischt zu einem dünnflüssigen sehr heissen Brei. Ziemlich gefährlich. Brennt schnell an und spritzt aus dem Topf heraus.
Der Schab wird fein auseinandergefieselt und dann mit dem kochend heissen Brei übergossen. Jetzt rühren und danach mit den Händen kneten. Zur Abkühlung Hände in kaltes Wasser tauchen. Klösse formen, Brotwürfel rein und in nicht mehr kochendem Wasser ziehen lassen.
Schmecken genial aber ist bis dahin harte Arbeit.
Hallo Anna,
danke dass du uns einen Einblick gewährst, wie deine Oma die Thüringer Klöße zubereitet hat. Das klingt nach echtem Handwerk. Vielleicht für Einige Inspiration zum Abwandeln des Rezepts.
Liebe Grüße
Anna
Das Mädel hat recht , im Rezept steht kochen lasse !!!!!
Es muss stehen einmal aufkochen und dann ziehen lassen.
Bitte ändern !!!!!!
Hallo Junior,
danke für den Hinweis. Wir haben den letzten Schritt überarbeitet.
Liebe Grüße
Anna
Moin.
Also ich hab’s exakt nach Rezept nachgekocht und am Ende ist nur Kartoffelsülze rausgekommen….. Sehr viel Aufwand für ein wirklich ungenießbares Ergebnis…. Alle „Klöße“ sind im Wasser auseinandergefallen, die Brotstücken schwammen dann, aufgequollen an der Wasseroberfläche…. entweder hab ich irgendwas krass falsch gemacht,(worauf im Rezept nicht hingewiesen wurde) oder selbiges ist einfach krasser Müll…..
MfG
Hej,
schade, dass die Klöße bei dir nicht geworden sind.
Das Wichtigste ist, dass das Wasser nicht mehr kocht, sobald die Klöße drin sind. Es darf nur noch bei ganz schwacher Hitze auf dem Herd stehen sonst fallen die Klöße auseinander.
Zudem kannst du Kartoffelstärke mit ins Kochwasser geben. So stellst du eine gesättigte Lösung her und die Klöße können nicht abkochen und auseinander fallen.
Beste Grüße,
Maria