Rinderrouladen im Backofen

Zarte Rinderrouladen mit einer kräftigen Bratensoße gehören zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Küche. Im Backofen schmoren sie besonders schonend, sodass das Fleisch herrlich saftig und butterzart wird. Mit Senf, Bacon, Zwiebeln und Gewürzgurken gefüllt entsteht ein traditionelles Sonntagsgericht, das sich ganz unkompliziert im Ofen zubereiten lässt.
Zutaten
Für die Rouladen
Für die Soße
- Bräter
- Esslöffel
- Holzkochlöffel
- kleine Schüssel
- Küchengarn
- Küchenwaage
- Messbecher
- Rouladennadeln
- Schneebesen
- Schneidebrett
- Teelöffel
- Universalmesser
Nährwerte pro Portion
(Datenbasis)- Kalorien
- 422 kcal
- Proteine
- 39 g
- Fett
- 17 g
- Kohlenhydrate
- 12 g
Rinderrouladen im Backofen zubereiten
Schritt 1 Zwiebeln und Gurken schneiden
- 2 Zwiebeln
- 4 Gewürzgurken
- Salz & Pfeffer
Zunächst den Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Die Zwiebeln schälen und wie auch die Gewürzgurken in Streifen schneiden


Schritt 2 Rouladen würzen
- 6 Rinderrouladen
- 6 TL Senf
Die Rinderrouladen auf die Arbeitsfläche legen und mit Senf bestreichen. Anschließend etwas Salzen und Pfeffern.


Schritt 3 Rouladen füllen
- 12 Baconscheiben
Dann je zwei Scheiben Bacon drauflegen und auch die Zwiebel-, Gurkenstreifen auf den Roualden verteilen.

Schritt 4 Rouladen binden
Die Rouladen verschließen. Dafür die Rouladenseiten leicht einschlagen, straff aufrollen und anschließend mit Küchengarn oder einer Rouladennadel binden.



Schritt 5 Rinderrouladen scharf anbraten
- 1 EL Sonnenblumenöl
Garzeit:30 Min.Das Sonnenblumenöl in einem Bräter erhitzen und die Rouladen darin anbraten scharf anbraten. Sobald sie von allen Seiten Farbe bekommen haben, wieder herausnehmen.

Schritt 6 Suppengrün schneiden
- 1 Bund Suppengrün
- 1 Zwiebel
In der Zwischenzeit das Suppengrün putzen, waschen und schälen. Alles in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden.

Schritt 7 Gemüse anbraten
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 400 ml Rotwein
Erneut etwas Öl erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Tomatenmark dazugeben, kurz mit anschwitzen und mit Rotwein ablöschen.


Schritt 8 Rouladen in die Soße geben und im Ofen garen
- 800 ml Rinderbrühe
Garzeit:2 Std. 30 Min.Dann die Rinderbrühe dazu gießen, alles einmal aufkochen lassen und die Rouladen hineinsetzen. Die Rinderrouladen dann mit Deckel im Ofen für etwa 2 bis 2½ Stunden schmoren.


Tipp: An dieser Stelle kannst du noch einen Schluck Gurkenwasser dazugeben. Das verleiht der Soße einen besonders aromatischen Geschmack.

Schritt 9 Soße abbinden
- 2 EL Speisestärke zum Binden
Zum Schluss die Rouladen aus dem Bräter nehmen und den Garn bzw. die Nadel entfernen. Die Sauce mit in kaltem Wasser gelöster Stärke abbinden. Alles zusammen servieren.


Warum Rinderrouladen im Backofen garen?
Im Backofen schmoren die Rouladen besonders gleichmäßig und müssen kaum beaufsichtigt werden. Durch die niedrige Temperatur und die lange Garzeit wird das Fleisch butterzart und nimmt die Aromen der Bratensoße optimal auf. Gleichzeitig entwickelt das Wurzelgemüse gemeinsam mit Rotwein und Brühe eine besonders kräftige und aromatische Soße.
Welches Fleisch eignet sich für Rinderrouladen?
Für klassische Rinderrouladen verwendest du am besten dünn geschnittene Rouladen aus der Oberschale oder Unterschale. Diese Fleischstücke eignen sich hervorragend zum Schmoren und werden bei ausreichend langer Garzeit besonders zart. Am besten lässt du dir die Rouladen direkt vom Metzger in der passenden Stärke zuschneiden.

