Zutaten
Brot mit Trockenhefe und Weizenmehl backen
Schritt 1
- 1 TL Zucker
- 350 ml lauwarmes Wasser
Zuerst eine Kastenform (30 x 12 cm) oder Brotbackform mit Backpapier auslegen. Den Zucker im lauwarmen Wasser auflösen.
Schritt 2
- 500 g Weizenmehl Typ 405
- 1 TL Salz, gestrichen
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 2 EL Olivenöl
In einer großen Schüssel Weizenmehl, Salz und Trockenhefe miteinander vermischen, mittig eine Mulde formen und Olivenöl sowie die Wasser-Zucker-Lösung hineingeben.
Schritt 3
Ruhezeit:1 h
Alles zu einem glatten Teig verkneten und diesen abgedeckt an einem warmen Ort 45 bis 60 Minuten aufgehen lassen.
Schritt 4
Ruhezeit:20 min
Auf der bemehlten Arbeitsfläche den Hefeteig unter kurzem Kneten in Form bringen und in der Backform nochmals ca. 20 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Schritt 5
Backzeit:40 min
Nun das Brot mit etwas Wasser bestreichen, mit einem scharfen Messer waagerecht einschneiden und auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen.
Zubereitungstipps
Damit dein Brot zu Hause wirklich gut gelingt, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Schritte der Teigführung, des Gehens und des Backens.
Trockenhefe richtig aktivieren
Trockenhefe braucht warme Flüssigkeit, damit sie ihre Triebkraft entfaltet. Zeigen sich kleine Bläschen auf der Oberfläche, ist die Hefe aktiv. Das Wasser darf aber auch nicht zu heiß sein, da die Hefe ab einer Temperatur von 45 °C nicht mehr arbeitet. Optimal ist eine Temperatur von 30 bis 37 °C.
Teig kneten und ruhen lassen
Ein gut gekneteter Teig ist das A und O für lockeres, luftiges Brot mit schöner Porung. Knete den Teig etwa 8 bis 10 Minuten von Hand oder 5 bis 7 Minuten mit der Küchenmaschine, bis er elastisch und geschmeidig ist. Zu langes Kneten kann aber die Struktur kaputtmachen.
Tipp: Mach die Fensterprobe, um zu prüfen, ob der Teig genug geknetet ist: Ziehe ein kleines Stück Teig auseinander – lässt es sich so dünn ausziehen, dass du fast hindurchsehen kannst, ohne dass es reißt, ist der Teig optimal.
Kruste & Backzeit kontrollieren
Heize den Ofen richtig vor, damit dein Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe von Anfang an gleichmäßig backt. Du kannst die Kruste gegen Ende mit einem Stück Alufolie abdecken, wenn sie zu dunkel wird. So bekommt das Innere Zeit, weich und locker zu bleiben.
Teigruhe beachten
Lass den Teig sichtbar aufgehen, er sollte ca. das doppelte an Volumen zunehmen. Je nach Umgebungstemperatur kann es schneller gehen oder auch länger dauern als die Zeit im Rezept. Gerade bei Weizenbroten ist das Aufgehen wichtig für eine offene Krume.
Tipp: In unserem Beitrag findest du noch mehr typische Fehler beim Brotbacken und wie du sie vermeiden kannst.
Zutaten austauschen
Nicht alle Zutaten da? Kein Problem – hier sind gelingsichere Alternativen für Trockenhefe, Weizenmehl und Wasser:
Trockenhefe
Trockenhefe kannst du durch frische Hefe ersetzen: 1 Päckchen Trockenhefe entspricht 25 g frische Hefe.
Löse die frische Hefe aber in etwas lauwarmem Wasser auf, bevor du sie in den Teig gibst.
Mehl ersetzen
Du kannst das Weizenmehl auch durch Dinkelmehl Typ 630 tauschen. Wenn du Vollkorn bevorzugst, kannst du die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen. Vollkornmehl bindet aber mehr Flüssigkeit. Gib also bei 500 g Mehl etwa 50 bis 75 ml Wasser zusätzlich dazu.
Glutenfreie Mehlmischungen sind auch möglich. Verwende am besten eine, die für Brot vorgesehen ist, hier ist zusätzliches Bindemittel schon enthalten.
Flüssigkeit
Warmes Wasser ist die Basis, aber du kannst ⅓ bis ½ davon durch lauwarme Milch ersetzen für einen weicheren Geschmack. Vollmilch oder auch pflanzliche Milchalternativen funktionieren ebenfalls.
