Zutaten
Video: Grüne Klöße zubereiten
Grüne Klöße zubereiten
Schritt 1 Croutons zubereiten
- 50 g Butter
- 2 Weißbrot (Scheibe)
- Salz
Die Butter in einer Pfanne zergehen lassen. Toastscheiben in Würfel schneiden und anschließend in der Pfanne goldbraun braten. Dabei kräftig salzen.
Schritt 2 Kartoffeln reiben & kochen
- 1500 g mehligkochende Kartoffeln
Die Kartoffeln schälen, 1/3 davon kochen. Die anderen 2/3 der Kartoffeln fein reiben.
Schritt 3 Kartoffelmasse ausdrücken
Die geriebenen, rohen Kartoffeln anschließend kräftig ausdrücken. Dafür portionsweise in ein Passiertuch oder ein sauberes Küchentuch geben und das Wasser herausdrücken. Das Wasser dabei auffangen. Die Kartoffelmasse sollte sich danach nur noch leicht feucht anfühlen. Die ausgedrückten rohen Kartoffeln in eine Schüssel geben.
Schritt 4 Alles verkneten
- 2 EL Sahnemeerrettich
Die gekochten Kartoffeln etwas abkühlen lassen und abgießen. Anschließend ebenfalls reiben oder durch die Kartoffelpresse drücken und zu den rohen Kartoffeln geben. Danach Meerrettich unterrühren und alles zu einer geschmeidigen Masse verkneten.
Schritt 5 Kartoffelwasser abgießen
Das ausgedrückte Kartoffelwasser vorsichtig abgießen und die am Boden klebende Stärke unter die Kartoffelmasse mischen.
Schritt 6 Klöße formen & füllen
- evtl. etwas Kartoffelstärke
Die Kloßmasse zu gleichgroßen Kugeln formen. Dabei 1-2 Weißbrotwürfel in die Mitte geben. Anschließend den Kloß verschließen und noch einmal rund formen.
Tipp: Koche zuerst einen kleinen Probekloß, um zu sehen, ob die Masse zusammenhält. Wenn der Probekloß auseinanderfällt, kannst du noch etwas Kartoffelstärke unter die Masse mischen.
Schritt 7 Grüne Klöße ziehen lassen
Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und kräftig salzen. Die grünen Klöße hineingeben und anschließend für 10-15 Minuten leicht köcheln lassen. Sie dürfen nicht kochen, denn sonst fallen sie auseinander! Wenn die Klöße an der Wasseroberfläche schwimmen, die Hitze zurücknehmen und die grünen Klöße für weitere 10-15 Minuten ziehen lassen.
Grüne Klöße: FAQ
Was tun, damit die grünen Klöße nicht zerfallen?
Damit deine grünen Klöße sich nicht in kleine Teile auflösen, ist es wichtig das Wasser nicht sprudelnd kochen zu lassen. Lasse die Klöße nur in heißem Wasser ziehen. Zusätzlich hilft etwas Stärkemehl im Wasser.
Welche Kartoffeln für grüne Klöße?
Am besten eignen sich mehlig kochende Kartoffeln, denn die enthalten viel Stärke. Frühkartoffeln oder Kartoffeln, die lange gelagert wurden, funktionieren nicht so gut.
Wie werden die Klöße glatt?
Wenn du eine glattere Oberfläche bevorzugst, kannst du zum Formen deine Hände mit Speisestärke bemehlen. So werden die Klöße glänzend und glatt.
Das erzgebirgische „Neinerlaa“
Das erzgebirgische Original-Rezept von Oma gibt es leider nicht, denn jede Oma (oder Opa) macht die grünen Klöße auf ihre ganz eigene, besondere Art und Weise. Dennoch hat sich im Erzgebirge zur Weihnachtszeit etwas durchgesetzt: Das sogenannte Neunerlei, oder in Mundart „Neinerlaa“. Namensgebend besteht das Menü aus 9 Gerichten, hinter denen jeweils eine Bedeutung steckt. Essenziell sind dabei Linsen und Klöße. Die restlichen 7 Gerichte unterscheiden sich oft von Region zu Region und Familie zu Familie. Das gehört zum Neunerlei:
- Fleisch: Gans, Pute oder Kaninchen sollen Glück und Wohlstand bringen. Auch Bratwurst wird mancherorts serviert und soll für Kraft und Herzlichkeit stehen.
