Klassisches Rezept für Hühnerfrikassee: so einfach gelingt Hausmannskost
Cremiges Familienrezept wie früher, aber stressfrei zubereitet

Dieses Hühnerfrikassee Rezept ist ein echter Klassiker der deutschen Hausmannskost: zartes Hähnchen, cremige Sauce und feines Gemüse machen das Familiengericht seit Generationen so beliebt. Mit unserem klassischen Grundrezept gelingt dir Hühnerfrikassee einfach selber - alltagstauglich, aromatisch und herrlich vertraut im Geschmack.
Zutaten
Für die Hühnerbrühe
Für das Hühnerfrikassee
- Esslöffel
- Fleischmesser
- großer Topf
- großes feines Sieb
- Holzkochlöffel
- kleine Schüssel
- Küchenwaage
- Schneebesen
- Schneidebrett
- Suppenkelle
- Universalmesser
Nährwerte pro Portion
(Datenbasis)- Kalorien
- 841 kcal
- Proteine
- 83 g
- Fett
- 46 g
- Kohlenhydrate
- 18 g
Hühnerfrikassee zubereiten
Schritt 1 Suppenhuhn vorbereiten
- 1 Suppenhuhn
Suppenhuhn gründlich von innen und außen waschen. Danach den Bürzel entfernen und das Hähnchen in einen Topf geben.


Tipp: Der Bürzel bezeichnet die Schwanzwurzel des Huhns. Hier sitzt eine Fettdrüse, mit welchem das Huhn sein Gefieder fettet. Da das Fett die Brühe tranig oder bitter schmecken lassen kann, entfernen wir diese großzügig.
Schritt 2 Suppengemüse schneiden
- 1 Bund Suppengrün
Suppengemüse waschen und ggf. schälen. Anschließend alles in grobe Stücke schneiden und mit in den Topf geben.

Schritt 3 Zwiebel schneiden
- 1 Zwiebel
Danach die Zwiebeln schälen, in grobe Stücke schneiden und ebenfalls in den Topf geben.

Schritt 4 Hühnerbrühe kochen
- 2000 ml Wasser
- 1 EL Salz
- Optional: Lorbeer, Piment, Pfefferkörner
Garzeit:2 Std.Topf mit Wasser aufgießen und salzen. Alles einmal aufkochen und abgedeckt bei mittlerer Stufe für 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen.

Tipp: Wenn du möchtest kannst du an dieser Stelle auch Gewürze, wie Lorbeer, Piment oder schwarzen Pfeffer dazugeben.
Schritt 5 Fleisch aus der Brühe nehmen
Wenn das Fleisch weich ist, aus der Brühe nehmen und kurz abkühlen lassen. Dafür mit einer Fleischgabel einstechen. Wenn sich diese wieder leicht löst, ist das Fleisch gar. Alternativ ein Fleischthermometer verwenden. Bei 75°C ist das Fleisch gar.

Schritt 6 Brühe abseihen
Die Brühe durch ein Sieb gießen, dabei auffangen und beiseitestellen.

Schritt 7 Fleisch vom Knochen lösen
Das Hähnchenfleisch vom Knochen und von der Haut befreien. Anschließend in mundgerechte Stücke schneiden oder zupfen.


Schritt 8 Mehlschwitze herstellen
- 3 EL Butter
- 4 EL Mehl
Butter in einem Topf schmelzen, Mehl dazugeben und klümpchenfrei verrühren.

Schritt 9 Sauce einkochen lassen
- 200 g Sahne
- 1400 ml Hühnerbrühe
Unter ständigem Rühren nun die Sahne und die Brühe dazu gießen. Alles cremig, einkochen und dabei regelmäßig umrühren, damit nichts festkocht.

Schritt 10 Karotten schneiden
- 2 Karotten
Karotten schälen und in Würfel schneiden.

Schritt 11 Champignons dazugeben
- 150 g Champignons
Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Gemeinsam mit den Karotten in die Sauce geben und für 5 bis 10 Minuten mitkochen.


