Auf den Punkt gebracht:

  • enthaltene Oxalsäure schädlich für Menschen mit Nierenerkrankungen
  • lange Lagerung des Rohgemüses erhöht das Risiko
  • enthaltenes Nitrit gefährlich für Säuglinge
  • farbintensives Gemüse sorgt für Verfärbungen

Maßvoll genießen

Die Rote Bete ist bei Sportlern, Veganern und im Rahmen einer Diät ein sehr beliebtes Gemüse. Sie enthält vor allem die Vitamine A, C und E in hoher Konzentration, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Natrium und Phosphate. Ein Übermaß oder eine zu einseitige Kost kann jedoch zu Mangelerscheinungen anderer Stoffe führen – auch die Rote Rübe ersetzt keine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten.

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Risiko Oxalsäure

Rote Beete kann aber auch gefährlich werden, beispielsweise durch Oxalate und Oxalsäuren. Diese sind biochemische Verbindungen, die ganz normal in Pflanzen enthalten sind und im Menschen meist als Stoffwechselendprodukt entstehen. Rote Bete enthält diese Oxalate durch den hohen Anteil an Magnesium, Kalium und Natrium. Der größte Teil der Oxalsäuren wird über die Harnwege ausgeschieden. Steigt der Oxalat-Spiegel im menschlichen Körper zu hoch an, lagern sich die Endprodukte in Nieren und harnableitenden Organen ab – so können Nierensteine und andere Erkrankungen der Harnwege entstehen.

Vorsicht: Wenn du bereits an einer Harnwegserkrankung leidest, solltest du lieber andere Gemüsesorten genießen!

Tipp: Beim Kochen wird Oxalsäure teilweise zerstört. Ist die Rote Beete dein Lieblingsgemüse, solltest du sie nicht ausschließlich roh verzehren.

Risiko Nitrate

Rote Beete kann auch aufgrund der erhaltenen Nitrate gefährlich sein. Besonders Säuglinge sind von den Risiken betroffen. Eine Rote Rübe aus dem eigenen Garten enthält vermutlich nur sehr wenig Nitrate. Diese Salze werden nämlich vor allem in Düngemitteln verwendet und gelangen über die Bewässerung von Feldern in deine Rote Beete. In geringen Mengen genossen, wirken sie vermutlich leistungssteigernd, daher gilt das rote Wintergemüse als Powerfood für Sportler.

Nitrate können aber im Körper zu Nitrit umgewandelt werden – und dann entstehen ernsthafte Risiken:

  • Säuglinge können Nitrit noch nicht verarbeiten, es kann die Sauerstoffversorgung des Blutes beeinträchtigen (Zyanose-Risiko)
  • Zellschädigungen durch kanzerogene Nitrosamine führen in Tierversuchen zu Tumorerkrankungen, beim Menschen ist dafür kein Nachweis vorhanden

Tipp: Die falsche Lagerung der rohen Beeten erhöht das Risiko der Nitrat-Freisetzung. In Folie eingeschlagen und mit Luftlöchern versehen, hält sie sich etwa eine Woche im Kühlschrank.

Schwangerschaft und Stillzeit

Rote Rübe enthält viel Folsäure, daher ist es gerade in der Schwangerschaft ein sehr geeignetes Gemüse. Folsäure ist nachweislich an der Blutbildung und am Zellwachstum von Mutter und Ungeborenem beteiligt. Stillende Mütter sollten aber besser nur geringe Mengen verzehren oder auf die Knolle verzichten, da die mögliche Nitrat-Belastung dem Säugling schaden kann. Werden Nitrite über die Muttermilch aufgenommen, können diese dazu führen, dass der Sauerstofftransport im Blut behindert wird und eine „Säuglings-Blausucht“ entsteht.

Es wird bunt

Rote Beete ist ein sehr farbintensives Gemüse. Nicht nur deine Kleidung, deine Arbeitsflächen und deine Hände können sich verfärben – auch deine Körperausscheidungen können nach dem Genuss eine rötliche bis tiefrote Färbung aufweisen.
Sofern du keine Schmerzen hast und der Effekt nicht mehrere Tage anhält, gehört die rote Farbe in der Toilette aber nicht zu den Risiken!

Tipp: Trage für eine saubere Küche Einweghandschuhe und eine Schürze bei der Zubereitung, entferne Spritzer auf der Arbeitsfläche direkt mit Zitronensaft oder Essigwasser!

Rote Beete schälen
Trage beim Verarbeiten Handschuhe, um Verfärbungen zu vermeiden

Wenn du wissen möchtest, wie du Rote Beete am besten schälst, schau bei unserem Beitrag Rote Bete richtig schälen vorbei.