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Rinderrouladen im Backofen

4,5 von 5 Sternen, 13 Bewertungen
Rinderrouladen im Backofen
Gesamtzeit:
3 Std. 30 Min.
Schwierigkeit:
Mittel
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Zarte Rinderrouladen mit einer kräftigen Bratensoße gehören zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Küche. Im Backofen schmoren sie besonders schonend, sodass das Fleisch herrlich saftig und butterzart wird. Mit Senf, Bacon, Zwiebeln und Gewürzgurken gefüllt entsteht ein traditionelles Sonntagsgericht, das sich ganz unkompliziert im Ofen zubereiten lässt.

Rezept entwickelt und gekocht von Michael. Mit Liebe verfasst von Nadine. Aktualisiert am

Zutaten

Passt die Mengen aller Zutaten an.
6 Portionen

Für die Rouladen

Für die Soße

Du benötigst außerdem:
  • Bräter
  • Esslöffel
  • Holzkochlöffel
  • kleine Schüssel
  • Küchengarn
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Rouladennadeln
  • Schneebesen
  • Schneidebrett
  • Teelöffel
  • Universalmesser

Nährwerte pro Portion

(Datenbasis)
Kalorien
422 kcal
Proteine
39 g
Fett
17 g
Kohlenhydrate
12 g
Video-Empfehlung

Rinderrouladen im Backofen zubereiten

  1. Schritt 1 Zwiebeln und Gurken schneiden

    • 2 Zwiebeln
    • 4 Gewürzgurken
    • Salz & Pfeffer

    Zunächst den Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Die Zwiebeln schälen und wie auch die Gewürzgurken in Streifen schneiden

  2. Schritt 2 Rouladen würzen

    • 6 Rinderrouladen
    • 6 TL Senf

    Die Rinderrouladen auf die Arbeitsfläche legen und mit Senf bestreichen. Anschließend etwas Salzen und Pfeffern.

  3. Schritt 3 Rouladen füllen

    • 12 Baconscheiben

    Dann je zwei Scheiben Bacon drauflegen und auch die Zwiebel-, Gurkenstreifen auf den Roualden verteilen.

    Rinderrouladen füllen
  4. Schritt 4 Rouladen binden

    Die Rouladen verschließen. Dafür die Rouladenseiten leicht einschlagen, straff aufrollen und anschließend mit Küchengarn oder einer Rouladennadel binden.

    Rinderrouladen aufrollen
    Rinderrouladen binden
    Nadel fixieren
  5. Schritt 5 Rinderrouladen scharf anbraten

    • 1 EL Sonnenblumenöl
    Garzeit:30 Min.

    Das Sonnenblumenöl in einem Bräter erhitzen und die Rouladen darin anbraten scharf anbraten. Sobald sie von allen Seiten Farbe bekommen haben, wieder herausnehmen.

    Rinderrouladen scharf anbraten
  6. Schritt 6 Suppengrün schneiden

    • 1 Bund Suppengrün
    • 1 Zwiebel

    In der Zwischenzeit das Suppengrün putzen, waschen und schälen. Alles in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden.

    Karotte schneiden
  7. Schritt 7 Gemüse anbraten

    • 1 EL Sonnenblumenöl
    • 2 EL Tomatenmark
    • 400 ml Rotwein

    Erneut etwas Öl erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Tomatenmark dazugeben, kurz mit anschwitzen und mit Rotwein ablöschen.

  8. Schritt 8 Rouladen in die Soße geben und im Ofen garen

    • 800 ml Rinderbrühe
    Garzeit:2 Std. 30 Min.

    Dann die Rinderbrühe dazu gießen, alles einmal aufkochen lassen und die Rouladen hineinsetzen. Die Rinderrouladen dann mit Deckel im Ofen für etwa 2 bis 2½ Stunden schmoren.

    Tipp: An dieser Stelle kannst du noch einen Schluck Gurkenwasser dazugeben. Das verleiht der Soße einen besonders aromatischen Geschmack.