Schritt 12 Spargel und Erbsen dazugeben
- 100 g Spargelspitzen (TK oder Konserve)
- 200 g TK-Erbsen
Spargelspitzen falls nötig auftauen und in einem Sieb abtropfen lassen. Anschließend mit den Erbsen und dem Hähnchenfleisch in die Sauce geben. Alles einmal aufkochen.



Schritt 13 Hühnerfrikassee abschmecken
- ½ Zitrone (Saft)
- Salz und Pfeffer
- Für die Deko: Petersilie
Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und danach mit Reis und frisch gehackter Petersilie servieren.

Warum du dieses Hühnerfrikassee lieben wirst
Ein klassisches Hühnerfrikassee braucht gar nicht viele Zutaten – sondern vor allem eine gute Brühe und etwas Zeit. Genau deshalb schmeckt die selbstgemachte Variante so viel besser als die aus der Packung: Die Sauce wird herrlich cremig, das Hähnchen bleibt schön saftig und das Gemüse sorgt für den richtigen Biss.
Das Rezept eignet sich perfekt für ein gemütliches Familienessen, lässt sich aber auch prima vorbereiten. Wenn noch etwas übrigbleibt, schmeckt das Frikassee am nächsten Tag sogar fast noch besser.
Welches Hähnchen eignet sich am besten?
Am aromatischsten wird das Frikassee mit einem ganzen Hähnchen. Während es köchelt, entsteht ganz nebenbei eine kräftige Brühe – und genau die macht später den Unterschied.
Wenn es schneller gehen soll, gibt es aber auch Alternativen:
- Hähnchenbrust ist nach etwa 15 bis 20 Minuten gar und perfekt für die schnelle Feierabendküche.
- Hähnchenschenkel bleiben besonders saftig und bringen ebenfalls viel Geschmack mit. Plane hierfür 30 bis 40 Minuten Kochzeit ein.
Hast du noch Fleisch von einem Suppenhuhn oder Brathähnchen übrig? Perfekt! Damit lässt sich Hühnerfrikassee wunderbar als Resteverwertung zubereiten.

So erkennst du die perfekte Sauce
Die Mehlschwitze sorgt dafür, dass das Frikassee seine typisch cremige Konsistenz bekommt. Lass Butter und Mehl nur kurz anschwitzen – sie sollen hell bleiben und keine Farbe bekommen.
Tipp: Gib die Brühe nach und nach dazu und rühre dabei kräftig um. Die Sauce sollte am Ende einen Kochlöffel leicht umhüllen. Ist sie noch zu dünn, darf sie einfach ein paar Minuten weiter köcheln. Ist sie zu dick geworden, hilft ein Schluck Brühe.
Noch mehr Infos zur richtigen Mehlschwitze findest du in unserem Rezept:,
Die häufigsten Fehler bei Hühnerfrikassee und wie du sie vermeidest
Keine Sorge, viel kann bei diesem Geflügelgericht eigentlich nicht schiefgehen. Diese kleinen Tipps helfen trotzdem weiter:
- Die Sauce wird klumpig? Brühe immer langsam einrühren.
- Das Fleisch ist trocken? Erst ganz zum Schluss in die Sauce geben und nur noch heiß werden lassen.
- Das Gemüse ist matschig? Lieber etwas kürzer garen – es darf ruhig noch Biss haben.
- Der Geschmack fehlt? Dann braucht die Sauce meist einfach noch etwas Zitronensaft, Salz oder Pfeffer.
- Die Sauce ist zu flüssig? Mit etwas Speisestärke gelöst in kaltem Wasser kannst du sie andicken.