Passende Beilagen zu Rinderrouladen
Zu klassischen Rinderrouladen passen viele traditionelle Beilagen.
Kartoffelbeilagen
Besonders beliebt sind Kartoffelklöße, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree, da sie die kräftige Soße wunderbar aufnehmen.
Gemüsebeilagen
Auch Rotkohl, Apfelrotkohl oder Rosenkohl harmonieren hervorragend mit dem Schmorgericht.
Tipp: Wer es etwas leichter mag, serviert die Rouladen mit Butterspätzle oder frischem Bauernbrot.
So werden Rinderrouladen im Ofen perfekt
Damit deine Rinderrouladen besonders zart werden und die Soße ihr volles Aroma entfaltet, kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung und ausreichend Zeit beim Schmoren an. Mit diesen Tipps gelingt dir der Klassiker garantiert.
Rouladen fest aufrollen
Verteile die Füllung gleichmäßig auf den Rouladen, lasse dabei an den Rändern etwas Platz. Schlage anschließend zuerst die beiden Längsseiten leicht nach innen und rolle das Fleisch möglichst straff auf. Fixiere die Rouladen mit Küchengarn oder Rouladennadeln, damit sie während des Schmorens ihre Form behalten und die Füllung nicht austritt.
Rouladen kräftig anbraten
Bevor die Rouladen in den Backofen kommen, solltest du sie rundherum bei hoher Hitze scharf anbraten. Dabei entstehen wertvolle Röstaromen, die später den Geschmack der Soße maßgeblich beeinflussen. Nimm die Rouladen erst aus dem Bräter, wenn sie von allen Seiten eine schöne braune Kruste entwickelt haben.
Gemüse und Tomatenmark ausreichend rösten
Auch das Suppengrün und die Zwiebeln dürfen ruhig kräftig Farbe annehmen, bevor du sie mit Rotwein und Brühe ablöschst. Röste außerdem das Tomatenmark für 1 bis 2 Minuten mit an. Dadurch verliert es seine Säure und entwickelt ein intensives, leicht karamelliges Aroma, das der Soße mehr Tiefe verleiht.
Schmorflüssigkeit verwenden
Achte darauf, dass die Rouladen während des Schmorens zu etwa 2/3 von der Flüssigkeit bedeckt sind. So bleiben sie saftig, während der obere Teil leicht schmort und zusätzlich Aroma entwickelt. Verdampft während der Garzeit zu viel Flüssigkeit, kannst du einfach etwas heiße Rinderbrühe nachgießen.
Zeit zum Schmoren einplanen
Geduld ist bei Rinderrouladen der wichtigste Erfolgsfaktor. Plane mindestens 2 bis 2½ Stunden Garzeit ein. Je nach Dicke der Rouladen oder Fleischqualität kann auch eine halbe Stunde mehr nötig sein. Das Fleisch ist perfekt, wenn es sich mühelos mit einer Gabel zerteilen lässt.
Soße zum Schluss abschmecken
Nach dem Schmoren haben sich alle Aromen in der Soße verbunden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie mit Salz, Pfeffer und – wenn du magst – einem kleinen Schuss Gurkenwasser oder etwas Senf geschmacklich abzurunden. Für eine besonders feine Konsistenz kannst du die Soße anschließend mit Stärke abbinden oder das weich geschmorte Gemüse pürieren. So erhältst du eine wunderbar sämige Bratensoße, die perfekt zu den zarten Rinderrouladen passt.

Rinderrouladen verfeinern
Mit kleinen Änderungen kannst du die klassischen Rinderrouladen ganz nach deinem Geschmack verfeinern.
Soße noch aromatischer machen
Ein kleiner Schuss Gurkenwasser verleiht der Soße eine angenehm würzige und leicht säuerliche Note. Gib ihn einfach zusammen mit der Brühe oder kurz vor Ende der Garzeit in den Bräter.
Rotwein ersetzen
Möchtest du ohne Alkohol kochen, kannst du den Rotwein durch zusätzliche Rinderbrühe oder roten Traubensaft ersetzen. Ein kleiner Spritzer Balsamico sorgt dabei für eine ähnliche geschmackliche Tiefe.
Pilze ergänzen
Champignons oder Steinpilze passen hervorragend zur kräftigen Bratensoße und machen das Gericht noch aromatischer.
Besonders sämige Soße
Püriere das weich geschmorte Gemüse nach dem Garen mit der Soße oder streiche sie durch ein feines Sieb. So erhältst du eine besonders samtige Konsistenz.
Haltbarkeit und Lagerung
Rinderrouladen schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser, da sie dann noch mehr Aroma entwickelt haben. Luftdicht verschlossen halten sie sich zusammen mit der Soße 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Zum Erwärmen erhitzt du sie langsam im Topf oder im Backofen. Falls die Soße zu stark eingedickt ist, kannst du sie mit etwas Rinderbrühe oder Wasser verdünnen.
Kann man Rouladen einfrieren?
Ja, Rinderrouladen lassen sich hervorragend einfrieren. Am besten frierst du sie zusammen mit der Soße portionsweise ein. So bleiben sie etwa 3 Monate haltbar. Zum Auftauen stellst du sie über Nacht in den Kühlschrank und erwärmst sie anschließend langsam auf dem Herd.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Rinderrouladen eignen sich hervorragend zum Vorbereiten und schmecken am nächsten Tag oft sogar noch aromatischer. Bewahre sie einfach zusammen mit der Soße im Kühlschrank auf und erwärme sie vor dem Servieren langsam.
Meist waren die Rouladen noch nicht lange genug im Ofen. Schmorfleisch benötigt Zeit, damit sich das Bindegewebe vollständig löst. Lasse die Rouladen gegebenenfalls noch weitere 30 Minuten in der Soße schmoren.
Ja, das Anbraten ist empfehlenswert. Dabei entstehen Röstaromen, die der Soße ihren typischen kräftigen Geschmack verleihen.
Ja. Ersetze den Rotwein einfach durch zusätzliche Rinderbrühe oder roten Traubensaft. So erhältst du ebenfalls eine aromatische Soße.