    Gurkenwasser dazugeben
  9. Schritt 9 Soße abbinden

    • 2 EL Speisestärke zum Binden

    Zum Schluss die Rouladen aus dem Bräter nehmen und den Garn bzw. die Nadel entfernen. Die Sauce mit in kaltem Wasser gelöster Stärke abbinden. Alles zusammen servieren.

Warum Rinderrouladen im Backofen garen?

Im Backofen schmoren die Rouladen besonders gleichmäßig und müssen kaum beaufsichtigt werden. Durch die niedrige Temperatur und die lange Garzeit wird das Fleisch butterzart und nimmt die Aromen der Bratensoße optimal auf. Gleichzeitig entwickelt das Wurzelgemüse gemeinsam mit Rotwein und Brühe eine besonders kräftige und aromatische Soße.

Welches Fleisch eignet sich für Rinderrouladen?

Für klassische Rinderrouladen verwendest du am besten dünn geschnittene Rouladen aus der Oberschale oder Unterschale. Diese Fleischstücke eignen sich hervorragend zum Schmoren und werden bei ausreichend langer Garzeit besonders zart. Am besten lässt du dir die Rouladen direkt vom Metzger in der passenden Stärke zuschneiden.

Rinderrouladen im Backofen garen
Deftige Rinderrouladen gefüllt mit Speck und Gewürzgurken

Passende Beilagen zu Rinderrouladen

Zu klassischen Rinderrouladen passen viele traditionelle Beilagen.

Kartoffelbeilagen

Besonders beliebt sind Kartoffelklöße, Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree, da sie die kräftige Soße wunderbar aufnehmen.

Gemüsebeilagen

Auch Rotkohl, Apfelrotkohl oder Rosenkohl harmonieren hervorragend mit dem Schmorgericht.

Tipp: Wer es etwas leichter mag, serviert die Rouladen mit Butterspätzle oder frischem Bauernbrot.

So werden Rinderrouladen im Ofen perfekt

Damit deine Rinderrouladen besonders zart werden und die Soße ihr volles Aroma entfaltet, kommt es vor allem auf die richtige Vorbereitung und ausreichend Zeit beim Schmoren an. Mit diesen Tipps gelingt dir der Klassiker garantiert.

Rouladen fest aufrollen

Verteile die Füllung gleichmäßig auf den Rouladen, lasse dabei an den Rändern etwas Platz. Schlage anschließend zuerst die beiden Längsseiten leicht nach innen und rolle das Fleisch möglichst straff auf. Fixiere die Rouladen mit Küchengarn oder Rouladennadeln, damit sie während des Schmorens ihre Form behalten und die Füllung nicht austritt.

Rouladen kräftig anbraten

Bevor die Rouladen in den Backofen kommen, solltest du sie rundherum bei hoher Hitze scharf anbraten. Dabei entstehen wertvolle Röstaromen, die später den Geschmack der Soße maßgeblich beeinflussen. Nimm die Rouladen erst aus dem Bräter, wenn sie von allen Seiten eine schöne braune Kruste entwickelt haben.

Gemüse und Tomatenmark ausreichend rösten

Auch das Suppengrün und die Zwiebeln dürfen ruhig kräftig Farbe annehmen, bevor du sie mit Rotwein und Brühe ablöschst. Röste außerdem das Tomatenmark für 1 bis 2 Minuten mit an. Dadurch verliert es seine Säure und entwickelt ein intensives, leicht karamelliges Aroma, das der Soße mehr Tiefe verleiht.

Schmorflüssigkeit verwenden

Achte darauf, dass die Rouladen während des Schmorens zu etwa 2/3 von der Flüssigkeit bedeckt sind. So bleiben sie saftig, während der obere Teil leicht schmort und zusätzlich Aroma entwickelt. Verdampft während der Garzeit zu viel Flüssigkeit, kannst du einfach etwas heiße Rinderbrühe nachgießen.

