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Sächsischer Sauerbraten nach DDR-Rezept

4,8 von 5 Sternen, 20 Bewertungen
Sächsischer Sauerbraten nach DDR Rezept
Gesamtzeit:
16 Std. 30 Min.
Schwierigkeit:
Mittel
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Wir lieben altbewährte Rezepte! Deshalb dürfen wir euch unseren sächsischen Sauerbraten nach DDR-Rezept auf keinen Fall vorenthalten – leckere Soße mit saurer Sahne inklusive!

Rezept entwickelt und gekocht von Christopher. Mit Liebe verfasst von Katharina. Aktualisiert am

Zutaten

Passt die Mengen aller Zutaten an.
4 Portionen

Für die Marinade

Für den DDR-Sauerbraten

Du benötigst außerdem:
  • Bräter
  • Esslöffel
  • großes feines Sieb
  • Holzkochlöffel
  • kleiner Topf
  • Küchenrolle
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Ofenhandschuhe
  • Pürierstab
  • Schneebesen
  • Schneidebrett
  • Sparschäler
  • Teelöffel
  • Topfdeckel
  • Universalmesser

Nährwerte pro Portion

( Datenbasis )
Kalorien
571 kcal
Proteine
83 g
Fett
12 g
Kohlenhydrate
17 g
Video-Empfehlung

Sächsischen Sauerbraten nach DDR-Rezept zubereiten

Am Vortag:
  1. Schritt 1

    Die Marinade, um den Sauerbraten einzulegen, bereitest du am besten am Vortag zu. Dafür Rotweinessig, Rotwein, Wasser und Gewürze in einen Topf geben und erhitzen. Kurz köcheln lassen, anschließend leicht abkühlen lassen.

    Gewürze in die Marinade geben
  2. Schritt 2

    Ruhezeit:12 Std.

    Danach das Fleisch zusammen in einen Bräter geben und mit der Marinade bedecken. Mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Dabei zwischendurch wenden.

    Sauerbraten einlegen
Am nächsten Tag:
  1. Schritt 3

    Fleisch aus der Marinade nehmen und mit Küchenpapier abtupfen. Anschließend kräftig pfeffern. Den Fond durch ein Sieb gießen, auffangen und beiseitestellen.

    Sauerbraten abtupfen
  2. Schritt 4

    Anschließend Zwiebeln und Karotten schälen und in grobe Stücke schneiden.

    Karotten schälen
  3. Schritt 5

    Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Etwas Öl im Bräter erhitzen und das Fleisch anschließend scharf von allen Seiten anbraten. Zwiebeln und Karotten zufügen und für ca. 3 Minuten mitrösten.

    Sauerbraten von allen Seiten scharf anbraten
  4. Schritt 6

    Garzeit:2 Std.

    Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten und dann mit der Marinade ablöschen. Anschließend den DDR-Sauerbraten mit Deckel im Backofen für ca. 2 Stunden schmoren.

    Sauerbraten mit der Marinade ablöschen
  5. Schritt 7

    Ist der sächsische Sauerbraten weich, das Fleisch herausnehmen und die übrig gebliebene Marinade pürieren. Sollte sie etwas zu dick sein, gib noch etwas Wasser oder Rotwein dazu. Anschließend kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und mit der sauren Sahne verrühren. Zum Schluss Fleisch gegen die Faser aufschneiden und mit der Soße servieren.

    Saure Sahne in die Soße für Sauerbraten rühren

    Tipp: Achte darauf, dass die Soße nicht kocht, wenn du die saure Sahne einrührst. So verhinderst du, dass die Soße flockig wird.

Sächsischen Sauerbraten verfeinern

Unser Sauerbraten mag zwar nach DDR-Rezept sein, aber wer sagt denn, dass man ihn deswegen nicht „updaten“ könne? So legen wir den Klassiker zwar traditionell in einer Mischung aus Rotwein, Essig, Gemüse und verschiedenen Gewürzen ein. Die Beize kannst du aber auch ganz nach deinem Geschmack abwandeln.

Rotwein

Zum Einlegen von Sächsischem Sauerbraten solltest du zu einem trockenen, fruchtigen Rotwein greifen. 🍷 Wie wäre es beispielsweise mit einem Spätburgunder? Du kannst den Rotwein auch durch Weißwein ersetzen, allerdings bekommen Fleisch und Sauce dann eine weniger kräftige Farbe.

