Zutaten
Toastbrot backen
Schritt 1 Hefe auflösen
- 275 ml Milch
- 1 EL Zucker
- 20 g frische Hefe
Zunächst die Milch lauwarm (25 bis 32 °C) erwärmen. Zucker und Hefe in der Milch auflösen.
Tipp: Erhitze die Milch nicht zu stark! Ab einer Temperatur von 40 °C arbeitet die Hefe nicht mehr.
Schritt 2 Zutaten mischen
- 500 g Mehl
- 11 g Salz
- 80 g Butter
Danach Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen und in der Mitte eine Mulde formen. Die weiche Butter und die Hefemilch in diese Mulde geben.
Schritt 3 Teig verkneten
Alle Zutaten grob vermischen und für ca. 6 bis 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Tipp: Mit der Fensterprobe kannst du erkennen, ob der Teig fertig geknetet ist. Wie das funktioniert, erfährst du unter dem Rezept.
Schritt 4 Teig ruhen lassen
Den Teig in der Schüssel mit einem feuchten Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten ruhen lassen.
Der Teig soll sich verdoppeln. Schritt 5 Kastenform vorbereiten
- Butter & Mehl für die Form
Nun eine Kastenform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
Tipp: Alternativ kannst du die Kastenform mit Backpapier auslegen.
Schritt 6 Teig formen
Den Hefeteig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen.
Schritt 7 Toastbrot ruhen lassen & Ofen vorheizen
Die Teigrolle in die vorbereitete Form legen und abgedeckt nochmals ca. 60 Minuten aufgehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und auf unterster Schiene eine Auflaufform mit etwas Wasser hineinstellen.
Tipp: Das Wasser in der Auflaufform sorgt beim Backen für etwas Dampf. Der Dampf verhindert, dass die Oberfläche zu schnell austrocknet. So bleibt die Kruste weicher und das Toastbrot kann in den ersten Minuten besser aufgehen.
Schritt 8 Toastbrot einstreichen & einschneiden
Anschließend den Teig an der Oberfläche mit etwas Wasser bestreichen und mit einem scharfen Messer einschneiden.
Schritt 9 Toastbrot backen
Backzeit:30 min
Zuletzt das Toastbrot auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten backen.
Backtipps und häufige Fehler vermeiden
Damit dein Toastbrot locker aufgeht, eine feine Porung bekommt und schön weich bleibt, sind ein paar Details entscheidend. Gleichzeitig lassen sich typische Fehler mit einfachen Handgriffen vermeiden.
Milch nicht zu heiß erhitzen
Die Milch für den Hefeteig sollte nur lauwarm, etwa 25 bis 32 °C sein. In diesem Temperaturbereich arbeitet die Hefe optimal.
Ab etwa 40 °C wird es kritisch – die Hefezellen beginnen geschädigt zu werden. Spätestens ab 45 °C kann die Hefe absterben. Der Teig geht dann nur noch schlecht oder gar nicht auf und das Toastbrot wird kompakt.
Teig richtig kneten
Der Teig sollte mindestens 6 bis 8 Minuten gründlich geknetet werden, bis er glatt und elastisch ist. Nur so entwickelt sich ein stabiles Glutennetz, das später für die typische, gleichmäßige Toaststruktur sorgt. Zu kurzes Kneten ist einer der häufigsten Gründe für ein kompaktes Ergebnis.
Die Fensterprobe machen
Ob dein Teig ausreichend geknetet ist, erkennst du mit der sogenannten Fensterprobe. Ziehe ein kleines Stück Teig vorsichtig auseinander. Lässt es sich dünn ausziehen, sodass fast Licht hindurchscheint, ohne zu reißen, ist das Glutennetz optimal entwickelt. Reißt der Teig sofort, sollte er noch etwas weiter geknetet werden.
Oberfläche mit Wasser bestreichen
Das Bestreichen mit etwas Wasser vor dem Backen sorgt für eine gleichmäßige Bräunung und verhindert, dass die Oberfläche austrocknet. So bleibt die Kruste weich und typisch toastbrotartig.
Toastbrot wird zu kompakt
Ist das Toastbrot dicht und schwer, lag es meist an zu kurzer Knetzeit oder zu wenig Gehzeit. Der Teig braucht ausreichend Zeit, um Struktur und Volumen zu entwickeln.
Kruste wird zu hart
Eine harte Kruste entsteht häufig durch zu lange Backzeit oder wenn die Oberfläche nicht befeuchtet wurde. Toastbrot sollte weich bleiben und keine dicke, rustikale Kruste entwickeln.
Toastbrot geht im Ofen nicht richtig auf
War die Stückgare zu kurz oder wurde die Ofentür in den ersten Minuten der Backzeit geöffnet, kann das Brot weniger Ofentrieb entwickeln und dadurch kompakter werden. Achte darauf, dass der Teig vor dem Backen sichtbar aufgegangen ist und öffne den Ofen möglichst erst nach der ersten Hälfte der Backzeit.
