Zutaten
Klassischen Rindergulasch zubereiten
Schritt 1 Vorbereitung
- 1000 g Rindergulasch
Fleisch trocken tupfen, ggf. sehr große Stücke halbieren (gleichmäßige Würfel).
Tipp: Trockenes Fleisch + sehr heißer Topf = Röstaromen. Feuchtes Fleisch dämpft und wird eher grau als braun.
Schritt 2 Gemüse schneiden
- 800 g rote Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
Anschließend den Knoblauch schälen und pressen. Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.
Schritt 3 Fleisch portionsweise scharf anbraten
- 3 EL Butterschmalz
Schmortopf sehr stark erhitzen, 1 EL Fett zugeben.
Fleisch in 2–3 Portionen rundum kräftig anbraten (je Portion ca. 3–4 Minuten). Herausnehmen.
Konsistenz-Check: Es sollen braune Röstaromen am Topfboden entstehen – das ist Geschmack und später die Basis für die Soße.
Schritt 4 Zwiebelbasis aufbauen
Anschließend Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und ebenfalls anschwitzen.
Schritt 5 Tomatenmark rösten, Paprika korrekt einsetzen
- 3 EL Tomatenmark
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL rosenscharfes Paprikapulver (optional)
- 2 TL getrockneter Majoran
Tomatenmark zugeben und 1–2 Minuten mitrösten.
Paprikapulver und Majoran einrühren – nur kurz (10–20 Sekunden), damit es nicht bitter wird.
Schritt 6 Ablöschen und schmoren
- 800 ml Rinderfond
- 250 ml Rotwein
- 2 Lorbeerblätter
Garzeit:2 h
Sofort mit Rotwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen.
Rinderfond/Brühe angießen, Fleisch wieder zugeben, Lorbeerblätter einlegen.
Einmal aufkochen, dann mit Deckel 2:00–2:30 Stunden bei sehr kleiner Hitze sanft schmoren (Deckel leicht schräg, damit etwas Flüssigkeit verdampft).
Tipp: Nach der Schmorzeit lässt sich das Fleisch mit einer Gabel leicht teilen. Wenn es noch „stramm“ ist: weitere 20–30 Minuten schmoren.
Schritt 7 Soße sämig ziehen und abschmecken
- Salz & Pfeffer
Am Ende 10–15 Minuten ohne Deckel leise köcheln lassen, bis die Soße sämig ist. Mit Salz und Pfeffer final abschmecken.
Wenn die Soße noch zu dünn ist (Notfall-Lösung): 1–2 TL Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und schluckweise einrühren, 1 Minute köcheln lassen.
Das richtige Fleisch für klassischen Rindergulasch
Damit es nicht zäh und trocken, sondern weich und saftig wird, solltest du auf das richtige Fleisch für Gulasch achten. Im Falle eines Rindergulaschs kaufst du am besten ein durchwachsenes Stück, welches sich auch gut zum Schmoren eignet. Hier hat du die Wahl aus:
Für besonders zartes und feines Fleisch empfehlen wir dir, den klassischen Rindergulasch aus dem sogenannten Bürgermeisterstück zuzubereiten.
Typische Fehler & Fixes
Gulasch wird zäh
Wenn Rindergulasch zäh bleibt, liegt es fast immer an zu hoher Hitze oder zu kurzer Schmorzeit. Gulasch darf nicht sprudelnd kochen, sondern soll nur leise simmern. Gib dem Fleisch die Zeit, die es braucht: Oft reichen schon 20–30 Minuten zusätzlich, bis es weich wird. Beim nächsten Mal lohnt sich außerdem die richtige Wahl des Teilstücks – Schulter oder Wade werden beim Schmoren besonders zart.
Soße wird bitter
Bitterkeit entsteht häufig, wenn Paprikapulver zu lange oder zu heiß mitgeröstet wird. Paprika ist empfindlich: Am besten rührst du es nur sehr kurz ein und löschst dann sofort mit Rotwein oder Fond ab. Falls die Soße schon bitter ist, kannst du versuchen, das Aroma mit einem kleinen „Gegengewicht“ zu balancieren (z. B. eine winzige Prise Zucker) – die eigentliche Ursache ist aber fast immer die zu starke Paprika-Röstung.
Soße zu dünn
Eine dünne Gulaschsoße kommt meist daher, dass zu viel Flüssigkeit im Topf ist oder am Ende nicht genug reduziert wurde. Der einfachste Weg: Nimm den Deckel ab und lass das Gulasch die letzten 10–15 Minuten leise einkochen, bis die Soße sämig wird. Erst wenn das nicht reicht, kannst du minimal nachhelfen und ganz wenig Stärke (in kaltem Wasser angerührt) schluckweise einrühren.
