Wildschweinkeule saftig grillen: gelingsicher & mit aromatischem Rub
Saftig, aromatisch und gelingsicher

Außen schön würzig, innen wunderbar saftig - so schmeckt eine perfekt gegrillte Wildschweinkeule! Mit unseren Tipps zu Rub, Grilltemperatur und Kerntemperatur gelingt dir der festliche Wildbraten ganz entspannt.
Zutaten
Für das Fleisch
Für den Rub
- Auflaufform
- Esslöffel
- Fleischthermometer
- Grill
- Grillzange
- Küchengarn
- Küchenwaage
- Mörser & Stößel
- Schneidebrett
- Teelöffel
- Universalmesser
- Zester-Reibe
Nährwerte pro Wildschweinkeule
(Datenbasis)- Kalorien
- 4089 kcal
- Proteine
- 439 g
- Fett
- 240 g
- Kohlenhydrate
- 46 g
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Wildschweinkeule grillen
Schritt 1 Fleisch parieren
- 2200 g Wildschweinkeule ohne Knochen
Zuerst die Wildschweinkeule von Fett und Sehnen befreien.

Schritt 2 Gewürze in einen Mörser geben
- 3 TL Wacholderbeeren
- 3 TL Piment
- 1 EL Pfefferkörner
- 2 Lorbeerblätter
- 1 EL Rohrzucker
- 1 EL edelsüßes Paprikapulver
- 4 Knoblauchzehen
- 8 Thymianzweige
- 2 Rosmarinzweige
Für den Rub alle Gewürze sowie Knoblauch und Kräuter in einen Mörser geben. Alles fein mörsern.

Schritt 3 Zitrone dazugeben
- 1 Bio-Zitrone
Nun die Zitronenschale abreiben. Außerdem den Zitronensaft auspressen. Beides mit in den Mörser geben.


Schritt 4 Restliche Zutaten dazugeben
- 2 EL Senf
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Sonnenblumenöl
Senf, Tomatenmark und Öl dazugeben. Alles gut miteinander vermengen.


Schritt 5 Fleisch einreiben
Das Fleisch nun mit dem Rub einreiben. Dann mit Küchengarn zusammenbinden.


Tipp: An dieser Stelle kannst du das Fleisch für einen noch intensiveren Geschmack für ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Wichtig ist nur, dass es vor dem Grillen etwa 1 Stunde temperiert wird.
Schritt 6 Grill vorheizen
Jetzt den Grill auf 250 °C direkte Hitze vorheizen.
Schritt 7 Fleisch salzen
Die Wildschweinkeule von allen Seiten salzen und goldbraun vorgrillen.

Schritt 8 Wildschweinkeule grillen
Anschließend das Fleisch in eine feuerfeste Form geben und bei 200°C indirekter Hitze, auf eine Kerntemperatur von 75 °C garen.

Tipp: Je nach Dicke des Fleisches dauert das etwa 2 Stunden.
Schritt 9 Fleisch aufschneiden
Dann die Wildschweinkeule gegen die Fasern aufschneiden und servieren!

So gelingt die perfekte Wildschweinkeule vom Grill
Eine Wildschweinkeule ist ideal für besondere Anlässe und eignet sich sowohl für den klassischen Kugelgrill als auch für den Gasgrill oder die Rotisserie. Da Wildschweinfleisch deutlich magerer ist als Schweinefleisch, kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung und eine schonende Garweise an. Mit einer aromatischen Wild-Marinade, moderaten Temperaturen und ausreichend Ruhezeit bleibt das Fleisch schön zart und saftig.

