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Auf den Punkt gebracht:

  • entstammt dem mittelalterlichen Europa
  • Varianten: Crêpe, Palatschinken, Blini, Pancake, Kaiserschmarrn
  • unterschiedliche Zubereitung: mit Hefe, ohne Hefe, dick, dünn, groß, klein
  • unterschiedliche Beilagen: süß oder herzhaft
  • Grundrezept Pfannkuchen: 30min, fünf Zutaten

Woher kommt der Pfannkuchen?

Dass sich der Pfannkuchen irgendwann einmal weltweit verbreitet hat, überrascht nicht. Schließlich kann kaum ein Frühstück den Pancake toppen und herzhaft zubereitet machen Blini und Crêpes so mancher Pizza Konkurrenz. Irgendwann einmal soll der Pfannkuchen im mittelalterlichen Europa entstanden sein. So aßen die Menschen damals oft Eierspeisen, ähnlich dem heutigen Omelette. Durch die Zugabe von Mehl hat sich der Eierkuchen entwickelt, der im Laufe der Zeit dann die unterschiedlichsten Namen angenommen hat: In Deutschland ist er als Pfannkuchen oder Eierkuchen bekannt, die Franzosen nennen ihn Crêpe, in Russland heißt er Blini, in Nordamerika ist es der Pancake, in Österreich der Palatschinken oder Kaiserschmarrn und in Ungarn der Palatcsinta.

Unterschiede von Crêpes, Pfannkuchen & Co.

Worin unterscheiden sich Pfannkuchen, Crêpes, Palatschinken, Blinis, Pancakes und Kaiserschmarrn? Wir klären dich auf!

Pfannkuchen

Allein innerhalb Deutschlands gibt es die unterschiedlichsten Namen für den berühmten Kuchen aus der Pfanne. Zum Beispiel:

  • Pfannkuchen
  • Eierkuchen
  • Puffer
  • Hefepfannkuchen oder
  • Berliner Pfannkuchen.

So kann er auf verschiedenste Weise zubereitet werden: mal mit Backpulver, mal ohne, mal mit Hefe, mal mehr und mal weniger süß. Nur eines kann er zumindest bei uns auf einen Nenner bringen: Abgesehen vom Kartoffelpuffer, der aus Kartoffeln zubereitet wird, wird der Eierkuchen bei uns überwiegend als Süßspeise zubereitet. In vielen anderen europäischen Ländern wird er gerne auch mal herzhaft genossen.

Im Gegensatz zum Crêpe ist der Eierkuchen etwas dicker, im Gegensatz zum Pancake nicht allzu süß. Der Berliner Pfannkuchen sieht dem eigentlichen Pfannkuchen so gar nicht mehr ähnlich und wird gerne mal mit Marmelade gefüllt.

Der gewöhnliche Pfannkuchen besteht aus: Weizenmehl, Milch, Eiern, Zucker, Butter und einer Prise Salz. Gelegentlich wird noch etwas Zucker hinzugegeben. Genau genommen besteht übrigens ein kleiner Unterschied zum Eierkuchen: Dieser enthält vorwiegend Eier und dafür weniger Mehl.

Tipp: Es gibt auch Variationen vom Pfannkuchen, in denen Obst eingebacken wird. Bei uns beispielsweise auch als Apfelpfannkuchen bekannt. Dafür kannst du alle möglichen Obstsorten, wie Birnen, Bananen oder Pfirsiche verwenden.

Crêpes

Der Crêpe ist ein beliebter Klassiker der französischen Küche und meist hauchdünn. So wird er am besten in einer speziellen Pfanne, der Crêpepfanne, zubereitet. Diese ist groß und sehr flach, sodass der Crêpe darin gut gebraten werden kann.

Der Crêpe kann süßlich – mit Zimt und Zucker, Apfelmus, Schokoladencreme oder Marmelade, aber auch herzhaft – wie eine Pizza belegt werden. Nach dem Belegen wird er eingerollt, in Papier gepackt und auf der Hand gegessen. Eier sind beim Crêpe wichtig, allerdings nicht ganz so wichtig wie beim Eierpfannkuchen.

Grundrezept für Crepes

Pancakes

Der Pfannkuchen ist so beliebt, dass er sich sogar bis nach Nordamerika ausbreiten konnte. Pancakes sind viel süßer und luftiger als die meisten europäischen Varianten und kleiner und etwas dicker, da sie mit Backpulver zubereitet werden. Die Amerikaner essen Pancakes gerne mit Ahornsirup und zum Frühstück auch mal mit kleinen Bratwürstchen.

Kaiserschmarrn

Kaiserschmarrn ist ein typisches Gericht der österreichischen Küche. Der Teig wird ähnlich wie beim Pfannkuchen in der Pfanne gebraten, aber nach dem Stocken in Stücke zerteilt.

Kaiserschmarrn zerrupfen

Außerdem wird Kaiserschmarrn immer süß serviert mit Puderzucker oder klassisch mit Zwetschgenröster.

Blini

Der Blini ist der russische Pfannkuchen. Er ähnelt dem uns bekannten Hefepfannkuchen. Im Unterschied zum klassischen Pfannkuchen werden Blinis oft mit Hefe, Buchweizenmehl oder Gries zubereitet. Der Blini wird süß oder herzhaft serviert, gerne auch mal mit Füllung. Die Zubereitung ist aufwendiger als bei Crêpes oder Pfannkuchen, da der Teig bis zu 6 Stunden gehen sollte. Soll der Blini herzhaft werden, wird er mit Hackfleisch, Gemüse oder geräuchertem Fisch, gerne auch mal mit Kaviar serviert. Als Süßspeise wird er mit frischen Früchten, Quark, Marmelade, Zucker und Zimt oder mit Schokocreme angerichtet.

Palatschinken

Der Palatschinken ist der österreichische Pfannkuchen, kommt aber ursprünglich aus Rumänien („Placinta“) und hat sich wahrscheinlich weiter über Ungarn nach Österreich verbreitet. Der Palatschinken wird dünner zubereitet und wie der Crêpe herzhaft oder süß serviert. Die Österreicher bestreichen ihn vorwiegend mit Marillenmarmelade oder Quark und rollen ihn anschließend ein. Die Ungarn bereiten den Teig übrigens auch gerne mal mit einem Schuss Rum zu.

Egal, für welche Art von Pfannkuchen du dich auch entscheiden wirst: Damit er dir am Ende gelingt, ist es wichtig, dass du ihn richtig brätst und das tust du am besten bei mittlerer Temperatur. So stellt du sicher, dass er dir auch nicht verbrennt. Warm halten kannst du Pfannkuchen übrigens prima im Backofen.

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