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Koreanisches Kimchi selber machen

5,0 von 5 Sternen, 1 Bewertung
Koreanisches Kimchi
Gesamtzeit:
2 Tage
Schwierigkeit:
Mittel
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Kimchi selber machen ist einfacher als gedacht. Das koreanische Kimchi aus Chinakohl überzeugt mit würziger Schärfe, feiner Säure und authentischem Geschmack – perfekt als Beilage oder Vorspeise der koreanischen Küche.

Rezept entwickelt und zubereitet von Michael. Mit Liebe verfasst von Louis. Aktualisiert am

Zutaten

Passt die Mengen aller Zutaten an.
6 Portionen

Optional:

Du benötigst außerdem:
  • Einweckgläser
  • Esslöffel
  • feine Küchenreibe
  • große Schüssel
  • großes feines Sieb
  • kleiner Topf
  • Küchenwaage
  • Schneebesen
  • Schneidebrett
  • Universalmesser

Nährwerte pro Portion

(Datenbasis)
Kalorien
96 kcal
Proteine
4,4 g
Fett
1,1 g
Kohlenhydrate
16 g

So funktioniert der KochmodusEin Schritt nach dem anderen – groß, mit Zutaten und Timer zur Hand. Dein Display bleibt an.

Video-Empfehlung

Koreanisches Kimchi zubereiten

  1. Schritt 1 Chinakohl vorbereiten und salzen

    • 1000 g Chinakohl
    • 50 g Meersalz

    Chinakohl halbieren, Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden. Das Salz gleichmäßig zwischen den Blättern verteilen und leicht einmassieren. Anschließend bei Raumtemperatur 1 bis 2 Stunden ziehen lassen.

    Strunk vom Kohl schneiden
    Chinakohl schneiden
    Chinakohl salzen

    Tipp: Das Salz entzieht dem Kohl Wasser und macht ihn weich – eine wichtige Grundlage für die Fermentation.

  2. Schritt 2 Reisbrei herstellen

    • 100 ml Wasser
    • 2 EL Reismehl
    • 2 EL Zucker

    Wasser, Reismehl und Zucker in einem Topf glatt rühren und unter Rühren aufkochen, bis eine dickliche, leicht cremige Masse entsteht. Anschließend vollständig abkühlen lassen.

  3. Schritt 3 Gemüse schneiden

    • 200 g weißer Rettich
    • 1 Karotte
    • 4 Frühlingszwiebeln

    Rettich und Karotte schälen und in feine Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 5 bis 6 cm gleich lange Stücke schneiden. Zusammen mit dem Reisbrei in eine Schüssel geben.

    Karotte und Rettich schneiden
    Frühlingszwiebel schneiden
    Gemüse zum Reisbrei in eine Schüssel geben
  4. Schritt 4 Würzpaste vorbereiten

    • 4 Knoblauchzehen
    • 20 g Ingwer
    • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
    • 1 EL Chiliflocken
    • 1 Nashi-Birne
    • 1 EL Fischsauce

    Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit Paprikapulver und Chiliflocken dazugeben. Nashi-Birne bis auf das Kerngehäuse dazureiben.

    Ingwer schälen
    Chiliflocken zum gemüse geben
    Nashi-Birne zum Gemüse reiben

    Tipp: Optional hier die Fischsauce oder auch Sojasauce dazugeben.

  5. Schritt 5 Kimchi-Paste mischen

    Nun alles gründlich mitteinander vermengen und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

    Gemüse durchmischen
  6. Schritt 6 Chinakohl abspülen

    Den gesalzenen Chinakohl, welcher nun gewässert hat unter kaltem Wasser gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.

  7. Schritt 7 Alles vermengen

    Den Chinakohl mit der vorbereiteten Kimchi-Paste gründlich vermengen, sodass alles gleichmäßig bedeckt ist.

  8. Schritt 8 Kimchi abfüllen

    Das Kimchi in ein steriles Glas füllen und dabei gründlich andrücken, sodass möglichst keine Luft zwischen dem Gemüse bleibt.

    Kimchi im Glas andrücken

    Tipp: Arbeite beim Abfüllen immer sauber und verwende saubere Hände oder Handschuhe sowie sterile Gläser.

