Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • blaue Früchte eher selten gegenüber anderen Farben
  • Anthocyane sorgen für Blaufärbung bei Obst und Gemüse
  • blaue Früchte schützen die Gefäße und wirken entzündungshemmend
  • toller Farbtupfer in bunten Bowls und Obstsalaten

Blau oder violett?

Wenn es um blaue Früchte geht, sind damit immer auch violette Varianten gemeint, denn beide werden in einer Gruppe zusammengefasst. Durch die als Anthocyane bezeichneten Pflanzenfarbstoffe enthalten Obst und Gemüse ihre Blau- bzw. Violettfärbung. Davon abhängig, welchen pH-Wert der Ackerboden hat, geht die Farbe mehr in die eine oder in die andere Richtung: Je niedriger der pH-Wert, desto rötlicher, je höher, also basischer, desto bläulicher werden Obst und Gemüse. Möchte man wirklich blaues Obst oder Gemüse erzeugen, so müsste der Boden extrem alkalisch sein, sprich viele Basen enthalten. Da dies nur durch spezielle Düngung ging, wird darauf meist verzichtet. Ob nun blau, bläulich oder violett – mit den entsprechenden Früchten hältst du richtige Obst- und Gemüse-Turbos für deine Gesundheit in den Händen.

Innen wie außen?

Nicht nach dem Motto harte Schale, weicher Kern, sondern eher blaue Schale, blaues Inneres – das stimmt allerdings nicht immer. Meistens ist außen blaues Obst und Gemüse innendrin anders gefärbt. Sicher hast du schon festgestellt, dass blaues Obst wie Heidelbeeren im Inneren eher weißlich oder zumindest sehr hell ist. Und auch blaues Gemüse hat meistens mehrere Farbtöne zu bieten oder ist oft nur an der Oberfläche blau.

Blaues Obst

Trauben

Definitiv einer der Klassiker, wenn es um blaues Obst geht. Blaue Trauben liefern so richtig Power für dein Immunsystem und deine Zellen. Sie können durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe Resveratol und OPC (oligomere Procyanidine) sogar Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen. Zwar ist der Gehalt an Vitamin C in diesem Obst nicht so hoch, trotzdem bieten blaue Trauben einen guten Schutz vor Infektionskrankheiten. Ob pur als Snack oder im Obstsalat oder lieber in flüssiger Form als Saft bleibt dir überlassen.

Blaue Weintrauben

Brombeeren

Mit seiner tollen Farbe passt das leckere Obst nicht nur ins Müsli oder eine leckere Smoothie-Bowl, sondern macht auch auf einem Tortenboden eine tolle Figur. Die Beeren kannst du ohne schlechtes Gewissen genießen, denn sie enthalten wenig Zucker, dafür aber jede Menge Ballaststoffe und viele Vitamine. Auch Anthocyane, die blauen Farbgeber, sind reichlich vorhanden und schützen die Zellen vor freien Radikalen.

Heidelbeeren

Oft als Superfood bezeichnet, ist das Obst ein richtiger Gesundheitsbooster. Besonders im Sommer, wenn einheimische Ware erhältlich ist, sollte das leckere Obst so oft wie möglich auf deinem Speiseplan stehen. Es ist durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und E gut für das Immunsystem, wirkt sich aber auch positiv auf deine Darmgesundheit aus. Wie wäre es mit einem fruchtigen Smoothie? Oder möchtest du dein Obst lieber ganz pur genießen?

