Auf den Punkt gebracht:

  • für Tartes, Pies und Obsttorten
  • richtigen Mürbeteig verwenden
  • Mürbeteig muss kalt sein
  • Blindbacken verhindert Aufgehen vom Teig
  • getrocknete Hülsenfrüchte verwenden

Video: Mürbeteig blindbacken

In unserem Video zeigen wir dir, wie du Mürbeteig ganz einfach blindbacken kannst.

Warum Mürbeteig blindbacken?

Du fragst dich, warum du deinen Mürbeteig blindbacken sollst und weißt auch nicht, was das so genau bedeutet? Wir erklären dir, was es mit dem Blindbacken auf sich hat und wozu es gut ist.

Tartes oder auch Obsttorten bestehen meist aus einem knusprigen Mürbeteigboden. Gerade Tartes sind sehr flach, weshalb der Mürbeteig nach dem Backen schön dünn bleiben sollte. Wenn man den Tarteboden jedoch ganz normal bäckt, geht er immer sehr stark auf. Deshalb nutzt man den Trick des Blindbackens, damit der Mürbeteig schön dünn bleibt.

Falls du dich nun immer noch fragst, warum das ganze blindbacken genannt wird, klären wir dich hier auf: Da auf den Mürbeteig ein großes Stück Backpapier gelegt wird, kann man den Teig während des Backvorgangs nicht sehen. Deshalb nennt man diesen Vorgang blindbacken.

Mürbeteig: Das richtige Rezept

Mürbeteig kneten

Zunächst bereitest du deinen Mürbeteig zu. Bei uns findest du das Grundrezept für Tortenboden aus Mürbeteig. Wichtig ist, dass der Teig weder zu trocken noch zu feucht ist. Wenn der Teig zu trocken ist, hast du zu viel Mehl verwendet und der Teig wird reißen, wenn du ihn ausrollst. Dann solltest du noch etwas Milch zum Teig geben, damit er wieder feucht wird. Wenn der Teig zu feucht ist, solltest du noch etwas Mehl hinzugeben. Sonst wird der Teig an der Arbeitsfläche kleben und du kannst ihn nicht mehr ablösen.

Teig ausrollen und in die Form geben

Zunächst fettest du eine Backform mit etwas Öl oder Butter ein. Bevor du den Teig ausrollst, solltest du deine Arbeitsfläche mit ordentlich Mehl bestäuben. Dann wird der Teig später nicht kleben bleiben. Der Mürbeteig sollte kalt sein, wenn du ihn verarbeitest. Deshalb gibst du ihn am besten für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank, bevor du ihn ausrollst. Anschließend solltest du in folgenden Schritten vorgehen:

  • Teig zu einer runden Kugel rollen und auf die Mitte der bemehlte Arbeitsfläche legen
  • Nudelholz ebenfalls bemehlen
  • Teig gleichmäßig rund und dünn ausrollen
  • Mürbeteig auf das Nudelholz aufrollen und über der Form wieder abrollen
  • Tarteboden vorsichtig an den Rändern andrücken
  • Überschüssige Teigreste mit einem Messer entfernen
Überschüssige Ränder abschneiden

Nun ist der anspruchsvollste Teil schon erledigt und du kannst deinen Mürbeteig blindbacken.

Tipp: Falls dir diese Technik nicht gelingt, kannst du den Teig auch einfach in die Form geben und mit den Händen breit drücken.

Mürbeteig Blindbacken: So geht’s

Für die nächsten Schritte brauchst du folgendes Equipment:

  • Gabel
  • Backpapier
  • getrocknete Hülsenfrüchte

Zunächst nimmst du dir die Gabel und stichst mit ihr einige Male in den vorbereiteten Teig. Dadurch bilden sich beim Backen später keine Blasen. Dann legst du das Backpapier auf den Mürbeteig und drückst es ein wenig an, damit es kleben bleibt. Zuletzt gibst du die getrockneten Hülsenfrüchte auf das Backpapier. Hier eignen sich die verschiedensten Sorten. Wichtig ist, dass du sie nach dem Backvorgang nicht mehr verzehren solltest. Aber du kannst sie gern wiederholt zum Blindbacken benutzen. Die Hülsenfrüchte solltest du nun gleichmäßig verteilen und darauf achten, dass auch die Ränder der Tarteform mit ihnen ausgefüllt sind.

Backerbsen auf Mürbeteig geben

Tipp: Auch Reis kannst du zum Blindbacken verwenden.

Mürbeteig Blindbacken: Temperatur und Backzeit

Nun wird es Zeit für den Mürbeteigboden, in dem Ofen zu wandern. Am wohlsten fühlt er sich bei 180°C Ober- und Unterhitze oder bei 160°C Umluft. Den Mürbeteig solltest du für etwa 15 bis 20 Minuten Blindbacken. Wenn die Ränder vom Teig braun werden, ist dein Tarteboden fertig. Je nach Rezept gibst du anschließend die Füllung auf den ausgekühlten Boden und lässt sie vollständig abkühlen oder bäckst die gesamte Tarte noch einmal für einige Minuten im Ofen. Bei zweiterem solltest du beachten, dass du den Mürbeteigboden einzeln nicht zu lange bäckst, da er ja noch ein zweites Mal gebacken wird.

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