Zutaten
Klassisches Chateaubriand zubereiten
Schritt 1 Rinderfilet vorbereiten und temperieren
- 800 g Rinderfilet
Rinderfilet etwa 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Raumtemperatur annimmt. Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und gegebenenfalls von restlichen Sehnen und Silberhaut befreien.
Tipp: Für ein klassisches Chateaubriand wird ausschließlich das gleichmäßig dicke Mittelstück verwendet. Falls dein Filet wie bei uns noch nicht zugeschnitten ist, die schmalen Endstücke sauber abschneiden und beiseitelegen.
Schritt 2 Filet salzen
- 1 TL Salz
Anschließend von allen Seiten gleichmäßig salzen.
Schritt 3 Backofen vorheizen
Den Backofen auf 120 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder eine ofenfeste Form bereitstellen.
Schritt 4 Rinderfilet scharf anbraten
- 2 EL Sonnenblumenöl
Eine Pfanne mit dem Sonnenblumenöl stark erhitzen und das Rinderfilet von allen Seiten jeweils 30 bis 45 Sekunden scharf anbraten, bis sich eine schöne, gleichmäßige Bräunung bildet.
Schritt 5 Chateaubriand garen
- schwarzer Pfeffer
Das Filet anschließend auf das vorbereitete Backblech legen, leicht pfeffern und im Ofen für 50 bis 60 Minuten schonend garen, bis eine Kerntemperatur von 56 °C erreicht ist.
Tipp: Ein Fleischthermometer ist hier sehr empfehlenswert, damit du den perfekten Gargrad triffst.
Schritt 6 Fleisch ruhen lassen und aufschneiden
Das Chateaubriand aus dem Ofen nehmen und etwa 3 bis 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Fleischsäfte verteilen. Anschließend in ca. 4 cm dicke Scheiben schneiden und sofort servieren.
Kerntemperatur – der Schlüssel zum perfekten Chateaubriand
Bei einem hochwertigen Rinderfilet entscheidet die Kerntemperatur über das Ergebnis. Schon wenige Grad machen einen deutlichen Unterschied bei Saftigkeit und Textur. Damit dein klassisches Chateaubriand genau den gewünschten Gargrad erreicht, solltest du die Temperatur unbedingt kontrollieren.
So misst du die Kerntemperatur richtig:
- Verwende ein Fleisch- oder Bratenthermometer.
- Führe die Messspitze seitlich in die dickste Stelle des Mittelstücks ein.
- Die Spitze sollte genau im Kern sitzen – nicht zu nah an der Oberfläche.
Tipp: Nach dem Herausnehmen steigt die Temperatur durch die Resthitze noch um etwa 1 bis 2 °C. Nimm das Fleisch daher kurz vor Erreichen der Wunschtemperatur aus dem Ofen.
| Garstufe | Kerntemperatur | Ergebnis |
|---|---|---|
| Rare | 48 bis 50 °C | sehr roter Kern, weich und saftig |
| Medium Rare | 54 bis 56 °C | rosa, zart, saftig |
| Medium | 58 bis 60 °C | leicht rosa, noch saftig |
| Well Done | ab 62 °C | komplett durchgegart, fest |
Für ein klassisches Chateaubriand empfehlen wir 54 bis 56 °C. So bleibt das Fleisch besonders zart und saftig – genau so, wie man es sich wünscht.
Qualität des Fleisches
Beim klassischen Chateaubriand steht das Fleisch im Mittelpunkt – und genau deshalb verwenden wir nur das gleichmäßig dicke Mittelstück vom Rinderfilet.
Die schmalen Enden werden vorher abgeschnitten, weil sie schneller durchgaren würden. Das Mittelstück sorgt dagegen für ein schönes, gleichmäßig rosa Ergebnis von Rand bis Kern – genau so, wie man es erwartet.
Achte beim Kauf besonders auf folgende Qualitätsmerkmale:
- gleichmäßig dickes Mittelstück
- kräftig rote, frische Farbe
- feine, dezente Marmorierung
- feste, elastische Struktur beim Andrücken
- möglichst trocken gereiftes Fleisch für intensiveren Geschmack
Hier gilt ganz klar: Je besser die Qualität, desto beeindruckender wird dein Chateaubriand auf dem Teller.
Was tun mit den abgeschnittenen Filet-Enden?
Die Endstücke sind viel zu schade zum Wegwerfen – und oft sogar besonders aromatisch.
Filetmedaillons
Die dickeren Endstücke kannst du in kleinere Medaillons schneiden und kurz in der Pfanne braten. Perfekt für ein schnelles Steakgericht.
Geschnetzeltes
In Streifen geschnitten eignen sie sich hervorragend für Rinderfilet-Geschnetzeltes mit Rahmsauce oder Pilzen.
