Bayerische Rupfhauben mit Äpfeln wie früher von Oma: quarkig, süß und oberlecker
Süßer bayerischer Pfannenklassiker mit saftigen Apfelspalten

Rupfhauben mit Äpfeln wie von Oma sind genau das Richtige, wenn du Lust auf weichen Quarkteig, warme Äpfel und eine milchig-süße Note hast. Direkt aus der Pfanne schmecken die kleinen Teighauben besonders gut und machen sich sowohl als süßes Mittagessen als auch als üppiges Dessert richtig gut.
Zutaten
Für den Teig:
Außerdem:
- säuerliche Äpfel
- Esslöffel
- große Bratpfanne
- Holzkochlöffel
- Küchenwaage
- Messbecher
- Nudelholz
- Pfannendeckel
- Rührschüssel
- Schneidebrett
- Teigkarte
- Universalmesser
Nährwerte pro Pfanne (∅ 27 cm)
(Datenbasis)- Kalorien
- 2209 kcal
- Proteine
- 70 g
- Fett
- 72 g
- Kohlenhydrate
- 315 g
So funktioniert der KochmodusEin Schritt nach dem anderen – groß, mit Zutaten und Timer zur Hand. Dein Display bleibt an.
Rupfhauben mit Äpfeln wie von Oma zubereiten
Schritt 1 Äpfel schneiden
- 2 säuerliche Äpfel
Als Erstes die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden.

Schritt 2 Teig zubereiten
- 250 g Weizenmehl Typ 405
- 100 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
- 20 g Butter
- 1 Ei
- 25 g Zucker
- 4 EL Wasser
- Prise Salz
Für den Teig Mehl, Quark, Butter, Ei, Zucker, Wasser und eine Prise Salz zügig zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

Schritt 3 Teig teilen
Anschließend den Teig für eine Pfanne in 8 gleich große Stücke teilen.

Schritt 4 Teig ausrollen
Nun die Teiglinge auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz zu flachen runden Fladen ausrollen.

Schritt 5 Milch kochen
- 700 ml Milch
- 20 g Butter
- 20 g Zucker
Als Nächstes die Milch zusammen mit Butter und Zucker in einer beschichteten Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Kurz köcheln lassen, bis sich alle Zutaten gelöst und miteinander verbunden haben.

Tipp: Lass die Milch wirklich nur sanft köcheln, nicht aufkochen. So kocht sie nicht über oder setzt sich am Pfannenboden ab.
Schritt 6 Äpfel in die Milch geben
Jetzt die Äpfel in die Milch geben und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.

Schritt 7 Teig platzieren
Dann die Teigfladen mittig anheben. Vorsichtig und locker in die Milch setzen, sodass dabei eine Haube entsteht.

Schritt 8 Rupfhauben backen
Zum Schluss die Pfanne mit dem Deckel schließen und die Rupfhauben in der leicht köchelnden Milch für 20 bis 30 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze backen lassen. Währenddessen den Deckel nicht abnehmen. Ist die Milch verkocht, die Pfanne sofort vom Herd nehmen und die Rupfhauben mit Äpfeln warm servieren.

Die richtigen Äpfel für Rupfhauben nach Omas Rezept
Bei den Äpfeln lohnt es sich, nicht nur nach Säure, sondern auch nach Festigkeit auszuwählen. Sehr weiche oder bereits mehlig gewordene Früchte zerfallen beim längeren Garen schneller. Wähle also lieber festere Äpfel, die auch nach dem Kochen noch angenehm Biss behalten.
Bei den Sorten greifst du am besten zu:
- Boskop
- Elstar
- Granny Smith
Weitere passende Apfelsorten stellen wir dir in unserem Magazinbeitrag vor.
Muss man die Äpfel schälen?
Nicht zwingend. Bei Äpfeln mit dünner, zarter Schale kannst du sie problemlos dranlassen. Ist die Schale dagegen dick oder etwas ledrig, schmecken die Rupfhauben ohne Schale angenehmer.
Zutaten austauschen
Eine der Zutaten passt nicht zu deinem Geschmack oder deiner Ernährungsweise oder du hast sie schlichtweg gerade nicht im Vorratsschrank? Kein Problem. Hier nennen wir dir passende Alternativen.
Milch ersetzen
Statt Vollmilch kannst du für die Rupfhauben mit Äpfeln wie von Oma auch fettarme Milch verwenden. Geschmacklich wird die Milchbasis dadurch etwas leichter.
Birnen statt Äpfel
Auch feste, noch nicht überreife Birnen passen zum Quarkteig. Sie schmecken süßer und milder, werden aber beim Garen meist schneller weich als feste Äpfel.
Rupfhauben mit Äpfeln vegan zubereiten
Solltest du das Rezept ohne tierische Produkte zubereiten wollen, dann ersetze die Zutaten wie folgt.
| Tierische Zutat | Pflanzlicher Ersatz |
|---|---|
| Quark 20 % Fett | veganer Quark oder ungesüßter Soja-Skyr mit einer eher festen Konsistenz |
| Butter | vegane Butter (besser als Margarine) |
| Ei | pro Ei 2 bis 3 EL Pflanzendrink oder 1 EL Sojamehl mit 2 EL Wasser |
| Milch | Pflanzendrink, wie Mandel- oder Hafermilch |
Rupfhauben abwandeln und verfeinern
Mit ein paar zusätzlichen Gewürzen kannst du den Rupfhauben wie von Oma schnell mehr Aroma verleihen. Mit Toppings und ergänzenden Zutaten lässt das Gericht individuell nach deinem Geschmack anpassen. Das sind unsere Favoriten.
- Zimt: Der Klassiker zu warmen Äpfeln. Eine kleine Menge reicht bereits aus, damit das Gewürz die Äpfel nicht überdeckt.
- Vanille: Vanillezucker, Vanillepaste oder etwas Vanillemark sorgen für eine dessertartige Note.
- Zitrone: Fein abgeriebene Bio-Zitronenschale bringt Frische und passt besonders gut zu süßeren Apfelsorten.
- Rosinen: Wer sie mag, kann die Kombination aus Apfel und Rosinen aufgreifen. Dadurch wird das Gericht deutlich süßer und erinnert geschmacklich etwas mehr an Apfelstrudel.