Zeit zum Schmoren einplanen

Geduld ist bei Rinderrouladen der wichtigste Erfolgsfaktor. Plane mindestens 2 bis 2½ Stunden Garzeit ein. Je nach Dicke der Rouladen oder Fleischqualität kann auch eine halbe Stunde mehr nötig sein. Das Fleisch ist perfekt, wenn es sich mühelos mit einer Gabel zerteilen lässt.

Soße zum Schluss abschmecken

Nach dem Schmoren haben sich alle Aromen in der Soße verbunden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie mit Salz, Pfeffer und – wenn du magst – einem kleinen Schuss Gurkenwasser oder etwas Senf geschmacklich abzurunden. Für eine besonders feine Konsistenz kannst du die Soße anschließend mit Stärke abbinden oder das weich geschmorte Gemüse pürieren. So erhältst du eine wunderbar sämige Bratensoße, die perfekt zu den zarten Rinderrouladen passt.

Rinderrouladen im Backofen mit Kartoffeln
Rinderrouladen aus dem Backofen mit Salzkartoffeln und Rotkohl

Rinderrouladen verfeinern

Mit kleinen Änderungen kannst du die klassischen Rinderrouladen ganz nach deinem Geschmack verfeinern.

Soße noch aromatischer machen

Ein kleiner Schuss Gurkenwasser verleiht der Soße eine angenehm würzige und leicht säuerliche Note. Gib ihn einfach zusammen mit der Brühe oder kurz vor Ende der Garzeit in den Bräter.

Rotwein ersetzen

Möchtest du ohne Alkohol kochen, kannst du den Rotwein durch zusätzliche Rinderbrühe oder roten Traubensaft ersetzen. Ein kleiner Spritzer Balsamico sorgt dabei für eine ähnliche geschmackliche Tiefe.

Pilze ergänzen

Champignons oder Steinpilze passen hervorragend zur kräftigen Bratensoße und machen das Gericht noch aromatischer.

Besonders sämige Soße

Püriere das weich geschmorte Gemüse nach dem Garen mit der Soße oder streiche sie durch ein feines Sieb. So erhältst du eine besonders samtige Konsistenz.

Haltbarkeit und Lagerung

Rinderrouladen schmecken am nächsten Tag oft sogar noch besser, da sie dann noch mehr Aroma entwickelt haben. Luftdicht verschlossen halten sie sich zusammen mit der Soße 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Zum Erwärmen erhitzt du sie langsam im Topf oder im Backofen. Falls die Soße zu stark eingedickt ist, kannst du sie mit etwas Rinderbrühe oder Wasser verdünnen.

Kann man Rouladen einfrieren?

Ja, Rinderrouladen lassen sich hervorragend einfrieren. Am besten frierst du sie zusammen mit der Soße portionsweise ein. So bleiben sie etwa 3 Monate haltbar. Zum Auftauen stellst du sie über Nacht in den Kühlschrank und erwärmst sie anschließend langsam auf dem Herd.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Rinderrouladen einen Tag vorher zubereiten?

Ja. Rinderrouladen eignen sich hervorragend zum Vorbereiten und schmecken am nächsten Tag oft sogar noch aromatischer. Bewahre sie einfach zusammen mit der Soße im Kühlschrank auf und erwärme sie vor dem Servieren langsam.

Warum werden meine Rinderrouladen zäh?

Meist waren die Rouladen noch nicht lange genug im Ofen. Schmorfleisch benötigt Zeit, damit sich das Bindegewebe vollständig löst. Lasse die Rouladen gegebenenfalls noch weitere 30 Minuten in der Soße schmoren.

Muss ich die Rouladen vorher anbraten?

Ja, das Anbraten ist empfehlenswert. Dabei entstehen Röstaromen, die der Soße ihren typischen kräftigen Geschmack verleihen.

Kann ich die Rouladen auch ohne Rotwein zubereiten?

Ja. Ersetze den Rotwein einfach durch zusätzliche Rinderbrühe oder roten Traubensaft. So erhältst du ebenfalls eine aromatische Soße.

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