Steak-Sandwich
Kurz scharf angebraten und dünn aufgeschnitten passen sie ideal in ein hochwertiges Steak-Sandwich.
Rinderfilet-Spieße
In Würfel geschnitten lassen sie sich wunderbar als Spieße grillen oder in der Pfanne braten.
Varianten für dein Chateaubriand
Auch ein Klassiker darf kreativ interpretiert werden. Hier ein paar Ideen, wie du dein Chateaubriand variieren kannst.
Mit Kräuterkruste
Bestreiche das angebratene Filet vor dem Ofengang dünn mit Dijon-Senf und drücke eine Mischung aus gehackter
- Petersilie,
- Thymian und
- Rosmarin
darauf. So entsteht eine aromatische Kräuterkruste für dein Chateaubriand.
Mit Pfefferkruste
Drücke grob zerstoßenen schwarzen oder bunten Pfeffer rundum ins Fleisch. Das sorgt für eine würzige Note und leichte Schärfe.
Mit Knoblauchbutter
Lege in den letzten 10 Minuten ein Stück Knoblauchbutter auf das Fleisch. Sie schmilzt langsam und macht das Filet noch saftiger. Besonders aromatisch wird es mit selbst gemachter Knoblauchbutter:
Rückwärts gegart
Du kannst das Filet auch zuerst bei 100 bis 120 °C im Ofen auf Kerntemperatur bringen und anschließend kurz und kräftig anbraten. Diese Methode sorgt für besonders gleichmäßige Garung.
Beilagen, Saucen & Wein – das passt zum Chateaubriand
Ein klassisches Chateaubriand ist ein echtes Highlight – und genau deshalb dürfen die Begleiter nicht nur „irgendwie“ passen. Hier kommen Ideen, wie du dein Rinderfilet perfekt in Szene setzt.
Klassische Kartoffelbeilagen
Kartoffeln sind der traditionelle Partner zu Rinderfilet. Sie nehmen Sauce wunderbar auf und bringen Sättigung ohne dem Fleisch die Show zu stehlen. Dabei kannst du zwischen verschiedensten Varianten wählen:
Gemüse als frischer Ausgleich
Da das Filet sehr zart und puristisch ist, sorgt Gemüse für einen frische Touch und geschmacklichen Kontrast auf dem Teller. Serviere dazu:
Die perfekte Sauce zum Chateaubriand
Auch wenn ein gutes Rinderfilet eigentlich kaum Sauce braucht – ein Löffel davon macht es einfach perfekt. Besonders gut passt:
Weinempfehlung – was passt dazu?
Zu einem klassischen Chateaubriand passen kräftige, trockene Rotweine mit Struktur.
Sehr gut harmonieren:
- Cabernet Sauvignon
- Merlot
- Bordeaux-Cuvée
- Rioja Reserva
- kräftiger Spätburgunder
Wer lieber Weißwein trinkt, greift zu einem im Holz ausgebauten Chardonnay.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Frisch zubereitet schmeckt klassisches Chateaubriand natürlich am besten. Reste kannst du luftdicht verpackt 1 bis 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Zum Aufwärmen das Fleisch in Scheiben schneiden und bei niedriger Hitze in der Pfanne oder bei 80 bis 100 °C im Ofen langsam erwärmen. Nicht zu heiß – sonst wird es trocken.
Resteverwertung
Übrig gebliebenes Filet lässt sich wunderbar weiterverwenden:
Kalt genießen
Übrig gebliebenes Chateaubriand lässt sich hervorragend kalt genießen. Dünn aufgeschnitten schmeckt es am nächsten Tag fast wie Roastbeef – perfekt auf frischem Baguette oder Brot. Am besten schmeckt das selbst gebacken:
Steak-Salat
In feine Streifen geschnitten passt es wunderbar in einen kräftigen Blattsalat mit Rucola, Parmesan und einem leichten Senf-Dressing:
Steak-Sandwich
In Scheiben geschnitten und in ein knuspriges Toastbrot gelegt, wird es zum echten Highlight. Besonders gut passen Senf, Rucola und ein paar gehobelte Parmesanstreifen. Wer mag, ergänzt noch karamellisierte Zwiebeln oder etwas Meerrettichcreme:
Gewürfelt in Pasta
In kleine Würfel geschnitten kannst du das Fleisch kurz in etwas Butter oder Olivenöl in der Pfanne erwärmen und unter eine schnelle Pasta mit Knoblauch, Tomaten oder einer leichten Rahmsauce mischen – ein unkompliziertes, aber luxuriöses Restegericht.
Tipp: Wenn du das klassische Chateaubriand noch einmal erwärmen möchtest, dann sehr schonend bei etwa 80 bis 100 °C im Ofen. So bleibt es saftig und gart nicht weiter durch.