Zutaten austauschen
Nicht alle Zutaten im Haus? Kein Problem. So kannst du sie ersetzen:
Mehl ersetzen
Statt Weizenmehl Typ 405 funktioniert auch Weizenmehl Typ 550 oder alternativ zu Weizenmehl kannst du 1:1 Dinkelmehl Typ 630 verwenden.
Hefe variieren
Trockenhefe und frische Hefe lassen sich problemlos gegeneinander austauschen. Dabei entspricht ein Päckchen Trockenhefe (7 g) etwa einem halben Würfel frischer Hefe, also rund 21 g. Für die im Rezept angegebenen 20 g frische Hefe kannst du daher ganz einfach ein Päckchen Trockenhefe verwenden.
Butter ersetzen
Butter kannst du 1:1 durch Margarine oder vegane Butter ersetzen. Möchtest du stattdessen Öl verwenden, ersetze die Butter durch etwa 80 Prozent der angegebenen Menge als neutrales Pflanzenöl, wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Das bedeutet: Aus 80 g Butter werden etwa 65 g Öl.
Milch austauschen
Anstelle von Milch kannst du auch Pflanzliche Milchalternativen wie Hafermilch oder Mandelmilch verwenden.
Zucker anpassen
Der Zucker sorgt nicht nur für Süße, sondern auch für Bräunung und Hefearbeit. Du kannst ihn leicht reduzieren, solltest ihn aber nicht komplett weglassen. Alternativ kannst du ihn durch Honig ersetzen.
Kühlschrankgare – mehr Aroma mit weniger Hefe
Wenn du mehr Geschmack entwickeln möchtest, kannst du das Toastbrot mit einer langen Teigführung im Kühlschrank zubereiten. Reduziere dafür die Hefemenge auf ca. 5 bis 7 g frische Hefe und lasse den Teig nach dem Kneten gut abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank gehen.
Am nächsten Tag den Teig bei Raumtemperatur 30 bis 60 Minuten akklimatisieren lassen, formen nach Rezept backen. Durch die längere Gare entwickelt das Toastbrot ein feineres Aroma und wird besonders locker.
Toastbrot variieren
Das Grundrezept für Toastbrot lässt sich ganz einfach anpassen – je nachdem, ob du es herzhafter, süßer oder kerniger magst.
Vollkorn-Toastbrot
Ersetze bis zu 50 Prozent des Mehls durch Vollkornmehl. Gib zusätzlich 1 bis 2 EL mehr Flüssigkeit dazu, da Vollkornmehl mehr Wasser bindet. Das Brot wird aromatischer und etwas kräftiger im Biss.
Körner-Toastbrot
Mische 2 bis 4 EL Körner oder Saaten unter den Teig. Für eine bessere Verträglichkeit und damit das Brot schön saftig bleibt, kannst du die Kerne vorher 30 bis 60 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Auch als Topping auf der Oberfläche sehen sie besonders schön aus.
Für ein kerniges Toastbrot eignen sich besonders gut:
- Sonnenblumenkerne
- Sesam
- Leinsamen
- Haferflocken
- Kürbiskerne (gehackt)
- Mohn
- Chiasamen
Tipp: Möchtest du Körner auch auf der Oberfläche, bestreiche das Toastbrot vor dem Backen mit Wasser und streue sie darauf – so haften sie gut.
Süßes Toastbrot
Für ein leicht süßliches Toastbrot kannst du die Zuckermenge um 1 bis 2 EL (15 bis 30 g) erhöhen.
Mit 1 EL zusätzlichem Zucker bleibt der Toast mild süß, mit 2 EL wird es aromatischer und eignet sich perfekt für Frühstück, Marmelade oder French Toast. Mehr Zucker solltest du nicht verwenden, da er die Hefearbeit verlangsamt und die Krume dichter machen kann.
Rosinen-Toast
Für ein klassisches Rosinen-Toast kannst du 60 bis 80 g Rosinen in den fertig gekneteten Teig einarbeiten. Damit sie saftig bleiben und dem Teig keine Feuchtigkeit entziehen, solltest du sie vorher 10 bis 15 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen und anschließend gut abtropfen lassen. Du kannst zusätzlich 1 bis 2 EL Zucker mehr und eine Prise Zimt in den Teig geben.
Kräuter-Toastbrot
Für eine herzhafte Variante mische 1 bis 2 EL fein gehackte frische Kräuter oder 1 bis 2 TL getrocknete Kräuter unter den Teig. Besonders gut passen:
- Petersilie
- Schnittlauch
- Thymian
- Oregano
- Basilikum
Die Kräuter erst gegen Ende der Knetzeit unterarbeiten.
Käse-Toastbrot
Für ein würziges Toastbrot kannst du 60 bis 100 g fein geriebenen Käse unterkneten.
Gut geeignet sind:
- Gouda (mild)
- Emmentaler (nussig)
- Cheddar (kräftiger)
- Bergkäse (intensiv)
Bei 100 g Käse kannst du die Flüssigkeit im Teig um etwa 1 bis 2 EL reduzieren, da der Käse beim Backen Feuchtigkeit abgibt.