- Etwas Quellendes: wie Erbsen, Hirse oder Linsen stellen Kleingeld für das neue Jahr dar.
- Klöße: stehen für das große Geld Geld (aber nur, wenn man sie nicht zählt oder eine ungerade Zahl serviert).
- Sauerkraut: bringt Gesundheit und eine gute Ernte.
- Sellerie: steht für Fruchtbarkeit.
- Brot & Salz: symbolisieren die Herzlichkeit der Familie.
- Pilze & rote Bete: sollen Glück bringen.
- Semmelmilch mit Nüssen: soll die Familie stärken.
- Kompott: soll Freude bringen.
So könnte dein typisches „Neinerlaa“ aussehen:
Grüne Klöße Resteverwertung: Bratklöße
Die grünen Klöße schmecken auch am nächsten Tag noch wunderbar, beispielsweise als Bratklöße! Dafür die Klöße in Scheiben schneiden und in reichlich Butter knusprig braten. Das gab es schon bei Mutti und schmeckt auch jetzt noch super lecker!
Komme auch aus dem Erzgebirge, aber grüne Klöße sind das nicht, denn die werden nur aus rohe Kartoffeln gemacht.
Hey Liebi, bei den grünen Klößen scheiden sich (auch innerhalb des Erzgebirges 😁) die Geister. Es gibt sowohl Rezepte mit gekochten Kartoffeln als auch Rezepte ohne. Ich kenne die grünen Klöße mit gekochten Kartoffeln schon von meiner Oma. Diese Variante ist besonders beliebt, weil die Masse so einfach besser zusammenhält. Verrate uns aber gern dein Rezept für grüne Klöße, damit wir es ausprobieren können. 😊
Liebe Grüße Katha
Als Erzgebirger finde ich das Rezept toll.
Wenn man noch etwas feingeschnittene Zwiebel in den Teig mischt,gibt noch eine besondere Note.
Hey Min, das freut uns total 😊. Wir finden es auch super😄. Die Zwiebel hört sich gut an, das werden wir auch mal probieren.
Liebe Grüße
Katha
Ganz genau so wird es gemacht. Kein Vergleich mit Fertigprodukten. So ist man das von früher gewohnt. Sehr 👍
Vielen Dank für dein tolles Feedback Brigitta. Das freut uns total 😍
Liebe Grüße
Katha
Grüne Klöße, werden nur aus rohen Kartoffeln bereitet, also ohne die gekochten. Das sind dann eher Thüringer Klöße
Hey Uwe,
du hast Recht, in einigen Gegenden werden die grünen Klöße nur aus rohen Kartoffeln gemacht. Doch es haben sich auch viele Grüne Kloß-Rezepte mit gekochten Kartoffeln etabliert, da die Masse so etwas besser zusammenhält. So kenne ich es auch noch von meiner Oma aus dem Erzgebirge.😊 Die grünen Klöße aus rohen Kartoffeln, müssen wir aber auch unbedingt mal ausprobieren. 👍🏼
Viele Grüße
Katha
Ich kenne das Rezept auch ohne Meerrettich o. ae. Aber aus den Resten des ungekochten Klossteig lassen sich unter Zugabe von Buttermilch gebackene Kliess machen.
Hej Bärbel,
ja beim Meerrettich scheiden sich scheinbar die Geschmäcker, aber auch im Erzgebirge hat wohl jede Oma ihr ganz eigenes Rezept für die besten Klöße.
Danke für den Tipp mit der Buttermilch, das werden wir auf jeden Fall einmal ausprobieren. Bei uns gab es aus den restlichen Klößen bisher immer knusprige Bratklöße.
Danke und liebe Grüße,
Maria