Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • nicht alle Apfelsorten zum Backen geeignet
  • Tafeläpfel nicht zu säuerlich und roh sehr lecker
  • Backäpfel roh zu sauer, entfalten volles Aroma beim Backen
  • Konsistenz der Äpfel beim Backen wichtig
  • Boskop, Cox Orange, Elstar und Jonagold beliebteste säuerliche Äpfel

Apfel gleich Apfel?

Auf keinen Fall – denn wer glaubt, jede Apfelsorte gleich gut zum Backen und auch für unterschiedliche Kuchen verwenden zu können, der irrt. Während Tafeläpfel roh lecker schmecken und schön knackig-süß sind, sind sie zum Backen meist ungeeignet. Für einen leckeren Apfelkuchen solltest du auf saure Apfelsorten zurückgreifen, die roh gegessen zwar nicht sonderlich intensiv oder einfach nur sauer schmecken, beim Backen aber zur Höchstform auflaufen.

Unser Tipp: Du möchtest nicht so viele unterschiedliche Äpfel kaufen oder weißt noch nicht, ob du lieber einen Apfelkuchen oder einen Obstsalat zubereiten möchtest? Dann greif’ doch zu einem „Allrounder“ wie dem Elstar – das sind säuerliche Äpfel, die roh und im Kuchen gut schmecken.

Geeignete säuerliche Äpfel zum Backen

Säure ist das Stichwort, wenn es um Äpfel geht, die sich bestens zum Backen eignen. Zum Kochobst zählende säuerliche Äpfel entfalten beim Kochen und Backen erst ihren vollen Geschmack und sind wunderbar aromatisch in einem Apfelkuchen. Auch auf die Konsistenz solltest du achten, wenn du saure Apfelsorten zum Kuchenbacken kaufen möchtest: Die Apfelstücke sollten

  • bissfest bleiben
  • nicht komplett zerfallen (dann eher nur zum Kochen verwenden)
  • nicht zu viel Flüssigkeit an den Teig geben

Tipp: Möchtest du einen Kuchen mit Apfelmus backen, dann entscheide dich für säuerliche Äpfel, die beim Einkochen stärker zerfallen.

Klassische Säuerliche Apfelsorten im Handel

Die meisten dieser säuerlichen Apfelsorten findest du heutzutage im Handel und bist damit für den nächsten Apfelkuchen gewappnet.

1. Boskop

  • Klassiker, wenn es um säuerliche Apfelsorten geht
  • relativ große Früchte mit festem Fruchtfleisch
  • intensiv-fruchtiger Geschmack mit viel Säure
  • vollreife, rote Boskop-Äpfel zum Backen verwenden
  • wird als Winterapfel ab November geerntet
  • dabei besonders gut für Kuchen mit Apfelmus geeignet
säuerliche Boskop Äpfel

2. Braeburn

  • mittelgroße bis große Äpfel mit glänzender Schale
  • saftiges Fruchtfleisch, dabei nicht zu matschig nach dem Backen
  • süß-säuerliches Aroma, eher „mittelsauer“
  • für Apfelkuchen und Apfelstrudel geeignet
  • wird im Oktober geerntet
Braeburn als säuerlicher Apfel

3. Elstar

  • sehr bekannte und beliebte saure Apfelsorte
  • mittelgroße Früchte: auf einer Seite gelb, auf der anderen rot
  • helles, saftiges Fruchtfleisch
  • sehr aromatisch und fein säuerlich im Geschmack mit leicht würzigem Aroma
  • Ernte ab September
Apfelsorte Elstar

4. Granny Smith

  • beliebte Apfelsorte mit mittelgroßen Früchten
  • gelbgrüne Schale und helles bis grünliches Fruchtfleisch
  • hat einen hohen Anteil an Fruchtsäuren
  • kann aber auch mit anderen Apfelsorten gemischt werden, um die Säure etwas abzumildern
  • wird ab Ende Oktober geerntet
säuerlicher Granny Smith Apfel

5. Jonagold

  • Klassiker zum Backen
  • große Früchte mit glänzender Schale
  • helles Fruchtfleisch mit süßem bis fein säuerlichem Geschmack
  • gut geeignet für Apfelmuffins oder Apple-Pie
Jonagold Apfel

6. Topaz

  • Neuzüchtung von 1984 mit speckiger Schale
  • festes, saftiges Fruchtfleisch mit feiner und angenehmer Säure
  • reift wie alle gut lagerfähigen Winteräpfel erst nach der Ernte
Apfelsorte Topaz

Weitere säuerliche Apfelsorten zum Backen

1. Bismarckapfel

  • alte, eher unbekannte Apfelsorte mit dicker Schale
  • duftet ganz leicht nach Vanille
  • weißes, sehr säuerliches Fruchtfleisch
  • roh gegessen nur minimales Aroma
  • Ernte ab Oktober
  • lange Lagerfähigkeit
Bismarckäpfel

2. Cox Orange

  • sehr beliebt, wenn es um säuerliche Apfelsorten geht
  • alte Apfelsorte mit relativ kleinen Früchten
  • saftiges, mittelfestes Fruchtfleisch
  • feiner, leicht säuerlicher Geschmack
  • Erntezeit des Herbstapfels ist Oktober
Cox Orange Apfel

3. Glockenapfel

  • alte Apfelsorte mit nicht ganz glatter Oberfläche
  • optisch ansprechende „rote Bäckchen“
  • dabei recht trockenes Fruchtfleisch
  • Backäpfel mit absolut erfrischender Säure
  • Ernte im Dezember
Glockenapfel

4. Gravensteiner

  • alte Apfelsorte mit großen, rötlich gestreiften Früchten
  • glatte, sich etwas fettig anfühlende Schale
  • helles, saftiges Fruchtfleisch mit süß-säuerlichem Aroma
  • dabei leicht würzig im Geschmack
  • gut geeignet für Kuchen mit bissfesten Apfelstücken, beispielsweise Omas gedeckter Apfelkuchen
Gravensteiner Apfel

5. Holsteiner Cox

  • recht unbekannte Apfelsorte mit tollem Aroma
  • mittelgroße bis große Früchte mit hellem Fruchtfleisch
  • säuerlicher und leicht würziger Geschmack
  • Erntezeit des Herbstapfels ab September
Holsteiner Cox Apfel

Tipp: Vom Holsteiner Cox legst du dir besser keine großen Vorräte an, denn das Fruchtfleisch wird bei längerer Lagerung schnell mehlig.

6. James Grieve

  • mittelgroße Früchte mit gelber Schale und sonnenseits roten Streifen
  • mittelfestes, sehr saftiges Fruchtfleisch mit angenehmer Säure
  • schmeckt jedoch auch roh sehr gut
  • Erntezeit des Sommerapfels ab Mitte August
James Grieve Apfel

7. Pilot

  • eher unbekannte Apfelsorte mit mittelgroßen Früchten
  • raue Schale und druckfestes Fruchtfleisch
  • süß-säuerlicher Geschmack mit angenehmer Spritzigkeit
  • Aroma erinnert dabei leicht an Nüsse
  • Winterapfel ist geeignet für Kuchen und gefüllte Bratäpfel
Pilot Apfel

Doch lieber süß?

Wenn du süße Apfelsorten bevorzugst, empfehlen wir dir zum Backen zum Beispiel den leuchtend roten Gala mit seinem festen, gelblichen Fruchtfleisch oder den sehr süßen Fuji, eine erst seit 1962 erhältliche Kreuzung aus den Sorten Ralls Janet und Red Delicious.

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