  9. Schritt 9 Flüssigkeit prüfen

    • 2 bis 3 %ige Salzlösung

    Prüfen, ob genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Das Gemüse sollte vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, mit Salzlösung auffüllen.

    Salzlösung zum koreanisches Kimchi gießen
  10. Schritt 10 Fermentieren

    Fermentiergewicht auf das Kimchi legen oder alternativ einen kleinen Wasserbeutel verwenden. Das Glas locker verschließen und bei Raumtemperatur 1 bis 3 Tage fermentieren lassen.

    Beschwerung auf Kimchi ins Glas legen

    Tipp: Während der Fermentation regelmäßig öffnen, damit Gase entweichen können.

Kimchi selber machen: So gelingt die Fermentation

Damit dein Kimchi authentisch und aromatisch wird, sind einige grundlegende Schritte entscheidend.

Salz richtig einsetzen

Das Salzen des Chinakohls entzieht Wasser und macht ihn weich. Gleichzeitig wird die Grundlage für die Fermentation geschaffen. Achte darauf, dass das Salz gleichmäßig zwischen die Blätter gelangt. Vergiss auch nicht es anschließend wieder abzuwaschen, sonst wird dein Kimchi zu salzig.

Reisbrei als Basis

Die Mischung aus Wasser, Reismehl und Zucker ist essenziell und sorgt für die typische Bindung der Kimchi-Paste und unterstützt die Fermentation.

Gemüse fein schneiden

Rettich, Möhren und Frühlingslauch sollten möglichst gleichmäßig geschnitten sein, damit sie gleichmäßig fermentieren.

Kimchi richtig fermentieren

Nach dem Abfüllen beginnt die Fermentation bei Raumtemperatur.

Tipp: Gläser nicht luftdicht verschließen und regelmäßig „entlüften“.

Koreanisches Kimchi frontal

Häufige Fehler bei koreanischem Kimchi vermeiden

Damit dein Kimchi gelingt, solltest du diese typischen Fehler vermeiden:

Kimchi wird nicht sauer

Die Fermentationszeit war zu kurz oder die Temperatur zu niedrig.

Kimchi wird zu salzig

Zu viel Salz wurde verwendet oder nicht ausreichend abgespült.

Kimchi schimmelt

Das Gemüse war nicht vollständig mit Flüssigkeit bedeckt oder wurde unsauber verarbeitet.

Kimchi schmeckt flach

Zu wenig Gewürze oder zu kurze Reifezeit.

Koreanisches Kimchi variieren und anpassen

Kimchi ist unglaublich vielseitig und lässt sich nach Geschmack anpassen.

Mit mehr Schärfe

Erhöhe die Menge an Gochugaru/Chiliflocken oder ergänze frische Chili.

Mildes Kimchi

Reduziere einfach die Chilimenge für eine mildere Variante.

Mit anderen Gemüsesorten

Neben dem bereits enthaltenen Gemüse eignen sich auch:

Mit oder ohne Fischsauce

Fischsauce ist eine klassische Zutat in authentischem koreanischen Kimchi und sorgt für die typische geschmackliche Tiefe. Sie bringt eine intensive Umami-Note, die das Kimchi besonders würzig, vollmundig und leicht herzhaft macht.

Für dieses Rezept kannst du etwa 1 bis 2 EL Fischsauce in die Würzpaste geben:

Fischsauce ist sehr salzig – taste dich lieber langsam heran.

Tipp: Für eine vegetarische oder vegane Variante kannst du stattdessen Sojasauce verwenden. Diese bringt ebenfalls Würze, allerdings mit etwas weniger Tiefe und typischem Kimchi-Geschmack.

Koreanisches Kimchi top-down

Zutaten für Kimchi ersetzen

Du hast nicht alle Zutaten zuhause oder möchtest dein Kimchi an deinen Geschmack anpassen? Kein Problem – viele Zutaten lassen sich ganz einfach austauschen, ohne dass das Ergebnis leidet.

Chinakohl ersetzen

Alternativ kannst du auch Spitzkohl oder Pak Choi verwenden. Geschmack und Textur verändern sich leicht. Für mehr Abwechslung kannst du den Chinakohl auch mit einer der anderen Alternativen mischen.