Geschmack flach
Fehlt dem Gulasch Tiefe, dann haben oft die Röstaromen gefehlt. Das passiert, wenn das Fleisch im Topf „gestapelt“ wird und eher dämpft als brät. Lösung: Fleisch immer portionsweise und bei richtig hoher Hitze anbraten, bis sich am Topfboden eine kräftige Bräunung bildet. Genau dieser Bratensatz löst sich später beim Ablöschen – und macht den typischen, vollmundigen Gulaschgeschmack aus.
Profi-Tipps
Mit folgenden Tricks gelingt dir Rindergulasch noch besser:
Vortag-Trick: Am nächsten Tag oft noch besser
Rindergulasch ist ein typisches „Schmorgericht mit Bonus“: Nach einer Nacht im Kühlschrank verbinden sich die Aromen oft noch harmonischer. Beim Aufwärmen genügt meist ein kleiner Schluck Fond oder Wasser, falls die Soße zu stark eingedickt ist – dann kurz leise köcheln lassen, bis die Konsistenz wieder passt.
Einfrieren: Perfekt zum Vorbereiten
Lass das Gulasch vollständig abkühlen und friere es am besten portioniert ein. So kannst du später genau so viel auftauen, wie du brauchst. Im Tiefkühler hält es sich in der Regel bis zu 3 Monate. Zum Auftauen idealerweise über Nacht im Kühlschrank, dann langsam erhitzen und bei Bedarf die Soße mit etwas Fond wieder geschmeidig machen.
Varianten
Mit Rotwein
Wenn du den Rotwein stärker in den Vordergrund stellen willst, erhöhe die Menge etwas und lass ihn nach dem Ablöschen ein paar Minuten kräftig einkochen, damit er runder schmeckt. Im Gegenzug nimmst du etwas weniger Fond, damit die Soße nicht zu dünn wird. So bekommt das Gulasch mehr Tiefe und eine „weinige“ Note, ohne sauer zu wirken.
Wie bei Oma
Für die klassische „Oma“-Anmutung darf der Zwiebelanteil ruhig ein bisschen höher sein – das macht die Soße traditionell sämig und leicht süßlich. Beim Abschmecken kannst du, wenn nötig, mit einem Hauch Säure (z. B. minimal Essig) und einer kleinen Prise Zucker eine sehr feine süß-sauer Balance herstellen. Wichtig ist dabei: nicht „süß-sauer“ kochen, sondern nur den Geschmack abrunden.
Mit Paprika (gemüsiger)
Für eine gemüsigere Variante gibst du zusätzlich Paprikastücke mit in den Topf und lässt sie mitschmoren. Das macht das Gulasch fruchtiger und etwas leichter. Optional kannst du mit Paprikamark arbeiten – sparsam dosiert, damit es nicht dominiert, sondern die Paprikanote nur verstärkt.
Was isst man zu Rindergulasch?
Die Auswahl an leckeren Beilagen zu Gulasch ist groß. Um dir die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir dir unsere liebsten Rezepten zur Inspiration zusammengestellt.
Ran an die Kartoffel
Klöße gut, alles gut
Darf es noch etwas Gemüse sein?
Klassischen Rindergulasch richtig aufbewahren
Den restlichen Rindergulasch lässt du vollständig auskühlen. Anschließend kannst du ihn in luftdichte Vorratsdosen füllen und noch bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Rindergulasch haltbar machen
Du kannst die relativ lange Kochzeit zum Anlass nehmen, um gleich eine größere Menge des klassischen Rindergulaschs zu kochen. Die übrigen Portionen kannst du problemlos für den nächsten Anlass länger haltbar machen.
Gulasch einfrieren
Fülle ihn dazu portionsweise in luftdichte Dosen oder Gefrierbeutel, beschrifte diese und friere sie ein. So hast du bis zu einem halben Jahr immer eine leckere Portion Gulasch parat.
Gulasch einkochen
Auf diese Weise kannst du den Rindergulasch bis zu einem Jahr haltbar machen. Fülle ihn dafür nach dem Kochen in sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss. Achte darauf, dass dabei der Glasrand sauber bleibt. Anschließend stellst du die Gläser auf ein Geschirrtuch in einen hohen Topf und bedeckst sie vollständig mit Wasser. Nun werden sie ca. eine Stunde eingekocht.
Hilfreiche Tipps für Gulasch
Häufig gestellte Fragen
Meist 2:00–2:30 Stunden, je nach Stückgröße und Fleischteil.
Wenn es zu kurz schmort oder zu stark kocht. Gulasch braucht Zeit bei sanfter Hitze.
Am besten durch Reduzieren (ohne Deckel). Stärke nur als Backup.
Ja: Traubensaft plus etwas Essig (oder Zitronensaft) bringt Süße und Säure ähnlich wie Wein.
Für ein Hauptgericht rechnet man grob 200–250 g Rohfleisch pro Person.