Koreanisches Kimchi selber machen

Kimchi selber machen ist einfacher als gedacht. Das koreanische Kimchi aus Chinakohl überzeugt mit würziger Schärfe, feiner Säure und authentischem Geschmack – perfekt als Beilage oder Vorspeise der koreanischen Küche.
Zutaten
Optional:
- Einweckgläser
- Esslöffel
- feine Küchenreibe
- große Schüssel
- großes feines Sieb
- kleiner Topf
- Küchenwaage
- Schneebesen
- Schneidebrett
- Universalmesser
Nährwerte pro Portion
(Datenbasis)- Kalorien
- 96 kcal
- Proteine
- 4,4 g
- Fett
- 1,1 g
- Kohlenhydrate
- 16 g
So funktioniert der KochmodusEin Schritt nach dem anderen – groß, mit Zutaten und Timer zur Hand. Dein Display bleibt an.
Koreanisches Kimchi zubereiten
Schritt 1 Chinakohl vorbereiten und salzen
- 1000 g Chinakohl
- 50 g Meersalz
Chinakohl halbieren, Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden. Das Salz gleichmäßig zwischen den Blättern verteilen und leicht einmassieren. Anschließend bei Raumtemperatur 1 bis 2 Stunden ziehen lassen.



Tipp: Das Salz entzieht dem Kohl Wasser und macht ihn weich – eine wichtige Grundlage für die Fermentation.
Schritt 2 Reisbrei herstellen
- 100 ml Wasser
- 2 EL Reismehl
- 2 EL Zucker
Wasser, Reismehl und Zucker in einem Topf glatt rühren und unter Rühren aufkochen, bis eine dickliche, leicht cremige Masse entsteht. Anschließend vollständig abkühlen lassen.


Schritt 3 Gemüse schneiden
- 200 g weißer Rettich
- 1 Karotte
- 4 Frühlingszwiebeln
Rettich und Karotte schälen und in feine Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 5 bis 6 cm gleich lange Stücke schneiden. Zusammen mit dem Reisbrei in eine Schüssel geben.



Schritt 4 Würzpaste vorbereiten
- 4 Knoblauchzehen
- 20 g Ingwer
- 1 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 EL Chiliflocken
- 1 Nashi-Birne
- 1 EL Fischsauce
Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit Paprikapulver und Chiliflocken dazugeben. Nashi-Birne bis auf das Kerngehäuse dazureiben.



Tipp: Optional hier die Fischsauce oder auch Sojasauce dazugeben.
Schritt 5 Kimchi-Paste mischen
Nun alles gründlich mitteinander vermengen und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Schritt 6 Chinakohl abspülen
Den gesalzenen Chinakohl, welcher nun gewässert hat unter kaltem Wasser gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.


Schritt 7 Alles vermengen
Den Chinakohl mit der vorbereiteten Kimchi-Paste gründlich vermengen, sodass alles gleichmäßig bedeckt ist.


Schritt 8 Kimchi abfüllen
Das Kimchi in ein steriles Glas füllen und dabei gründlich andrücken, sodass möglichst keine Luft zwischen dem Gemüse bleibt.

Tipp: Arbeite beim Abfüllen immer sauber und verwende saubere Hände oder Handschuhe sowie sterile Gläser.
Schritt 9 Flüssigkeit prüfen
- 2 bis 3 %ige Salzlösung
Prüfen, ob genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Das Gemüse sollte vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nötig, mit Salzlösung auffüllen.

Schritt 10 Fermentieren
Fermentiergewicht auf das Kimchi legen oder alternativ einen kleinen Wasserbeutel verwenden. Das Glas locker verschließen und bei Raumtemperatur 1 bis 3 Tage fermentieren lassen.

Tipp: Während der Fermentation regelmäßig öffnen, damit Gase entweichen können.
Kimchi selber machen: So gelingt die Fermentation
Damit dein Kimchi authentisch und aromatisch wird, sind einige grundlegende Schritte entscheidend.
Salz richtig einsetzen
Das Salzen des Chinakohls entzieht Wasser und macht ihn weich. Gleichzeitig wird die Grundlage für die Fermentation geschaffen. Achte darauf, dass das Salz gleichmäßig zwischen die Blätter gelangt. Vergiss auch nicht es anschließend wieder abzuwaschen, sonst wird dein Kimchi zu salzig.
Reisbrei als Basis
Die Mischung aus Wasser, Reismehl und Zucker ist essenziell und sorgt für die typische Bindung der Kimchi-Paste und unterstützt die Fermentation.
Gemüse fein schneiden
Rettich, Möhren und Frühlingslauch sollten möglichst gleichmäßig geschnitten sein, damit sie gleichmäßig fermentieren.
Kimchi richtig fermentieren
Nach dem Abfüllen beginnt die Fermentation bei Raumtemperatur.
Tipp: Gläser nicht luftdicht verschließen und regelmäßig „entlüften“.

