Kartoffeln, Nudeln und Reis von gestern: daraus wird ein zweites Essen

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht:
- Gekochtes schnell abkühlen und innerhalb von zwei Stunden kühl stellen
- Kartoffeln und Nudeln halten zwei bis drei Tage, Reis nur ein bis zwei
- beim Aufwärmen bis zum Dampfen erhitzen und nur einmal aufwärmen
- kalte Kartoffeln werden zu Bratkartoffeln, Puffern, Gnocchi oder Salat
- kalte Nudeln zu Auflauf, Pfanne, Frittata oder Salat
- kalter Reis zu gebratenem Reis, Bratlingen oder Suppe
- abgekühlte Stärke sättigt länger als frisch gekochte
Zubereitete Speisen sind mit rund 15 Prozent die zweitgrößte Gruppe der vermeidbaren Lebensmittelabfälle. Dabei ist gerade dieser Rest der dankbarste von allen: Er ist schon gegart, und viele Gerichte gelingen mit kalter Beilage sogar besser als mit frischer.
Zuerst: richtig abkühlen
- Topf nicht stundenlang auf dem Herd stehen lassen
- in eine flache Schale umfüllen, das geht schneller
- innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank
- verschlossen lagern, nicht offen
Bei Reis lohnt sich dieser Punkt besonders. Auf gekochtem Reis können sich bei Zimmertemperatur Bakterien vermehren, deren Giftstoffe auch durch erneutes Erhitzen nicht verschwinden. Schnell abkühlen, kühl lagern, innerhalb von ein bis zwei Tagen aufbrauchen: Damit bist du auf der sicheren Seite.
Faustregel: Einmal aufwärmen, dafür richtig.
Das Essen muss überall dampfend heiß werden, nicht nur lauwarm.
Aus gekochten Kartoffeln
- Bratkartoffeln: gelingen mit Pellkartoffeln vom Vortag deutlich besser, weil sie fester bleiben
- Kartoffelpuffer: grob gerieben, mit Ei und etwas Mehl gebunden
- Kartoffelsalat: braucht kalte Kartoffeln ohnehin
- Auflauf: in Scheiben, mit Gemüse und Käse überbacken
- Suppe andicken: zerdrückt statt Sahne oder Mehlschwitze
- Gnocchi: durch die Presse, mit Mehl und Ei zum Teig
Aus gekochten Nudeln
- Nudelauflauf: mit Ei und Milch übergossen, im Ofen goldbraun
- Nudelpfanne: mit Gemüseresten kurz anbraten
- Frittata: Nudeln in verquirltes Ei geben und in der Pfanne stocken lassen
- Nudelsalat: mit Dressing statt Soße
- gebackene Nudelnester: in der Muffinform, ein Kinderliebling
Tipp: Kalte Nudeln kleben. Ein Esslöffel heißes Wasser über die Portion, kurz durchheben, und sie lassen sich wieder einzeln verarbeiten.
Aus gekochtem Reis
- gebratener Reis: gelingt nur mit kaltem Reis richtig, frischer wird matschig
- Reisbratlinge: mit Ei, Käse und Kräutern geformt
- Reissuppe: die schnellste Variante an einem müden Abend
- Milchreis: gekochter Reis in Milch aufgekocht
- gefüllte Paprika: Reis mit Hackfleisch oder Gemüse mischen
Schon gewusst? Beim Abkühlen verändert sich ein Teil der Stärke und wird für den Körper schwerer verfügbar. Fachleute sprechen von resistenter Stärke. Kalt gewordene Kartoffeln, Nudeln und Reis haben dadurch weniger verwertbare Kohlenhydrate als frisch gekochte und halten länger satt.
Und wenn die Idee fehlt?
Genau dafür ist die Resteverwertung von eat.de gebaut. Gib ein, was im Kühlschrank steht, und du siehst die Gerichte, die möglichst viel davon verwerten. Zum Beispiel Kartoffeln und Eier oder Reis und Paprika.