Gochugaru ersetzen

Falls kein koreanischen Chiliflocken verfügbar sind, kannst du andere Chiliflocken verwenden. Der Geschmack ist jedoch etwas anders.

Nashi-Birne ersetzen

Eine Nashi-Birne kann durch Apfel ersetzt werden. Dieser sorgt ebenfalls für eine leichte Süße und unterstützt die Fermentation.

Rettich ersetzen

Rettich sorgt für Crunch und eine leichte Schärfe im Kimchi. Du kannst ihn aber einfach ersetzen.

Gut geeignet sind:

Koreanisches Kimchi herausnehmen

Ist Kimchi gesund?

Kimchi gilt als besonders nährstoffreiches Lebensmittel. Durch die Fermentation entstehen probiotische Kulturen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können.

Zudem enthält Kimchi viele Vitamine und Mineralstoffe aus dem verwendeten Gemüse.

Koreanisches Kimchi richtig lagern

Nach der Fermentation solltest du dein Kimchi im Kühlschrank aufbewahren. Die kühle Temperatur verlangsamt den Gärprozess und sorgt dafür, dass Geschmack und Konsistenz stabil bleiben.

Im Kühlschrank hält sich Kimchi problemlos mehrere Wochen bis Monate. Mit der Zeit wird es dabei immer intensiver, säuerlicher und aromatischer – das ist ganz normal und sogar gewünscht.

Wichtig ist, dass das Gemüse immer vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist, damit es nicht austrocknet oder schimmelt.

Tipp: Entnimm Kimchi immer mit sauberem Besteck, um keine Keime ins Glas zu bringen. So bleibt es länger haltbar und frisch.

Koreanisches Kimchi in einer Schale

Kimchi servieren: So wird es in Korea gegessen

In Korea wird Kimchi traditionell zu fast jeder Mahlzeit serviert. Es ergänzt vor allem Reis-, Nudel-, Fleisch- oder Fischgerichte und bringt eine würzige, leicht säuerliche Note auf den Teller.

Zu Sushi & Fischgerichten

Kimchi passt überraschend gut zu Sushi und Fischgerichten, da die Säure und Schärfe einen spannenden Kontrast zu mildem Fisch bilden.

Zu Fleischgerichten

Gebratenes oder gegrilltes Fleisch harmoniert besonders gut mit Kimchi, da es für Frische sorgt und kräftige, fettige Aromen ausgleicht.

Zu Reisgerichten

Besonders klassisch ist die Kombination mit Reis – Kimchi bringt hier Würze und macht einfache Gerichte deutlich aromatischer.

Zu Nudelgerichten

Auch zu Nudelgerichten passt Kimchi hervorragend und verleiht ihnen eine würzige, leicht fermentierte Note.

Tipp: Du liebst asiatisches Essen? In unserer Rezeptesammlung findest du noch mehr leckere asiatische Rezepte.

Häufige Fragen zu Kimchi

Wie lange muss Kimchi fermentieren?

Mindestens 1 Tag, besser 2 bis 3 Tage für ein intensiveres Aroma.

Muss Kimchi gekühlt werden?

Ja, nach der Fermentation sollte Kimchi im Kühlschrank gelagert werden.

Kann man Kimchi ohne Fischsauce machen?

Ja, du kannst sie einfach weglassen oder auch durch Sojasauce ersetzen.

Aus was besteht koreanisches Kimchi?

Koreanisches Kimchi besteht hauptsächlich aus fermentiertem Gemüse – meist Chinakohl – sowie einer würzigen Paste aus Knoblauch, Ingwer, Chili, Salz und oft auch Fischsauce. Je nach Rezept kommen zusätzlich Rettich, Möhren oder Frühlingszwiebeln hinzu.

Ist Kimchi das Gleiche wie Sauerkraut?

Nein, auch wenn beide fermentiert sind. Sauerkraut besteht nur aus Weißkohl und Salz, während Kimchi deutlich komplexer ist und mit Gewürzen, Chili und weiteren Zutaten zubereitet wird. Geschmacklich ist Kimchi würziger und schärfer.

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