Häufige Fehler bei koreanischem Kimchi vermeiden
Damit dein Kimchi gelingt, solltest du diese typischen Fehler vermeiden:
Kimchi wird nicht sauer
Die Fermentationszeit war zu kurz oder die Temperatur zu niedrig.
Kimchi wird zu salzig
Zu viel Salz wurde verwendet oder nicht ausreichend abgespült.
Kimchi schimmelt
Das Gemüse war nicht vollständig mit Flüssigkeit bedeckt oder wurde unsauber verarbeitet.
Kimchi schmeckt flach
Zu wenig Gewürze oder zu kurze Reifezeit.
Koreanisches Kimchi variieren und anpassen
Kimchi ist unglaublich vielseitig und lässt sich nach Geschmack anpassen.
Mit mehr Schärfe
Erhöhe die Menge an Gochugaru/Chiliflocken oder ergänze frische Chili.
Mildes Kimchi
Reduziere einfach die Chilimenge für eine mildere Variante.
Mit anderen Gemüsesorten
Neben dem bereits enthaltenen Gemüse eignen sich auch:
- Gurke
- Pak Choi
- Kohlrabi
- Mairübchen
- Radieschen
Mit oder ohne Fischsauce
Fischsauce ist eine klassische Zutat in authentischem koreanischen Kimchi und sorgt für die typische geschmackliche Tiefe. Sie bringt eine intensive Umami-Note, die das Kimchi besonders würzig, vollmundig und leicht herzhaft macht.
Für dieses Rezept kannst du etwa 1 bis 2 EL Fischsauce in die Würzpaste geben:
- 1 EL für eine mildere, ausgewogene Variante
- 2 EL für ein kräftigeres, authentisches Aroma
Fischsauce ist sehr salzig – taste dich lieber langsam heran.
Tipp: Für eine vegetarische oder vegane Variante kannst du stattdessen Sojasauce verwenden. Diese bringt ebenfalls Würze, allerdings mit etwas weniger Tiefe und typischem Kimchi-Geschmack.

Zutaten für Kimchi ersetzen
Du hast nicht alle Zutaten zuhause oder möchtest dein Kimchi an deinen Geschmack anpassen? Kein Problem – viele Zutaten lassen sich ganz einfach austauschen, ohne dass das Ergebnis leidet.
Chinakohl ersetzen
Alternativ kannst du auch Spitzkohl oder Pak Choi verwenden. Geschmack und Textur verändern sich leicht. Für mehr Abwechslung kannst du den Chinakohl auch mit einer der anderen Alternativen mischen.
Gochugaru ersetzen
Falls kein koreanischen Chiliflocken verfügbar sind, kannst du andere Chiliflocken verwenden. Der Geschmack ist jedoch etwas anders.
Nashi-Birne ersetzen
Eine Nashi-Birne kann durch Apfel ersetzt werden. Dieser sorgt ebenfalls für eine leichte Süße und unterstützt die Fermentation.
Rettich ersetzen
Rettich sorgt für Crunch und eine leichte Schärfe im Kimchi. Du kannst ihn aber einfach ersetzen.
Gut geeignet sind:
- Radieschen für mehr Schärfe
- Mairübchen für eine mildere Note
- Kohlrabi für knackige Frische ohne Schärfe

Ist Kimchi gesund?
Kimchi gilt als besonders nährstoffreiches Lebensmittel. Durch die Fermentation entstehen probiotische Kulturen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken können.
Zudem enthält Kimchi viele Vitamine und Mineralstoffe aus dem verwendeten Gemüse.
Koreanisches Kimchi richtig lagern
Nach der Fermentation solltest du dein Kimchi im Kühlschrank aufbewahren. Die kühle Temperatur verlangsamt den Gärprozess und sorgt dafür, dass Geschmack und Konsistenz stabil bleiben.
Im Kühlschrank hält sich Kimchi problemlos mehrere Wochen bis Monate. Mit der Zeit wird es dabei immer intensiver, säuerlicher und aromatischer – das ist ganz normal und sogar gewünscht.
Wichtig ist, dass das Gemüse immer vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist, damit es nicht austrocknet oder schimmelt.
Tipp: Entnimm Kimchi immer mit sauberem Besteck, um keine Keime ins Glas zu bringen. So bleibt es länger haltbar und frisch.

Kimchi servieren: So wird es in Korea gegessen
In Korea wird Kimchi traditionell zu fast jeder Mahlzeit serviert. Es ergänzt vor allem Reis-, Nudel-, Fleisch- oder Fischgerichte und bringt eine würzige, leicht säuerliche Note auf den Teller.
Zu Sushi & Fischgerichten
Kimchi passt überraschend gut zu Sushi und Fischgerichten, da die Säure und Schärfe einen spannenden Kontrast zu mildem Fisch bilden.
Zu Fleischgerichten
Gebratenes oder gegrilltes Fleisch harmoniert besonders gut mit Kimchi, da es für Frische sorgt und kräftige, fettige Aromen ausgleicht.
Zu Reisgerichten
Besonders klassisch ist die Kombination mit Reis – Kimchi bringt hier Würze und macht einfache Gerichte deutlich aromatischer.
Zu Nudelgerichten
Auch zu Nudelgerichten passt Kimchi hervorragend und verleiht ihnen eine würzige, leicht fermentierte Note.
Tipp: Du liebst asiatisches Essen? In unserer Rezeptesammlung findest du noch mehr leckere asiatische Rezepte.
Häufige Fragen zu Kimchi
Mindestens 1 Tag, besser 2 bis 3 Tage für ein intensiveres Aroma.
Ja, nach der Fermentation sollte Kimchi im Kühlschrank gelagert werden.
Ja, du kannst sie einfach weglassen oder auch durch Sojasauce ersetzen.
Koreanisches Kimchi besteht hauptsächlich aus fermentiertem Gemüse – meist Chinakohl – sowie einer würzigen Paste aus Knoblauch, Ingwer, Chili, Salz und oft auch Fischsauce. Je nach Rezept kommen zusätzlich Rettich, Möhren oder Frühlingszwiebeln hinzu.
Nein, auch wenn beide fermentiert sind. Sauerkraut besteht nur aus Weißkohl und Salz, während Kimchi deutlich komplexer ist und mit Gewürzen, Chili und weiteren Zutaten zubereitet wird. Geschmacklich ist Kimchi würziger und schärfer.

























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