Auf den Punkt gebracht:

  • an den Rändern immer etwas Platz lassen
  • vorsichtig aufrollen, an den Rändern am besten einschlagen
  • einfache Variante mit Nadel (oder Zahnstocher) zum Fixieren
  • etwas aufwendiger mit hitzebeständigem Küchengarn

Videoanleitung: Rouladen wickeln

In unserem Video zeigen wir dir noch einmal ganz genau, wie du Rouladen mit Garn, Holzspießen oder Rouladennadeln wickelst und verschließt.

Rouladen richtig wickeln

Klar, zunächst einmal solltest du dein Fleisch für die Rouladen füllen. Wohl jede Familie hat da ein Rezept, auf das niemand etwas kommen lässt und das immer wieder gerne gegessen wird. Ob du deine Rouladen nach diesem Familienrezept zubereiten möchtest oder dich für eine andere Variante entscheidest, macht keinen Unterschied, wenn es um das richtige Wickeln geht.

Auch, welches Fleisch du verwendest, spielt keine Rolle. Wenn du die Füllung auf dem Fleisch verteilst, achte darauf, sie nur auf ein Ende zu geben – von da beginnst du dann auch mit dem möglichst straffen Aufwickeln. Den Rand bitte immer frei lassen: Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Füllung schon beim Aufwickeln aus der Roulade herausdrückt oder spätestens beim Schmoren ausläuft. So kannst du Rouladen richtig wickeln:

  1. Füllung nur auf einem Ende der Roulade verteilen
  2. Rand der Roulade dabei freilassen
  3. Längsseiten vor dem Aufrollen einschlagen
  4. Roulade am breiten Ende beginnend aufrollen

Tipp: Nimm keine zu große Menge deiner leckeren Füllung, denn sonst lässt sich das Fleisch nur schwer aufrollen und die fertige Roulade würde einfach zu dick.

Roulade mit Nadeln fixieren

Damit du die Rouladen einwandfrei auf den Teller bekommst, ist es wichtig, sie gut zu verschließen, damit sie sich während des Schmorens nicht öffnen können. Die einfachste Möglichkeit ist es, spezielle Rouladennadeln zu verwenden.

Tipp: Als Alternative zu einer solchen Nadel kannst du auch Zahnstocher nehmen, falls du sonst nichts im Haus hast. Diese solltest du vor der Verwendung kurz wässern, so lassen sie sich später ein wenig leichter aus dem Fleisch entfernen.

Spezielle Nadeln haben aber den Vorteil, dass sie nur an einem Ende spitz sind und so die Roulade besser zusammenhalten können. Zudem kannst du sie immer wieder verwenden und produzierst somit weniger Abfall. Möchtest du deine Rouladen mit Nadeln fixieren, folge am besten unser Anleitung:

  1. ausreichend Rouladennadeln bereitlegen (je nach Größe 2 bis 3 pro Roulade)
  2. die Roulade aufrollen
  3. kurz vor dem Ende der überlappenden Stelle mit Nadel fixieren
  4. kontrollieren, dass keine Füllung entweichen kann

Eine Alternative zur Nadel sind spezielle, im Küchenfachhandel erhältliche Rouladenklammern, die wir dir aber nicht ans Herz legen. Zwar ist das Fleisch damit schnell gebunden, beim Entfernen hast du mitunter aber eine ganz schöne Fummelei, bis du die Roulade auf den Teller bringst. Nadeln (oder auch Zahnstocher) lassen sich da doch weitaus besser aus der fertigen Roulade herausziehen.

Roulade mit Küchengarn binden

Diese Vorgehensweise, deine Rouladen zu binden, braucht zwar ein bisschen Übung, ist aber definitiv kein Hexenwerk. Wenn du einen Faden verwenden möchtest, achte bitte darauf, dass dieser sowohl hitzebeständig als auch lebensmittelecht ist. Spezielles Küchengarn kannst du im Fachhandel und auch in den meisten Supermärkten kaufen. Mit unserer Anleitung ist das Binden deiner Rouladen mit Küchengarn kein Problem:

  1. den Faden quer um ein Ende der Roulade herumschlingen
  2. einen Knoten machen, dabei leicht spannen (das Küchengarn darf nicht zu sehr in das Fleisch einschneiden!)
  3. Küchengarn weiter über die Länge der Roulade führen
  4. dabei etwa alle 2 cm um die Roulade herumschlingen (wie Schritt 1)
  5. Küchengarn um die letzte Schnürung fädeln und festziehen
  1. den Faden quer um ein Ende der Roulade herumschlingen
  1. einen Knoten machen, dabei leicht spannen (das Küchengarn darf nicht zu sehr in das Fleisch einschneiden!)
  2. Küchengarn weiter über die Länge der Roulade führen
  3. dabei etwa alle 2 cm um die Roulade herumschlingen (wie Schritt 1)
  4. Küchengarn um die letzte Schnürung fädeln und festziehen
  5. weiter zur nächsten Schnürung (dann wieder Schritt 4 und Schritt 5)
  6. am Ende der Roulade zum Fixieren einen Knoten machen
  7. das Küchengarn der Länge nach von der anderen Seite unten um die Roulade herumschlingen
  8. an der ersten Querschnürung mit einem Knoten fixieren – fertig!

Keine Angst, die Methode mit Küchengarn hört sich schwieriger an, als sie ist. So gebunden gehen dir die Rouladen während des Schmorens garantiert nicht auf und behalten ihre Form. Einfach mal ausprobieren – als Back-up beim ersten Mal kann du dir ja immer noch die ein oder andere Nadel zurechtlegen.

Na dann kann’s losgehen! Auf die Rouladen, fertig, los: