Zutaten
Rote Bete fermentieren
Schritt 1
- 500 g Rote Bete
Handschuhe anziehen und anschließend mit einem Sparschäler die Rote Bete schälen.
Schritt 2
- 2 Knoblauchzehen
- 15 g Meerrettich, frisch
Die geschälte Rote Bete in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Knoblauch und Meerrettich schälen und in die Schüssel reiben.
Schritt 3
- 10 g Salz
- 1 Estragonzweig
Ruhezeit:24 h
Die Hälfte des Salzes und den Estragon dazugeben und gründlich vermengen. Dies nun im Kühlschrank für 24 Stunden stehen lassen.
Schritt 4
- 1 Lorbeerblatt
- 500 ml Wasser
- 10 g Salz
Die Rote Bete nun in sterilisierte Einmachgläser aufteilen, den Lorbeer dazugeben und das Wasser mit der anderen Hälfte an Salz mischen. Anschließend die Gläser mit dem Wasser aufgießen. Lasse dabei zum Rand etwa 5 cm Platz, damit die Rote Bete genug Platz beim Fermentieren hat.
Schritt 5
Jetzt die Rote Bete zum Fermentieren mit einem Gärgewicht oder in eine saubere Tüte verpackte Murmeln beschweren.
Schritt 6
Verschließe zuletzt die Gläser und lagere sie für mindestens 14 Tage an einem dunklen Ort bei konstanter Zimmertemperatur. Danach kannst du die fermentierte Rote Bete genießen.
Wie lange ist fermentierte Rote Bete haltbar?
Durch die Fermentation bleibt die Rote Rübe lange haltbar. Solange sie gut verschlossen ist, kannst du fermentierte Rote Bete etwa 4 bis 6 Monate im Kühlschrank lagern. Achte außerdem unbedingt darauf, dass sie dabei immer mit Flüssigkeit bedeckt ist.
Tipp: Damit die Rote Bete nicht verdirbt, solltest du immer sauberes Besteck benutzen, wenn du etwas davon entnimmst.
Davon, fermentierte Rote Bete einzufrieren, raten wir ausdrücklich ab, da Textur und Geschmack spätestens beim Auftauen darunter leiden werden.
Hast du, beispielsweise nach dem Fermentieren, noch Reste der frischen Roten Bete übrig, lassen sich diese übrigens problemlos einfrieren. In unserem Magazinbeitrag zeigen wir dir, wie das am besten gelingt:
Rote Beete einfrieren: Roh oder gekocht?
Jetzt bekennen wir Farbe! Rote Beete sorgt für Power und Painting auf dem Teller! …
Fermentierte Rote Bete verfeinern und abwandeln
Dir ist unser Rezept zu langweilig? Mit wenigen Zutaten kannst du es aufpeppen und der fermentierten Roten Bete deine ganz eigene Geschmacksnote verleihen.
Mehr Aromen
Nicht nur Lorbeerblätter oder Estragon eignen sich zum Fermentieren. Du kannst auch zusätzliche Gewürze wie Kümmel, Piment, Senfkörner, Gewürznelken der Pfefferkörner hinzufügen, um den Geschmack zu variieren. Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Dill können ebenfalls interessante Aromen beisteuern. 🌿 Insbesondere das Gurkenkraut passt hervorragend zur Roten Bete und sorgt für eine frische Note.
Mehr Süße
Du magst es gerne süßer? Dann füge einfach einen Teelöffel Zucker oder Honig dazu. 🍯 Damit bekommt die fermentierte Rote Bete nicht nur einen leicht süßlichen Geschmack, sondern du förderst außerdem den Fermentationsprozess, denn der Zucker kann dabei helfen, die Aktivität der Milchsäurebakterien zu steigern.
Mehr Säure
Möchtest du der fermentierten Roten Bete eine erfrischend säuerliche Zitrusnote verleihen, gib einfach etwas geriebene Zitrone- oder Orangenschale hinzu. 🍋🍊 Auch die Säure der Zitrusfrüchte kann die Fermentation beschleunigen. Außerdem sorgen die Früchte für einen erhöhten Vitamin-C-Gehalt im Rezept.
Mehr Schärfe
Wer es lieber schärfer mag, kann dem Rezept beispielsweise etwas Chili zufügen. 🌶️ So bekommt es eine pikante Note und die Kombination aus süßsaurer Roter Bete und scharfen Chilis fordert deine Geschmacksnerven heraus. Wir empfehlen, unsere selbst gemachten Chiliflocken zu verwenden:
Mehr Geschmack
Du siehst – dir sind beim Herstellen der fermentierten Roten Bete kaum geschmackliche Grenzen gesetzt. Du magst Gemüse? Warum also nicht die Rote Rübe mit Karotten, Sellerie oder Fenchel kombinieren?
Großer Beliebtheit erfreut sich außerdem die Kombo aus Roter Bete und Apfel. 🍏 Kein Wunder, passt der erdige Rübengeschmack doch hervorragend zur säuerlichen Süße des Apfels.
Tipp: Für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis kannst du auch auf Meerrettich, Knoblauch und Gewürze verzichten und unser Rezept stattdessen mit 1 Vanilleschote, 1 kleinem Stückchen Ingwer sowie 1 EL Rohrohrzucker zubereiten.
Warum ist fermentierte Rote Bete gesund?
Der – maßvolle! – Genuss von fermentierter Rote Bete hat mehrere gesundheitliche Vorteile. ❤️ Die wichtigsten haben wir hier für dich kurz zusammengestellt:
Probiotika
Die Fermentation fördert das Wachstum von nützlichen Bakterien (Probiotika), die gut für deine Darmgesundheit sind.