Blaubeeren und Heidelbeeren

Super leckere Ideen mit Beeren findest du hier:

Pflaumen und Zwetschgen

Herbstzeit ist Pflaumenzeit! Oder doch Zwetschgenzeit? Eigentlich egal, es bleibt nämlich in der Familie und hat primär mit der Form zu tun. Pflaumen sind runde, Zwetschgen eher längliche blaue Früchte. Beide enthalten viele Vitamine. Sicher hast du schon gehört, dass Pflaumen gut sind für die Verdauung? Stimmt – dafür sorgen Pektin und Zellulose in dem Obst. Möchtest du einen Kuchen backen, nimmst du am besten Zwetschgen. Für ein Mus aus dem Obst eignen sich Pflaumen mit ihrem weicheren Fruchtfleisch. Besonders lecker wird die Sache mit Zimt. Probiere auch unbedingt unseren veganen Pflaumen-Crumble oder unseren fruchtigen Pflaumenketchup.

Pflaumen

Johannisbeeren

Sauer macht lustig – an schwarzen Johannisbeeren (die dunkelblau leuchten) scheiden sich die Geister. Die einen mögen das Obst pur oder mit ein bisschen Zucker bestreut gerne, die anderen schätzen es höchstens als Saft oder eingekocht als Beilage zu Wildgerichten. Wenn du gerne Johannisbeeren isst, kannst du dich über einen extrem hohen Gehalt an Vitamin C freuen, denn da schlägt das saure Obst sogar Zitronen.

Tipp: Verleihe deinen liebsten Beeren-Rezepten doch mal einen neuen Farbtupfer! Wie wäre es zum Beispiel mit dunklen Johannisbeeren in unserem Johannisbeerkuchen mit Schmand?

Holunderbeeren

Was für ein schönes Bild, wenn der Holunder blüht, findest du nicht auch? Aber Vorsicht bitte! Denn bei den gesunden Holunderbeeren auf unserer Liste für blaue Früchte handelt es sich um ein Obst, das nicht roh verzehrt werden darf. Es muss immer verarbeitet werden, meist wird daraus Saft oder Gelee hergestellt. Mit jeder Menge Mineralstoffen, Vitaminen und natürlich Anthocyanen enthält die Holunderbeere wertvolle Inhaltsstoffe und kann als erwärmter Saft bei Erkältungen zum Einsatz kommen. Wenn du magst, kannst du aus dem Obst auch Likör machen – ein schönes Geschenk für liebe Freunde.

Hollunderbeeren

Von Holunder bekommst du nicht genug? Dann sind diese Rezepte das Richtige für dich:

Schlehen

Kennst du gar nicht? Das sind blaue Früchte, die an Dornensträuchern wachsen und ähnlich wie Holunderbeeren verarbeitet werden können. Ob Saft oder Marmelade – Schlehen lassen sich gut mit anderem Obst mischen. Sie sind erst nach dem ersten Frost genießbar und somit ein perfekter Gesundheitsbooster im Winter. Du kannst sie roh essen, das weiche Fruchtfleisch hat einen süßlichen Geschmack. Bei dem Obst dürfen die Kerne keinesfalls mitgegessen werden.

Blaues Obst: Schlehen

Feigen

Von außen blau, von innen leuchtend rot, bringt die Feige ein beeindruckendes Farbspiel mit. Das Obst schmeckt pur genossen oder zu einer Käseplatte einfach toll, kann aber auch in der warmen Küche verwendet werden. Feigen haben nicht viele Kalorien, dafür aber eine große Portion Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Auch in getrockneter Form schmeckt das Obst sehr gut, zum Beispiel als verdauungsfördernde Zutat in deinem Frühstücksmüsli. Oder probiere mal was Neues und teste zum nächsten Raclette-Abend unsere Raclette-Pizza mit Feige und Ziegenkäse.

Blaues Obst: Feigen

Blaues Gemüse

Aubergine

Dieses Gemüse nennen wohl die meisten Menschen zuerst, wenn es um blaues Gemüse geht. Besonders in der mediterranen und orientalischen Küche werden viele Auberginen verwendet. Man kann sie füllen und schmoren, grillen, im Auflauf schichten oder einfach braten. Mittlerweile gibt es sogar gestreifte Exemplare von diesem Gemüse. Einmal aufgeschnitten, ist es aber mit der Farbpracht schnell vorbei, da das Fruchtfleisch von Auberginen weiß ist.