Möchtest du beim Kochen statt Rotwein lieber alkoholfreie Alternativen verwenden, wirfst du am besten einen Blick in unseren Magazinbeitrag:

Tipp: Steht dir der Sinn nach einer ganz anderen Geschmacksrichtung, solltest du unser Rezept für Sauerbraten in Buttermilch ausprobieren.

Essig

Ähnlich wie beim Wein verhält es sich auch bei der Frage, welcher Essig zum Einlegen von Sauerbraten geeignet ist. Wir setzen in unserem DDR-Rezept zwar auf Rotweinessig, aber du kannst auch auf andere Sorten wie etwa Weißweinessig zurückgreifen.

Möchtest du auch hier ganz auf Alkohol verzichten, ist Apfelessig eine gute Wahl. Doch Vorsicht: Da er kräftiger und saurer ist, solltest du die Essigmenge etwas reduzieren.

Tipp: Soll dein Sächsischer Sauerbraten eine zusätzliche Fruchtnote bekommen, ersetze einfach einen Teil des Essigs durch Himbeer-Balsamico.

Gewürze

Wir legen unseren Sauerbraten ganz klassisch mit einer Gewürzmischung aus Wacholderbeeren, Piment, Nelken und schwarzem Pfeffer ein. Noch mehr Würze bekommt er, wenn du, wie wir bei unserem Schwäbischen Sauerbraten, 1 TL Senfkörner mit in die Beize gibst.

Für zusätzliches Aroma kannst du außerdem diese Gewürze verwenden:

Sächsischer Sauerbraten nach DDR Rezept

Tipp: Willst du deinen Sächsischen Sauerbraten mit Röstaromen genießen, brätst du ihn am besten zusammen mit Speckwürfeln und etwas geräuchertem Paprikapulver an.

Gemüse

Möhren und Zwiebeln bilden die Gemüsebegleitung in unserem DDR-Rezept. Du kannst aber wie beim klassischen Sauerbraten auch auf Suppengrün setzen. So hast du außerdem noch Knollensellerie, Lauch und Wurzelpetersilie mit dabei und sorgst damit für zusätzliche Aromen.

Tipp: Für fruchtige Frische kannst du am Schluss Trockenfrüchte wie Cranberries, die du vorher in Wasser oder Wein einlegst, oder karamellisierte Apfelstücke mit in die Soße geben und so einen süß-sauren Kontrast schaffen.

Sächsischen Sauerbraten richtig einlegen

Steht die Beize, geht es ans Einlegen. Damit dabei bei deinem Sächsischen Sauerbraten nichts schiefgeht, verraten wir dir, worauf du achten solltest und welches Fleisch wir für Sauerbraten empfehlen:

Tipp: Sauberes Arbeiten ist beim Einlegen das A und O, da der Sauerbraten sonst beim Beizen verderben kann.

Wie lange Sauerbraten einlegen?

An der Frage, wie lange vorher man Sauerbraten einlegen sollte, scheiden sich die Geister. In unserem DDR-Rezept lassen wir ihn mindestens 12 Stunden in der Beize liegen. Wenn es dir möglich ist, solltest du diese Zeitspanne jedoch unbedingt auf 2 bis 3 Tage verlängern, denn je länger das Fleisch in der sauren Marinade beizt, desto besser kann der Braten die Aromen aufnehmen. Wer besonders geduldig ist, kann seinen Sauerbraten bis zu 4 Wochen lang einlegen und anschließend besonders weiches und aromatisches Fleisch genießen.

Tipp: Bei wem es schneller gehen muss, der vakuumiert das Fleisch mitsamt der Beize. So zieht die Marinade viel schneller und tiefer in den Braten ein und du erreichst über Nacht das ein ähnliches Resultat wie nach 3 Tagen Einlegen im Kühlschrank.

Worin Sauerbraten einlegen?

Ob du deinen Sächsischen Sauerbraten dabei in einem Glasgefäß, einer alten Suppenterrine oder einer lebensechten Plastikschüssel einlegst, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass er dabei immer vollständig mit Beize bedeckt ist, du das Behältnis deiner Wahl luftdicht verschließt und an einem kühlen Ort lagerst.

Wie wird Sauerbraten zart?

