Apfelsaft selber machen
ohne Entsafter

Apfelsaft selber machen funktioniert auch ohne Entsafter. Mit Äpfeln, Wasser und einem Topf bereitest du naturtrüben Apfelsaft ganz einfach selbst zu. Hier erfährst du außerdem, wie du ihn haltbar machst und richtig lagerst.
Zutaten
- Äpfel (am besten gemischte Sorten)
- Bügelflasche
- Esslöffel
- Geschirrtuch
- grobe Küchenreibe
- großer Topf
- großes feines Sieb
- Küchenwaage
- Lebensmittelthermometer
- Messbecher
- Passiertuch
- Suppenkelle
- Trichter
- Universalmesser
Nährwerte pro Flasche (ca. 900 ml)
(Datenbasis)- Kalorien
- 610 kcal
- Proteine
- 3,4 g
- Fett
- 0,5 g
- Kohlenhydrate
- 144 g
So funktioniert der KochmodusEin Schritt nach dem anderen – groß, mit Zutaten und Timer zur Hand. Dein Display bleibt an.
Apfelsaft herstellen
Schritt 1 Äpfel vorbereiten
- 2000 g Äpfel (am besten gemischte Sorten)
Die Äpfel gründlich waschen und trockenreiben. Braune oder faule Stellen großzügig herausschneiden.


Tipp: Eine Mischung aus süßen und säuerlichen Apfelsorten sorgt für ein besonders ausgewogenes Aroma.
Schritt 2 Äpfel kochen
- 1000 ml Wasser
Die Äpfel direkt bis zum Kerngehäuse in einen großen Topf reiben, damit möglichst kein Saft verloren geht. Das Wasser hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln lassen.



Schritt 3 Flaschen sterilisieren
Während die Äpfel köcheln, Flaschen und Deckel in einen Topf mit Wasser geben und zum Kochen bringen. Flaschen etwa 10 Minuten abkochen und anschließend auf einem sauberen Küchentuch abtropfen lassen.

Schritt 4 Apfelsaft abseihen
Ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch oder Passiertuch auslegen und auf einen zweiten Topf setzen. Die Apfelmasse hineingeben und den Saft auffangen. Anschließend die Masse vorsichtig mit einem Löffel durch das Tuch streichen oder das Tuch zusammendrehen und den restlichen Saft ausdrücken.



Tipp: Den aufgefangenen Apfeltrester nicht wegwerfen. Daraus lassen sich zum Beispiel Apfelmus oder Energy Balls zubereiten.
Schritt 5 Apfelsaft haltbar machen
- Optional: Zitronensaft, Zucker oder Agavendicksaft
Den Apfelsaft auf etwa 80 °C erhitzen, dabei den entstandenen Schaum abschöpfen und anschließend sofort heiß in die sterilisierten Flaschen füllen. Direkt verschließen.


Tipp: Nach Belieben kannst du den Apfelsaft mit etwas Zitronensaft verfeinern oder mit Zucker beziehungsweise Agavendicksaft süßen.
Schritt 6 Apfelsaft lagern
Die Flaschen vollständig abkühlen lassen und anschließend kühl, dunkel und möglichst bei gleichbleibender Temperatur lagern.