Brot kreativ abwandeln
Mit einfachen Änderungen wird dein Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe zu etwas ganz Besonderem und bringen Abwechslung auf den Teller:
Saaten & Körner
Füge dem Teig vor dem Backen als Topping
- Sonnenblumenkerne,
- Leinsamen,
- Pinienkerne,
- Kürbiskerne
- Mohn
- Haferflocken
- oder Sesam
hinzu. Das sorgt für Struktur, Geschmack und eine attraktive Kruste.
Tipp: Streiche die Teigoberfläche etwas mit Wasser ein, dann haften sie besser.
Kräuterbrot
In den Teig kannst du fein gehackte Kräuter wie
- Petersilie,
- Schnittlauch,
- Dill,
- Basilikum,
- Oregano,
- Thymian oder
- Rosmarin
geben – am besten frisch und in Maßen (etwa 2 bis 3 EL auf 500 g Mehl). Frische Kräuter solltest du immer erst am Ende des Knetens einarbeiten, damit sie ihr volles Aroma entfalten.
Für ein Kräutertopping eignen sich grob gehackter Rosmarin oder Thymian, die du vor dem Backen leicht andrückst, oder eine dünne Schicht Kräuterbutter, die das Brot beim Backen aromatisch umhüllt.
Mit Oliven oder Tomaten
Gib grob gehackte Oliven oder getrocknete Tomaten in den Teig für ein mediterranes Aroma.
Tipp: Gib noch als Topping etwas geriebenen Parmesan 5 bis 10 Minuten vor Ende der Backzeit auf den Teig für eine knusprige Parmesan-Kruste.
No-Knead-Ansatz
Wenn du es besonders unkompliziert willst, kann ein No-Knead-Ansatz funktionieren, bei dem du einfach Mehl, Wasser, Hefe und Salz verrührst, lange ruhen lässt und dann backst – so entstehen lockere Brote mit minimalem Aufwand. Statt einem ganzen Päckchen Trockenhefe (7 g) reichen meist:
- 0,3 bis 0,5 g Trockenhefe
- oder 1 bis 2 g frische Hefe
Diese geringe Menge genügt, wenn der Teig 12 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur ruht. Die lange Fermentation sorgt nicht nur für Lockerung und Volumen, sondern auch für mehr Aroma und bessere Bekömmlichkeit. Wiege die Hefe am besten mit einer Feinwaage ab.
Tipp: Nutze kühles oder zimmerwarmes Wasser, damit der Teig langsam startet und nicht überreift. Ideal für die Vorbereitung am Vortag.
Lange Teigführung im Kühlschrank
Du möchtest deinem Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe besonders viel Aroma, eine bessere Bekömmlichkeit und eine schön lockere Krume verleihen? Dann probiere die lange Teigführung im Kühlschrank – einfach, planbar und mit tollem Ergebnis.
So geht’s Schritt für Schritt:
- Hefemenge stark reduzieren: Verwende nur 1 bis 2 g Trockenhefe (ca. ⅓ – ½ Teelöffel) oder 3 bis 5 g frische Hefe – das genügt vollkommen für die lange Gehzeit.
- Kaltes Wasser verwenden, damit die Hefe langsam arbeitet und sich das Aroma optimal entfalten kann.
- Mehl, Wasser, Hefe und Salz wie gewohnt zu einem Teig verarbeiten und gründlich durchkneten.
- Den Teig in eine Schüssel geben und luftdicht abdecken (z. B. mit Deckel oder Frischhaltefolie).
- Anschließend für 8 bis 24 Stunden in den Kühlschrank stellen – am besten auf die untere Ablage.
- Vor dem Backen etwa 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen, damit der Teig wieder etwas Temperatur annimmt. Danach wie gewohnt weiterverarbeiten und backen.
Beilagen & Servierideen
Frisch gebackenes Weißbrot ist mehr als nur eine Beilage – es ist die perfekte Grundlage für vielfältige Snacks, Mahlzeiten oder schnelle Gerichte. Hier findest du Anregungen, wie du es kreativ servieren kannst.