Aubergine

Blaukraut

Oder nennst du das Gemüse Rotkohl? Ist auch eigentlich egal! Der runde Kohlkopf mit seinen eng beieinanderliegenden Blättern ist aufgeschnitten eine richtige Schönheit. Er kann sowohl roh als Salat gegessen werden als auch gekocht als Gemüsebeilage. Zum Beispiel zu herzhaften Fleischgerichten mit Sauce. Neben den Anthocyanen, die für blaue Früchte typisch sind, überzeugt das leckere Gemüse mit viel Vitamin C, Mineralstoffen und Eisen.

Rotkohl

Bohnen

Nein, keine Sorge, wir sind nicht blau! Manche Bohnen aber schon. Blaue Bohnen, die streng genommen violette Hülsen haben, kannst du als Buschbohne oder Stangenbohne kaufen. Du hast einen Garten? Prima, dann sind die Hülsenfrüchte ein toller Blickfang in den sonst von Grüntönen dominierten Beeten. Dann allerdings hört es schon auf mit der Farbenpracht. Einmal im heißen Wasser, verschwindet der violette Farbton und die Bohne wird grün.

Blaue Bohnen

Erbsen

Jetzt auch noch blaue Erbsen? Es gibt zahlreiche Sorten mit violetten Schoten, die sich im Geschmack deutlich voneinander unterscheiden. Ist die Hülse aber ab, kann es grüner nicht werden. Die Erbsen an sich kommen in ihrer herkömmlichen Farbe daher.

Lila Erbsen

Urkarotten

Sind Karotten nicht orange? Keinesfalls immer! Denn die typisch orange Möhre hat weiße, gelbe und eben auch violette Verwandtschaft. Diese ist süßlich im Geschmack und roh gegessen absolut saftig. Was das Gemüse auszeichnet, ist sein hoher Gehalt an Anthocyanen. Dazu kommen Vitamine von B bis E, welche die Wurzeln zu einem extrem gesunden Gemüse machen.

Kartoffeln

Du möchtest Abwechslung im Kartoffel-Einerlei? Dann greife zu blauen Kartoffeln! Dabei handelt es sich um uralte Sorten, die meist oval geformt sind und mitunter schöne Marmorierungen aufweisen. Das Gute: Die Kartoffeln behalten beim Kochen ihre schöne blaue Farbe. Dank der sekundären Pflanzenstoffe, die als natürliche Antioxidantien wirken, haben sie besonders gute Auswirkungen auf deinen Körper.

blaue/lila Kartoffeln

Spargel

Wenn du von weißem und grünem Spargel irgendwie gelangweilt bist, solltest du die violette Variante ausprobieren! Damit meinen wir allerdings nicht das weiße Gemüse, das nur an den Köpfen verfärbt ist, sondern den Purpurspargel. Noch nie gesehen? Dann solltest du zur Spargelzeit auf dem Markt Ausschau halten. Geschmacklich ist er seinem grünen Bruder ähnlich. Willst du die schöne violette Farbe erhalten, servierst du das Gemüse am besten als Rohkost. Beim Kochen geht sie leider verloren.

Violetter Spargel

Verleihe diesen Rezepten mit dem violetten Spargel einen besonderen Farbkick:

Grünkohl

Ob es uns gut geht? Da schreit doch schon der Name laut GRÜN! Seit einiger Zeit hat das beliebte Gemüse, das meist im Winter gegessen wird, aber violette Geschwister bekommen. Bei den neuen Sorten mit gleichem Vitamingehalt sind die Rippen und – wenn das Gemüse ausreichend Sonne abbekommen hat – auch die Blätter bläulich eingefärbt. Ein schöner Farbtupfer und eine tolle Überraschung, falls du deine Freunde zum GRÜNkohlessen einladen möchtest.