Tipp: Geöffnete Flaschen immer im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Tipps für selbst gemachten Apfelsaft
Mit wenigen Handgriffen gelingt selbst gemachter Apfelsaft besonders aromatisch und ausgewogen.
Welche Äpfel eignen sich am besten?
Grundsätzlich kannst du nahezu jede Apfelsorte verwenden. Besonders aromatisch wird der Apfelsaft jedoch, wenn du verschiedene Sorten kombinierst. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis aus Süße und Säure.
Besonders gut eignen sich:
- Boskoop für eine angenehme Säure
- Elstar für ein fruchtiges Aroma
- Jonagold für eine ausgewogene Süße
- Braeburn für eine leicht würzige Note
- Cox Orange für ein intensives Apfelaroma
Auch Fallobst eignet sich hervorragend zum Entsaften. Wichtig ist lediglich, braune, faule oder schimmelige Stellen großzügig zu entfernen.
Naturtrüb oder klar?
Dieser Apfelsaft wird naturtrüb. Dabei bleiben feine Fruchtbestandteile im Saft erhalten, wodurch er besonders aromatisch schmeckt.
Möchtest du einen klaren Apfelsaft herstellen, hast du zwei Möglichkeiten:
Tipp: Naturtrüber Apfelsaft schmeckt meist intensiver, während klarer Apfelsaft eine feinere Konsistenz hat.

Apfelsaft ohne Entsafter oder mit Gerät herstellen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Apfelsaft selbst herzustellen.
Ohne Entsafter
Für dieses Rezept benötigst du lediglich einen Topf, eine Küchenreibe und ein Passiertuch. Diese Methode eignet sich besonders gut für kleinere Mengen und wenn kein spezielles Küchengerät vorhanden ist.
Mit Dampfentsafter
Ein Dampfentsafter eignet sich vor allem für größere Mengen Äpfel. Der Saft wird durch den heißen Wasserdampf gewonnen und gleichzeitig pasteurisiert. Dadurch lässt er sich direkt heiß in Flaschen abfüllen.
Mit Entsafter oder Slow Juicer
Ein Entsafter oder Slow Juicer verarbeitet die Äpfel besonders schnell und schonend. Soll der Saft anschließend länger haltbar sein, muss er zusätzlich pasteurisiert oder heiß abgefüllt werden.
Apfelsaft verfeinern
Frisch gepresster Apfelsaft schmeckt oft bereits von Natur aus angenehm süß. Je nach Apfelsorte kannst du ihn nach dem Erhitzen und vor dem Abfüllen ganz nach deinem Geschmack verfeinern.
Süßer
Bei sehr säuerlichen Äpfeln kannst du den Saft zusätzlich süßen.
- 1 bis 2 EL Zucker
- oder 1 bis 2 EL Agavendicksaft
- oder 1 bis 2 EL flüssiger Honig
Die Mengen beziehen sich auf das gesamte Rezept mit 2 kg Äpfeln. Taste dich am besten langsam heran und probiere den Saft zwischendurch.
Frischer
Für eine frische Note und um das Braunwerden etwas zu verlangsamen, kannst du zusätzlich verwenden:
- 1 bis 2 EL Zitronensaft
- optional etwas fein abgeriebene Zitronenschale einer Bio-Zitrone
Tipp: Vor dem Abfüllen noch einmal abschmecken. Der Geschmack verändert sich nach dem Abkühlen leicht.
Apfeltrester weiterverwenden
Der beim Entsaften übrig gebliebene Apfeltrester enthält noch viel Aroma und Ballaststoffe und lässt sich vielseitig weiterverwenden.