So kannst du Rupfhauben servieren
Rupfhauben mit Äpfeln können eine süße Hauptmahlzeit oder ein Dessert sein.
Zum Servieren kannst du sie mit den folgenden Toppings super verfeinern und anrichten.
- etwas Zimt-Zucker
- Puderzucker
- geröstete Mandelblättchen
- gehackte Haselnüsse (gern auch geröstet oder karamellisiert)
Süßspeisen mit Äpfeln
Du hast noch jede Menge Äpfel übrig und weißt noch nicht, was du als Nächstes daraus machen sollst? Dann kommt hier die passende Inspiration für dich.
Haltbarkeit und Lagerung
Übrig gebliebene Rupfhauben solltest du nach dem Abkühlen abgedeckt oder in einer Frischhaltedose im Kühlschrank aufbewahren. Wegen der Zutaten Milch, Quark und Ei solltest du sie möglichst innerhalb von 1 bis 2 Tagen aufessen.
Beim Lagern wird der Teig etwas kompakter und nimmt weitere Feuchtigkeit auf. Zum Aufwärmen kannst du die Rupfhauben vorsichtig und bei niedriger Temperatur erwärmen. Etwas zusätzliche Milch schützt sie dabei vor dem Austrocknen. Das gelingt am besten auf dem Herd bei geschlossenem Deckel oder in der Mikrowelle.
Kann man Rupfhauben einfrieren?
Für die fertig gegarten Rupfhauben ist Einfrieren eher nicht empfehlenswert. Apfel, gegarter Quarkteig und die Milchbasis verlieren nach dem Auftauen deutlich an ihrer ursprünglichen Konsistenz. Die Äpfel können sehr weich werden und der Teig feuchter beziehungsweise kompakter.
Was sind Rupfhauben eigentlich?
Rupfhauben sind eine traditionelle Mehlspeise aus Niederbayern. Früher kamen solche sättigenden, fleischlosen Gerichte besonders freitags und während der Fastenzeit auf den Tisch. Je nach Region werden Rupfhauben aus Nudel-, Quark- oder sogar Kartoffelteig zubereitet.
Typisch ist ihre besondere Form: Die dünn ausgerollten Teigstücke werden in der Mitte angehoben, sodass kleine Hauben entstehen. Anschließend garen sie zugedeckt in heißer Milch. Bei unserem Rezept kommen zusätzlich Apfelspalten mit in die Pfanne und sorgen für eine fruchtige Note.
So gelingen dir Rupfhauben garantiert
Damit die Rupfhauben weich werden und die Milch nicht anbrennt, kommt es beim Garen auf ein paar Kleinigkeiten an:
- Große Pfanne verwenden: Die Rupfhauben sollten möglichst nebeneinander und nicht übereinander liegen.
- Hitze reduzieren: Sobald die Milch heiß ist, reicht niedrige bis mittlere Hitze. Sie soll nur sanft köcheln.
- Deckel geschlossen lassen: Während der Garzeit solltest du möglichst nicht nachsehen. Mit einem Glasdeckel kannst du die Rupfhauben trotzdem im Blick behalten.
- Milch beobachten: Gegen Ende sollte die Flüssigkeit weitgehend aufgesogen beziehungsweise verkocht sein. Dann die Pfanne rechtzeitig vom Herd nehmen, damit am Boden nichts anbrennt.
Warum darf der Deckel nicht geöffnet werden?
Unter dem Deckel entsteht ein gleichmäßiges, feucht-heißes Klima, in dem die Teighauben garen. Öffnest du die Pfanne zwischendurch, entweichen Hitze und Wasserdampf. Deshalb den Deckel am besten erst nach Ablauf der Garzeit anheben.
Rupfhauben oder Dampfnudeln – was ist der Unterschied?
Auf den ersten Blick ähneln sich Rupfhauben und Dampfnudeln, denn beide garen zugedeckt in einer Pfanne mit Milch. Der entscheidende Unterschied steckt im Teig: Klassische Dampfnudeln bestehen aus Hefeteig, der vor dem Garen ausreichend Zeit zum Aufgehen benötigt. Unsere Rupfhauben werden dagegen mit Quark und ganz ohne Hefe zubereitet. Dadurch entfällt die lange Gehzeit.
Auch die Form unterscheidet sich: Dampfnudeln werden zu runden Teigkugeln geformt. Für Rupfhauben rollst du den Teig dagegen dünn aus und ziehst ihn anschließend in der Mitte zur charakteristischen Haube nach oben.