Leider wird das Fleisch bei falscher Zubereitung schnell zäh und trocken. Wir zeigen dir, wie dein Sächsischer Sauerbraten schön zart und saftig bleibt. Beachte deshalb unbedingt unsere Hinweise:

Tipp: Ist der Sauerbraten doch einmal noch nicht ganz gar, schneidest du ihn am besten in Scheiben und lässt ihn anschließend noch etwas in der Soße nachziehen.

Sauerbraten zu sauer: was tun?

Ist dir dein Sächsischer Sauerbraten zu sauer geraten, ist das ärgerlich, aber kein Problem. Bei uns findest du 5 hilfreiche Tipps, wie du ihn retten und die Säure neutralisieren kannst.

  1. 1 TL Natron oder Backpulver zur Soße geben, gut umrühren und anschließend noch einmal abschmecken.
  2. Hälfte der Soße abschöpfen und mit Wasser ersetzen. Ggf. den Anteil saurer Sahne erhöhen.
  3. Ein paar Rosinen oder 1 bis 2 TL Honig in die Soße geben.
  4. Zu saures Fleisch in Milch einlegen. 🥛 Alternativ mehr Tomatenmark verwenden.
  5. Größere Kartoffelstücke oder Wurzelgemüse mitkochen und später wieder entfernen.

Nicht die richtige Lösung für dich dabei? Weitere Methoden, um den Geschmack zu sauren Essens zu neutralisieren, findest du in unserem Magazinbeitrag:

Welche Beilagen zu Sächsischem Sauerbraten?

Auch unser saftig-zarter Sauerbraten nach DDR-Rezept ist ohne die richtigen Beilagen doch nur die Hälfte wert. Deshalb verraten wir dir an dieser Stelle, was wir am liebsten dazu essen. 😋

Sättigungsbeilagen

Was könnte man Passenderes zu Sächsischem Sauerbraten servieren als Sächsische Wickelklöße oder grüne Klöße aus dem Erzgebirge? Aber auch Nudeln, Eierspätzle oder Kartoffeln aller Art passen als Sattmacher hervorragend zum eingelegten Rindfleisch. Überzeug dich selbst:

Gemüsebeilagen

Klar, mit klassischem Apfelrotkohl zu Sauerbraten machst du nichts verkehrt. Wer sich nicht ganz so viel Mühe machen, aber dennoch nicht auf besonderen Geschmack verzichten will, dem zeigen wir, wie sich auch Rotkraut aus dem Glas verfeinern lässt:

Und für den Fall, dass Rotkraut überhaupt nicht dein Ding ist, bringst du eben mit diesen Gemüsebeilagen Farbe und Vitamine auf den Teller:

Salatbeilage

Etwas leichter, aber nicht weniger lecker wird dein Menü, wenn du dazu einen frischen Salat reichst und so für einen angenehmen Kontrast zum deftigen Sauerbraten sorgst. Swipe dich gleich durch unsere Salattheke:

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Hast du es vielleicht mit den leckeren Beilagen doch etwas zu gut gemeint? Kein Problem! Reste vom bereits gegarten Sächsischen Sauerbraten kannst du – ausgekühlt und luftdicht verpackt – für bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Sächsischen Sauerbraten einfrieren & auftauen

Für eine längere Haltbarkeit lässt sich der Sauerbraten auch einfrieren. Dabei solltest du jedoch darauf achten, Fleisch – vorzugsweise bereits in Scheiben geschnitten – und Soße getrennt voneinander in gut verschlossenen einzelnen Behältnissen – gerne platzsparend in Gefrierbeuteln – zu lagern. So ist beides bis zu 3 Monate lang haltbar.

Um Fleisch und Soße schonend aufzutauen, stellst du beides am besten über Nacht in den Kühlschrank, bevor du am nächsten Tag den Sauerbraten zusammen mit der Soße in einem Topf auf dem Herd bei geringer bis mittler Hitze langsam erwärmst. Niedrige Temperaturen verringern das Risiko, dass dir der Sauerbraten beim Aufwärmen zu stark austrocknet. Falls die Soße aufgrund der enthaltenen Sahne beim Erwärmen flockt, gib einfach noch etwas Brühe und saure Sahne dazu, rühre alles cremig und lass es einkochen.

Tipp: Falls du lieber darauf verzichten möchtest, eine Sahnesoße einzufrieren, kannst du zum aufgetauten Fleisch auch schnell und easy eine Sauerbratensoße selber machen.

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