Nährstoffreichtum
Rote Bete ist reich an Vitaminen (wie Vitamin C und Folsäure) und Mineralstoffen (wie Eisen und Magnesium). Durch die Fermentation kannst du diese Nährstoffe besser aufnehmen.
Antioxidantien
Rote Bete enthält Antioxidantien, die helfen können, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
Verdauungsfördernd
Fermentierte Lebensmittel unterstützen deine Verdauung und können dabei helfen, dein Immunsystem zu stärken.
Wer sollte keine fermentierte Rote Bete essen?
Wer bestimmte gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte eher auf den Genuss von fermentierte Roter Bete verzichten. ❌ Dazu gehören Menschen mit
- empfindlichem Magen
- Histaminintoleranz
- Nierenproblemen
Weil es wichtig ist, zu wissen, wann der Verzehr von Roter Bete wirklich gefährlich werden kann, haben wir das Wichtigste zum Thema für dich noch einmal in einem Magazinbeitrag zusammengefasst:
Wann kann rote Beete gefährlich werden?
Rote Beete, auch Rote Rübe genannt, ist nicht nur für weiße Kleidung …
Was kann ich mit fermentierter Roter Bete essen?
Fermentierte Rote Bete lässt sich vielseitig verwenden. Du kannst sie pur snacken oder als Beilage reichen. Wir zeigen dir, womit sie sich gut kombinieren lässt.
Salate
Sie macht sich hervorragend als Zutat in bunten Blattsalaten 🥗, wie unserem knackigen einfachen Lollo-Rosso-Salat, denen du mit dem richtigen Topping noch den notwendigen Biss verleihen kannst:
Sandwich, Burger & Co.
Auf Sandwiches und Burgern oder in Wraps sorgst du mit etwas fermentierter Rote Bete für zusätzlichen Geschmack und Crunch. 🥪Probiere es doch mal aus:
Fleisch
Als Beilage zu Fleischgerichten, insbesondere zu Wild, kannst du fermentierte Rote Bete auch gut servieren. 🥩 Unsere Küche empfiehlt:
Tipp: Du kannst kleine Mengen fermentierter Roter Bete auch in leckeren und gesunden Smoothies verarbeiten.
Ich hab es noch nicht probiert, doch ich könnte mir vorstellen, dass ich eher enttäuscht wäre, weil es nicht schmeckt, wie der fertige „Rote-Rüben-Salat“ im Glas 😅 … Ich muss aber auch zugeben, dass ich diesen meist abgießen und mit Joghurt strecken muss, weil er mir sonst zu intensiv ist!
… deshalb generell: Warum nicht einfach als Gemüse garen und zum Schluss vorsichtig (abfärben!) unter einen Gemüseeintopf heben?
Hallo Monika,
fermentierte Rote Bete und dein „Rote-Rüben-Salat“ aus dem Glas sind nicht das dasselbe und sollten deshalb auch nicht miteinander verglichen werden. Wer sauer eingelegtes Gemüse mag, sollte der fermentierten Roten Bete gern mal eine Chance geben. 😊
Du kannst die Rote Bete natürlich auch einem Eintopf hinzufügen. Da gibt es viele Möglichkeiten. 😊
Liebe Grüße
Katha
Stimmen 40 gr Salz ? Ich dachte, man nimmt 2 % Salz auf die Menge zu fermentierendes Gemüse. Das sind dann 14 g?
Hej Ilona,
die 2 % Salz sind ein Richtwert, der mindestens eingehalten werden muss, damit die Fermentation funktioniert. Da hast du Recht.
Magst du dein Gemüse etwas salziger, kannst du mehr verwenden.
Nur wiederum nicht zu viel, sonst werden die Milchsäurebakterien gehemmt.
Wir haben unser Rezept noch einmal entsprechend angepasst.
Viel Spaß beim Nachmachen und beste Grüße,
Maria
Ich bin gerade dabei das Rezept zu probieren. Meine rote Beete hat jetzt 24h gezogen mit Meerrettich Knobi und Estragon.
Jetzt hab ich zwei Fragen: es ist jetzt schon ziemlich salzig. Sind weitere 20g Salz nicht viel zu salzig?
Außerdem verwirrt mich, dass das ganze im Kühlschrank fermentierte soll.
Geht es nicht auch klassisch: 5 Tage zimmerwarm und dann im Keller aufbewahren?
LG
Hi Kathrin,
die weiteren 20 g Salz dienen ja dazu um eine Salzlake herzustellen, mit welcher du dann dein Glas auffüllen kannst. Je nach Glas passt vielleicht etwas mehr oder weniger Wasser hinein. Wichtig ist hierbei aber, dass die Rote Bete immer mit Flüssigkeit bedeckt ist und die Salzkonzentration erhalten bleibt, sonst funktioniert die Fermentation nicht richtig. Die Rote Bete nimmt davon dann gar nicht mehr so viel auf.
Wir fermentieren die Rote Bete direkt im Kühlschrank, da dort immer eine konstante Temperatur herrscht und wir keinen Keller haben. Die klassische Variante müsste aber auch funktionieren. Je nachdem, wie intensiv der Geschmack sein soll, lässt du die fermentierte Rote Bete bei Zimmertemperatur stehen und stellst sie anschließend kühl und dunkel, um die Fermentation zu bremsen. 🙂 Lass uns gern wissen, ob dieser Weg bei dir gut funktioniert hat.
Liebe Grüße
Katha