Pizza-Toastbrot
Für eine mediterrane Variante mischst du
- 60 g geriebenen Mozzarella,
- 1 TL Oregano und
- optional 1 bis 2 EL fein gewürfelte, gut abgetropfte getrocknete Tomaten
unter den Teig. Der Mozzarella sorgt für Saftigkeit, Oregano für die typische Pizza-Note. Perfekt als Basis für überbackene Sandwiches.
Speck-Käse-Toastbrot
Für eine herzhafte Variante mit extra Aroma kannst du 50 bis 70 g knusprig angebratene Speckwürfel und 60 g geriebenen Käse wie Gouda oder Emmentaler unter den Teig kneten.
Wichtig: Speck vorher vollständig abkühlen lassen und gut abtropfen, damit der Teig nicht zu fettig wird. Dieses Toastbrot eignet sich besonders gut für herzhafte Frühstücks-Sandwiches.
Protein-Toastbrot
Für eine eiweißreichere Variante kannst du 80 bis 100 g Skyr oder Magerquark in den Teig einarbeiten. Reduziere dafür die Milch um etwa 50 bis 70 ml, damit der Teig nicht zu weich wird.
Skyr sorgt für eine etwas festere Struktur und mehr Protein, während Quark das Toastbrot besonders saftig macht. Der Teig kann minimal kompakter wirken, geht aber bei ausreichend Knetzeit und Gehzeit trotzdem locker auf.
Wofür eignet sich selbst gebackenes Toastbrot?
Selbstgebackenes Toastbrot ist ein echter Allrounder und weit mehr als nur Frühstücksbrot. Durch seine weiche, feinporige Struktur eignet es sich für süße und herzhafte Gerichte gleichermaßen.
Sandwiches
Ob klassisches Sandwich mit Käse und Schinken, Club-Sandwich, oder auch ausgefallenere Varianten – dieses selbst gebackene Toastbrot ist für alle Sandwiches perfekt geeignet.
Frühstück & süße Varianten
Zum Frühstück ist Toastbrot ein Klassiker. Getoastet mit Butter und Marmelade, Honig oder Nusscreme – oder als Basis für French Toast, Arme Ritter oder süße Aufläufe. Durch die milde, leicht süßliche Note harmoniert es perfekt mit fruchtigen und cremigen Toppings.
Belegte Brote & schnelle Snacks
Auch ungetoastet eignet sich das Brot hervorragend für belegte Brote mit Avocado, Ei, Frischkäse oder Hähnchen. Es ist weich genug für schnelle Snacks, aber stabil genug für Meal-Prep-Varianten oder Lunchboxen.
Aufstriche & Dips
Toastbrot ist die ideale Begleitung zu selbstgemachten Aufstrichen – ob herzhaft mit Hummus, Frischkäsecreme oder Eiersalat oder süß mit Konfitüre und Schokoaufstrich.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Damit dein Toastbrot weich bleibt, solltest du es nach dem vollständigen Auskühlen nicht komplett luftdicht verschließen, da es sonst schwitzen kann. Ideal ist ein Brotkasten mit leichter Luftzirkulation.
Alternativ kannst du das Brot in ein sauberes Küchentuch wickeln und anschließend locker in eine Dose oder einen Gefrierbeutel legen. So bleibt es etwa 2 bis 3 Tage bei Zimmertemperatur frisch.
Ist es doch einmal trocken geworden, kannst du es zu Semmelbröseln verarbeiten oder einen unserer Tipps nutzen, um das alte Brot wieder frisch zu machen.
Tipp: Im Kühlschrank sollte Toastbrot nicht gelagert werden, da es dort schneller austrocknet und altbacken wirkt.
Toastbrot einfrieren & auftauen
Das selbst gebackene Toastbrot eignet sich hervorragend zum Einfrieren – sowohl am Stück als auch in Scheiben.
Toastbrot in Scheiben einfrieren
Am praktischsten ist es, das Toastbrot bereits in Scheiben zu schneiden. Verpacke die Scheiben luftdicht und friere sie ein. Tiefgekühlt sind sie etwa 2 bis 3 Monate haltbar.
Zum Auftauen kannst du einzelne Scheiben direkt in den Toaster geben oder bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
Ganzes Toastbrot einfrieren
Auch ein kompletter Laib lässt sich einfrieren. Gut verpackt hält er sich etwa 6 Monate.
Zum Auftauen das Brot vollständig bei Zimmertemperatur auftauen lassen (2 bis 3 Stunden). Decke es dabei mit einem Küchentuch ab. Anschließend kannst du es noch bei 150 °C Ober-/Unterhitze etwa 5 bis 10 Minuten aufbacken.
Alternativ kannst du das Toastbrot auch direkt aus dem Gefrierfach im Ofen auftauen. Lege es dafür bei 160 °C Ober-/Unterhitze für etwa 18 bis 22 Minuten in den Ofen.