Die richtige Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung ist hier das A und O. Vor dem Grillen solltest du die Wildschweinkeule:
- überschüssiges Fett entfernen
- Sehnen und Silberhaut kontrollieren und entfernen
- bei Bedarf leicht einschneiden oder mit Speck spicken
- anschließend mehrere Stunden, besser über Nacht, marinieren
Vor dem Grillen sollte das Fleisch außerdem etwa eine Stunde Zimmertemperatur annehmen, damit es gleichmäßig gart.
Die passende Marinade für Wildschweinkeule
Wildschwein besitzt ein intensives Eigenaroma, das durch klassische Wildgewürze besonders gut ergänzt wird. Eine ausgewogene Marinade unterstreicht den Geschmack, ohne ihn zu überdecken.
Typische Zutaten sind:
- Öl
- Salz
- Pfeffer
- Knoblauch
- Wacholder
- Rosmarin und/oder Thymian
- Lorbeer
- Piment
Tipp: Du kannst auch direkt ein fertiges Wildgewürz für den Rub verwenden! Das lässt sich auch super selber auf Vorrat herstellen.
Indirekt grillen oder Rotisserie?
Beide Methoden führen zu hervorragenden Ergebnissen – welche besser ist, hängt von deinem Grill und deinen Vorlieben ab.
Indirektes Grillen
Diese Methode eignet sich für nahezu jeden Grill. Die Keule wird zunächst scharf angegrillt und anschließend bei indirekter Hitze in einer feuerfesten Form schonend bis zur gewünschten Kerntemperatur gegart.
Tipp: Gieße am besten nach etwa 45 Minuten etwas Wasser an, damit das Fleisch nicht anbrennt. Alternativ kannst du auch ein paar Zwiebelringe darunter legen – das verhindert ebenfalls Anbrennen und schmeckt zusätzlich richtig lecker!

Rotisserie oder Grillspieß
Auf dem Spieß dreht sich die Keule kontinuierlich über der Hitze. Dadurch verteilt sich der Fleischsaft gleichmäßig und die Kruste wird besonders rundum knusprig. Für größere Wildschweinkeulen ist diese Methode eine hervorragende Wahl.

Die richtige Kerntemperatur
Die Kerntemperatur ist der wichtigste Gelingfaktor beim Grillen einer Wildschweinkeule. Da jedes Stück unterschiedlich groß ist, solltest du dich immer an einem Grillthermometer orientieren und nicht ausschließlich an der Garzeit.
Zur Orientierung:
- 72–75 °C: besonders saftig und vollständig durchgegart
- 75 °C: klassischer Garpunkt für Wildschweinkeule
- ab 78 °C: fester und trockener
Tipp: Nach dem Grillen sollte das Fleisch etwa 10 bis 15 Minuten ruhen. Während dieser Zeit steigt die Kerntemperatur noch leicht an und der Fleischsaft verteilt sich gleichmäßig.
Low & Slow: Pulled Wildschwein
Wer besonders viel Zeit mitbringt, kann die Wildschweinkeule auch Low & Slow zubereiten. Bei niedrigen Temperaturen von etwa 110 bis 120 °C wird sie über mehrere Stunden gegart, bis eine Kerntemperatur von rund 90 bis 95 °C erreicht ist.
Anschließend lässt sich das Fleisch wie Pulled Pork auseinanderzupfen und passt hervorragend zu Burger Buns, Coleslaw oder einer fruchtigen BBQ-Soße.
Die besten Beilagen
Die kräftigen Röstaromen harmonieren hervorragend mit klassischen Wildbeilagen. Also zum Beispiel gegrillte Knödel, Rotkohl, Kartoffeln oder Kartoffelgratin, Wildpreiselbeeren oder eine Pilzrahmsoße.
Hier findest du direkt die passenden Rezepte:
Tipp: Wer es etwas moderner mag, serviert die Wildschweinkeule mit einer BBQ-Glasur und einem Grillgemüse-Salat.
Haltbarkeit und Aufbewahrung
Bleibt von der Wildschweinkeule etwas übrig, kannst du das Fleisch problemlos aufbewahren. Wichtig ist, dass es nach dem Grillen vollständig abkühlt und anschließend luftdicht verpackt in den Kühlschrank kommt.
Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne oder der Backofen deutlich besser als die Mikrowelle. Gib etwas Wildjus, Brühe oder einen kleinen Schuss Wasser dazu und erwärme das Fleisch bei niedriger Temperatur. So trocknet die magere Wildschweinkeule nicht aus und bleibt schön zart.











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