Auf den Punkt gebracht:

  • 500 ml Saft/700 g Rote Beete am Tag
  • zwischen roh und gekocht abwechseln
  • bei Vorerkrankungen der Harnwege reduzieren
  • ungeeignet in der Stillzeit und für Säuglinge in den ersten Monaten

Ist Rote Beete gesund?

Ganz klar Ja! Rote Bete enthält eine Reihe an hochwertigen Inhaltsstoffen wie Folsäure, Vitamine und Mineralstoffe und hilft sogar gegen manche Krankheiten. Beispielsweise kann ein regelmäßiger Konsum der Rübe gegen Bluthochdruck helfen, da sie die oft verengten Blutgefäße erweitert.

Auch Sportler können von der Knolle profitieren. Roter Bete wird nachgesagt, dass sie die Bildung von Mitochondrien fördert, was sich in Form von Leistungssteigerung bemerkbar macht. Durch die bessere Durchblutung sorgt sie außerdem für eine bessere und zügigere Regeneration von Muskulatur und Bindegewebe. Aber auch die Vitalität und Leistungsfähigkeit im Alltag wird gestärkt.

Die Menge macht das Gift

Das winterliche Gartengemüse schmeckt dir und tut dir gut? Super, aber wie bei jeder Leckerei solltest du es nicht überdosieren. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind zwar nahezu unlimitiert positiv für dich, leider enthält Rote Beete aber auch Oxalate und Nitrate, die in höherer Menge zu gesundheitlichen Schäden führen können. Die Risiken betreffen meist den Harntrakt, da sich die Endprodukte in Nieren und harnableitenden Organen ablagern. Wer also zu Nierensteinen neigt, sollte den Genuss geringer halten.

Wenn du mehr über die Risiken von Oxalsäure und Nitraten sowie den Nebenwirkungen von Roter Bete erfahren möchtest, lies dazu unseren Beitrag Wann kann Rote Beete gefährlich werden?

Hinweis: Hast du bereits eine diagnostizierte Vorerkrankung des Stoffwechsels oder der beteiligten Organe, solltest du die Rote Rübe nicht ohne ärztliche Rücksprache verzehren!

Tägliche Dosis

Ob als Nahrungsergänzung, gekocht, roh oder als Saft, folgende Mengen solltest du am Tag nicht überschreiten:

  • 500 ml Saft aus Roter Beete
  • 700 g ungeputztes Gemüse
  • Nahrungsergänzungspräparate nach Packungsangabe

Für einen halben Liter Saft benötigst du 600-700 g rohe Knollen. Die tägliche Dosis gilt für die Gesamtmenge – wenn du also 500 ml Saft trinkst, solltest du nicht auch noch ein halbes Kilo in deinen Salat reiben!

Kampf der Geschlechter

Die empfohlene Höchstmenge sollte von Frauen auf keinen Fall überschritten werden – Männer können bis zu 100 ml/g mehr vertragen, sofern sie eher groß und kräftig gebaut sind. Bei Männern konnte die blutdrucksenkende Wirkung von Rote Bete nachgewiesen werden – allerdings neigen männliche Personen auch häufiger zu Nierensteinen und Harnwegserkrankungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft kannst du Rote Bete bedenkenlos in den empfohlenen Mengen verzehren. Aufgrund des hohen Folsäuregehaltes ist der Genuss sogar empfehlenswert. Stillende Mütter hingegen sollten wenig bis gar keine Bete essen, da die enthaltenen Nitrate zu Nitrit umgewandelt werden kann und schließlich über die Muttermilch an den Säugling gegeben werden. Nitrit kann dazu führen, dass der Sauerstofftransport im Blut verhindert wird. In diesem Zusammenhang spricht man von „Säuglings-Blausucht“. Daher ist die Rote Rübe für die ersten Monate nicht geeignet.

Du willst mehr?

Wenn du täglich Rote Bete als Saft trinkst, hast du vielleicht kein Tagesbudget an Roter Beete mehr übrig. Variiere doch zwischen den Versionen – ein leckeres Hamburger Labskaus mit der farbintensiven Rübe ist doch eine gute Alternative zum Saft. Die gekochte Beete ist überdies weniger risikoreich, du kannst also davon mehr genießen als vom Rohgemüse.

Dir gehen die Ideen aus? Kein Problem! Die Rote Knolle schmeckt auch wahnsinnig lecker als

Rote Beete
Variiere zwischen Rote Beete Versionen

Du kannst Rote Bete auch super einfach fermentieren. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Beitrag Rote Bete fermentieren | So funktioniert’s.