Welche Beilage passt zu Hühnerfrikassee?
Ganz klassisch wird Hühnerfrikassee mit lockerem Reis serviert. Der nimmt die cremige Sauce besonders gut auf und ist deshalb seit Generationen die beliebteste Beilage.
Diese Beilagen passen aber auch hervorragend:
- Salzkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Baguette oder Bauernbrot
- ein knackiger Blattsalat als frische Ergänzung
Die passenden Rezepte findest du natürlich auch auf eat.de:
Hühnerfrikassee verfeinern
Schon mit ein paar kleinen Zutaten kannst du deinem Hühnerfrikassee eine ganz persönliche Note verleihen. Dabei bleibt der klassische Geschmack erhalten, bekommt aber je nach Variante etwas mehr Frische, Würze oder Cremigkeit.
Zum Verfeinern eignen sich zum Beispiel:
- Zitronensaft oder etwas Zitronenabrieb für eine frische, leichte Note.
- Kapern, wenn du dein Frikassee etwas würziger und leicht säuerlich magst.
- Frischer Spargel statt Spargel aus dem Glas – besonders in der Spargelsaison eine tolle Wahl.
- Blumenkohlröschen oder Lauch als leckere Gemüsevariation.
- Frisch gehackte Petersilie oder etwas Kerbel als aromatischer Abschluss.
Noch mehr Varianten gesucht? Dann schau dir unbedingt auch unsere anderen Rezepte für Hühnerfrikassee an:
Hühnerfrikassee legieren – was bedeutet das?
Wenn du dein Hühnerfrikassee besonders cremig und samtig möchtest, kannst du die Sauce zum Schluss legieren. Dafür verrührst du 1 Eigelb mit etwas Sahne und gibst die Mischung unter ständigem Rühren in die heiße Sauce.
Wichtig dabei:
- Die Sauce sollte nicht mehr kochen, sondern nur noch heiß sein.
- Rühre die Eigelb-Sahne-Mischung langsam ein.
- Anschließend das Frikassee nur noch vorsichtig erwärmen.
So bekommt die Sauce eine besonders feine Konsistenz und einen noch volleren Geschmack – ganz wie beim klassischen Original.
Resteverwertung leicht gemacht
Falls etwas übrigbleibt, kannst du das Frikassee ganz unkompliziert weiterverwenden. Oft schmeckt es am nächsten Tag sogar noch aromatischer.
Aus Resten werden zum Beispiel:
- Blätterteigpasteten
- eine Füllung für herzhafte Crêpes
- eine cremige Sauce zu Nudeln

Hühnerfrikassee mit französischen Wurzeln
Auch wenn Hühnerfrikassee heute ein echter Klassiker der deutschen Hausmannskost ist, liegen seine Wurzeln in Frankreich. Das Wort „Fricassée“ bezeichnet ursprünglich ein Ragout aus hellem Fleisch in einer weißen Sauce.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das Hühnerfrikassee, wie wir es heute kennen: Mit zartem Hähnchen, Gemüse und einer hellen, cremigen Sauce. Gerade dieser vertraute Geschmack macht das Gericht für viele zu einem echten Kindheitsklassiker.
Hühnerfrikassee richtig aufbewahren und einfrieren
Gut verschlossen hält sich Hühnerfrikassee im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Lass es vor dem Kühlen vollständig auskühlen und erwärme es später langsam, bis es wieder richtig heiß ist.
Zum Einfrieren eignet sich das Gericht ebenfalls hervorragend:
- Portionsweise einfrieren, sobald es vollständig abgekühlt ist.
- Im Gefrierfach hält sich Hühnerfrikassee bis zu 3 Monate.
- Zum Auftauen am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen und anschließend schonend erwärmen.
Hast du das Frikassee noch nicht legiert, ist jetzt der beste Zeitpunkt dafür. Wurde die Sauce bereits mit Eigelb legiert, kann sie nach dem Auftauen leicht ausflocken. Daher empfiehlt es sich, die Legierung erst frisch nach dem Erwärmen einzurühren.
So hast du jederzeit ein selbstgemachtes Hühnerfrikassee griffbereit, das fast genauso gut schmeckt wie frisch gekocht.