Rote Bete

Auch die gesunde Knolle enthält Anthocyane, weshalb sie mit einer intensiven Farbe punktet. Rote Bete sieht aber nicht nur sehr hübsch aus, sondern ist auch wahnsinnig gesund. Dank wertvoller Inhaltsstoffe wie Folsäure, Vitamine und Mineralstoffe sagt sie Krankheiten den Kampf an. Steht sie regelmäßig auf dem Speiseplan, kann sie sogar den Blutdruck senken.

Rote Beete

Hunger auf Farbenpracht? Dann schau mal bei diesen Leckereien vorbei:

Brokkoli

Vielleicht kennst du den violetten Bruder vom bei uns in Grün bekannten Gemüse aus einem Urlaub in Italien? Dort ist das Gemüse mit den farbenfrohen Röschen, die leider beim Kochen ihre schöne Farbe verlieren und dunkelgrün werden, keine Rarität, sondern viel häufiger zu finden als bei uns. Brokkoli ist durch die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sehr gesund und kann auch roh verzehrt werden. Wie wäre es mit dem violetten Gemüse als feiner Rohkostsalat – dann kann es auch mit seiner Farbe begeistern.

Blumenkohl

War irgendwie klar, oder? Wenn es violetten Brokkoli gibt, gibt es sicher auch violetten Blumenkohl. Keine Angst, Gentechnik ist da nicht im Spiel! Die schöne Farbe kommt von den im Gemüse enthaltenen Anthocyanen, die so gut für unsere Gesundheit sind. Im Gegensatz zum Brokkoli kannst du beim Blumenkohl mit einem Schuss Essig im Kochwasser die Farbe erhalten. Farbliche Abwechslung auf dem Teller ist also garantiert! Vielleicht zusammen mit blauen Kartoffeln in einem leckeren Blumenkohlauflauf mit Kartoffeln?

blauer Blumenkohl

Diese Leckerbissen schmecken auch mit dem farbigen Blumenkohl wahnsinnig lecker:

Paprika

Die Ampfelfarben Grün, Gelb und Rot werden ergänzt um eine blaue Variante. Dabei kann das Gemüse so dunkel sein, dass es fast schwarz erscheint. Die Schoten schmecken roh gegessen besonders lecker. Beim Kochen können sie unter Umständen die Farbkraft verlieren. Sehr schön sieht das vitaminreiche und knackige Gemüse in einem bunten Salatteller aus. Am besten kombinierst du dazu Paprikaschoten in unterschiedlichen Farben.

Violette Paprika

Kohlrabi

Last but not least kommt noch der sowohl als Rohkost als auch in gekochter Form beliebte Kohlrabi an die Reihe. Neben den üblichen hellgrünen Exemplaren sind auch violette Varianten im Angebot. Sie sind deutlich geschmacksintensiver als die helle Verwandtschaft. Schade, dass die kräftige Farbe sich hauptsächlich auf die Schale beschränkt und das Gemüse im Inneren hell ist. Im Gemüsebeet sorgt der violette Kohlrabi aber auf jeden Fall für Aufsehen!

Lila Kohlrabi

Schön und gesund

Blaue Früchte aus unserer Liste sind nicht nur ein Hingucker in einer bunten Schale mit Obst und auf dem Teller. Du kannst damit sowohl dein Aussehen beeinflussen als auch deine Gesundheit fördern. Die in blauem Obst und Gemüse enthaltenen Anthocyane wirken sich nicht nur positiv auf deine Sehkraft aus und können diese im besten Fall sogar verbessern. Sie sorgen auch für eine schöne glatte und straffe Haut. Was die gesundheitlichen Aspekte angeht, wirken sie gefäßschützend. Zudem können sie Entzündungen im Körper vorbeugen bzw. diese positiv beeinflussen. Blaues Obst und Gemüse sorgt mit seinen Polyphenolen dafür, dass die „gefährlichen“ freien Radikale abgewehrt werden und in deinem Körper keinen Schaden anrichten können.








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