Apfelmus
Den Apfeltrester mit 100 bis 200 ml Wasser nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen und anschließend fein pürieren. Nach Belieben mit etwas Zucker, Honig, Zimt oder Zitronensaft abschmecken.
Energy Balls
Den Apfeltrester mit 100 g zarten Haferflocken, 50 g gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen und 6 bis 8 weichen Datteln vermengen. Nach Belieben mit Zimt verfeinern, kleine Kugeln formen und anschließend mindestens 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
Kuchen oder Muffins
Etwa 100 bis 200 g Apfeltrester lassen sich problemlos unter einen Rührteig für Kuchen oder Muffins mischen. Dafür einfach die gleiche Menge Apfelmus oder einen Teil der Flüssigkeit ersetzen. So werden die Backwaren besonders saftig und erhalten ein feines Apfelaroma.
Apfelsaft haltbar machen, pasteurisieren & richtig lagern
Frisch gepresster Apfelsaft schmeckt direkt nach der Zubereitung besonders aromatisch. Möchtest du ihn länger aufbewahren, solltest du ihn pasteurisieren.
Dafür den Saft auf etwa 80 °C wie im Rezept erhitzen, den Schaum abschöpfen und anschließend sofort heiß in gründlich gereinigte, sterilisierte Flaschen füllen. Die Flaschen direkt verschließen.
Darauf solltest du achten:
Pasteurisierter Apfelsaft hält sich bei kühler und dunkler Lagerung bis zu 1 Jahr. Nicht pasteurisierter Apfelsaft sollte dagegen innerhalb von 2 bis 3 Tagen getrunken und stets im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Hinweis: Wird der Saft nicht ausreichend erhitzt oder unsauber abgefüllt, kann er zu gären beginnen. Erkennbar ist das unter anderem an Kohlensäure, einem aufgeblähten Deckel oder einem säuerlich vergorenen Geruch. Solchen Apfelsaft solltest du nicht mehr trinken.

Wie viel Apfelsaft erhält man aus Äpfeln?
Die Saftausbeute hängt von der Apfelsorte und ihrem Wassergehalt ab.
Als grobe Orientierung gilt:
| Äpfel | Apfelsaft |
|---|---|
| 2 kg | ca. 1,8 Liter |
| 5 kg | ca. 4 bis 4,5 Liter |
| 10 kg | ca. 8 bis 9 Liter |
Was kann man mit Apfelsaft machen?
Selbst gemachter Apfelsaft schmeckt nicht nur pur, sondern eignet sich auch hervorragend zum Kochen und Backen. Er verleiht vielen Gerichten eine fruchtige Süße und feine Apfelnote.
Häufige Fragen
Die Äpfel werden direkt in einen Topf gerieben, mit Wasser gekocht und anschließend durch ein Passiertuch oder Küchentuch gepresst. So lässt sich auch ohne Entsafter ganz einfach Apfelsaft selber machen.
Äpfel vorbereiten, mit Wasser kochen, den Saft durch ein Tuch filtern und anschließend heiß in sterile Flaschen abfüllen. So erhältst du naturtrüben, selbst gemachten Apfelsaft.
Für kleinere Mengen eignet sich dieses Rezept ohne Entsafter besonders gut. Größere Mengen lassen sich komfortabel mit einem Dampfentsafter oder Slow Juicer verarbeiten.
Am aromatischsten wird Apfelsaft aus einer Mischung süßer und säuerlicher Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold. Auch Fallobst kann verwendet werden, sofern beschädigte Stellen großzügig entfernt werden.
Aus 10 kg Äpfeln lassen sich je nach Sorte und Wassergehalt etwa 8 bis 9 Liter Apfelsaft herstellen.
Pasteurisierter und heiß abgefüllter Apfelsaft hält sich bei kühler und dunkler Lagerung bis zu einem Jahr. Nach dem Öffnen sollte er im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Für eine längere Haltbarkeit sollte der Apfelsaft auf etwa 80 °C erhitzt und anschließend heiß in sterile Flaschen abgefüllt werden. Dadurch wird er haltbar und das Risiko einer Gärung deutlich reduziert.
Sauerstoff lässt die natürlichen Inhaltsstoffe der Äpfel oxidieren. Ein bis zwei Esslöffel Zitronensaft können das Braunwerden etwas verlangsamen, ohne den Geschmack stark zu verändern.
Für klaren Apfelsaft kannst du ihn ein zweites Mal durch ein feines Passiertuch oder einen Kaffeefilter filtern oder den Saft über Nacht stehen lassen und anschließend vorsichtig vom Bodensatz abgießen.
Ja. Fallobst eignet sich sehr gut für Apfelsaft. Wichtig ist nur, faule oder schimmelige Stellen großzügig zu entfernen und ausschließlich einwandfreie Früchte zu verwenden.