Herzhafte & süße Aufstriche
Ob zum Frühstück, Brunch oder Abendbrot – Aufstriche machen dein Brot im Handumdrehen zum Genuss:
Belegte Brote
Klassisch, einfach und immer lecker – ein frisch belegtes Brot ist perfekt als Snack oder schnelle Mahlzeit:
- Mit Käse, Schinken oder Salami
- Mit Tomate, Gurke, Ei oder Avocado
- Mit veganem Aufschnitt, Räuchertofu oder Grillgemüse
Als Grundlage dafür kannst du Pesto oder aromatisierte Butter wählen:
Sandwiches & überbackene Varianten
Etwas raffinierter, aber schnell gemacht: Diese Ideen machen dein Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe zum echten Highlight:
Mit diesen Ideen wird dein selbstgebackenes Brot zum vielseitigen Alleskönner – für jede Tageszeit und jeden Geschmack.
Lagerung & Haltbarkeit
So bleibt dein selbstgebackenes Brot möglichst lange frisch und genussbereit:
Haltbarkeit bei Zimmertemperatur
Damit dein selbstgebackenes Brot möglichst lange frisch bleibt, solltest du es trocken, luftig und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern. Am besten eignet sich ein Brotkasten, die eine leichte Luftzirkulation ermöglicht. So bleibt es ca. 3 Tage frisch und aromatisch. Wie du alternativ dein Brot aufbewahren kannst, erfährst du in unserem Beitrag.
Tipp: Ist dein Brot doch trocken geworden, kannst du in unserem Beitrag nachlesen, wie du altes Brot wieder frisch machst.
Einfrieren
Du kannst dein Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe in Scheiben geschnitten oder im ganzen Laib einfrieren. In einem luftdichten Gefrierbeutel halten sich die Scheiben problemlos bis zu 3 Monate und du kannst jederzeit einzelne Scheiben entnehmen. Am Stück eingefroren ist es sogar ca. 6 Monate haltbar.
Auftauen & Aufbacken
Lass eingefrorene Scheiben bei Zimmertemperatur auftauen oder gib sie direkt in den Toaster, so werden sie wieder warm und knusprig.
Ein ganzer Laib solltest du auch bei Zimmertemperatur vollständig auftauen lassen und bei 150 °C Ober-Unterhitze ca. 10 bis 15 Minuten aufbacken, bis die Kruste wieder knusprig ist.
Wichtig: Lege das Brot beim Auftauen mit der Schnittkante nach unten auf ein Holzbrett und decke es mit einem sauberen Küchentuch ab – so bleibt es saftig und trocknet nicht aus.
Tipp: Alternativ kannst du das Brot aus Weizenmehl und Trockenhefe auch direkt gefroren in den Ofen geben – verlängere in diesem Fall die Backzeit um etwa 5 bis 10 Minuten, je nach Größe.
warum den Teig vor dem Backen mit Trockenhefe, Weizenmehl und Wassermix bestreichen
Hallo Rita,
danke für den Hinweis, der Satz hat es sich etwas missverständlich lesen lassen.
Wir haben es gleich verbessert.
Beste Grüße,
Maria
Ich glaube es handelt sich hierbei um mein absolutes Lieblingsrezept für Brot. Ich habe bereits viele Mehlvarianten (Dinkel glatt, VK, Kamut…) ausprobiert. Das Olivenöl macht den Teig besonders fluffig. Danke fürs Rezept.
Hej Isa,
vielen Dank für deine Nachricht.
Wir freuen uns sehr, dass dir das Rezept so sehr gefällt und schmeckt.
Olivenöl ist hier wirklich der Gamechanger.
Beste Grüße,
Maria
Ich habe das erste mal überhaupt gebacken und es sieht so gut aus. Das Brot ist einfach zu Backen und ich werde es wiederholen. Danke für das Rezept. Bei yt ist der Daumen hoch und ein Abo habe ich dagelassen.
Hallo Matthias, das freut uns sehr! Vielen Dank für deinen Support und weiterhin viel Spaß beim Nachbacken und Nachkochen! ☺️
Liebe Grüße, Nadine
Super Rezept, super Ergebnis 😊
Das Rezept ist ziemlich gut beschrieben und einfach nachzubacken. Der Teig wurde jedoch etwas zu klebrig. Mit etwas mehr Mehl war das Problem gelöst und das Brot ist super lecker geworden
Hey Laura, danke für deinen Kommentar! Freut uns, dass dich unser Rezept überzeugen konnte & der Teig doch noch gut wurde.😊
Liebe Grüße, Nadine
Ich Hab das Brot nun im Ofen u d bin gespannt auf das Ergebnis. Hab bisher nur Ein Dinkelbrot regelmäßig gebacken dies ist also Neuland für mich. Ich hoffe das wird was. Habe das Rezept genau befolgt aber in den ruhe Zeiten ist der Teig nicht wirklich aufgegangen. also daumen drücken