Erst schauen, dann einkaufen: der Vorratscheck in 10 Minuten

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht:
- Vorratscheck dauert 10 Minuten und spart einen Einkauf pro Woche
- vier Stationen: Kühlschrank, Obstschale, Schrank, Tiefkühler
- alles notieren, was in den nächsten drei Tagen weg muss
- Speiseplan von diesen Lebensmitteln aus rückwärts denken
- Einkaufszettel erst danach schreiben
- ein Foto vom offenen Kühlschrank hilft im Laden gegen Fehlkäufe
- einen Abend pro Woche als Restetag einplanen
Die zweite Packung Frischkäse, die du kaufst, weil du nicht mehr weißt, ob noch eine da ist: So entsteht ein großer Teil dessen, was später in der Tonne landet. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil niemand den Überblick über drei Fächer, zwei Schubladen und einen Schrank im Kopf hat. Zehn Minuten vor dem Einkauf lösen das Problem.
Warum der Blick vorher so viel ändert
- doppelte Einkäufe fallen weg
- angebrochene Packungen kommen zuerst dran
- der Zettel wird kürzer und konkreter
- der Einkauf dauert weniger lang
Wer ohne Übersicht losfährt, kauft nach Gefühl. Und das Gefühl sagt im Laden fast immer: lieber eins mehr. Genau dieses eine Mehr bleibt später übrig.
Der Check: vier Stationen, zehn Minuten
Kühlschrank (3 Minuten)
Hol alles Angebrochene nach vorn. Schmand, Frischkäse, Senf, geöffnete Wurstpackung, der halbe Becher Sahne. Schreib auf, was innerhalb von drei Tagen weg muss.
Obstschale und Gemüsefach (2 Minuten)
Weiche Tomaten, schrumpelige Äpfel, Möhren mit Gummifaktor. Alles davon ist gekocht noch völlig in Ordnung, roh aber nicht mehr lange.
Vorratsschrank (3 Minuten)

Einmal bis nach hinten greifen. Die halbe Packung Reis, die Dose Kichererbsen, das angebrochene Mehl. Notiere nur, was du tatsächlich einplanen willst.
Tiefkühler (2 Minuten)
Was liegt seit Monaten unten? Ein Beutel Erbsen und ein Stück Hackfleisch ergeben zusammen mit Kartoffeln bereits ein Abendessen.
Tipp: Schreib zwei Spalten statt einer. Links muss weg, rechts ist da. Die linke Spalte bestimmt den Speiseplan, die rechte verhindert Doppelkäufe.
Vom Vorrat zum Zettel
Plane nicht sieben Abende. Drei feste Gerichte, ein Restetag und der Rest offen reicht völlig aus und hält den Plan alltagstauglich.
Faustregel
Zuerst der Speiseplan aus dem, was schon da ist.
Danach der Einkaufszettel für das, was dafür noch fehlt.
Genau in diese Richtung arbeitet auch die Resteverwertung von eat.de: Du gibst ein, was du gefunden hast, und bekommst die Gerichte, die möglichst viel davon aufbrauchen.
Tipp: Mach zum Schluss ein Foto vom offenen Kühlschrank. Im Laden vor dem Molkereiregal ist dieses Bild mehr wert als jeder Zettel.
Schon gewusst?
Der häufigste Fehlkauf sind nicht Süßigkeiten, sondern frische Lebensmittel, die für zu viele Mahlzeiten reichen. Ein Bund Petersilie ist größer, als die meisten Gerichte ihn brauchen. Wer das beim Einkauf schon weiß, plant den Rest gleich mit ein.
Häufig gestellte Fragen
Einmal pro Woche, direkt vor dem Haupteinkauf. Sobald es Routine ist, brauchst du keine zehn Minuten mehr.
Nur, wenn du sie zuverlässig pflegst. Sonst ist der kurze Blick in die Fächer ehrlicher als eine Liste, die zwei Wochen alt ist.
Vieles lässt sich einfrieren oder einkochen. Gekochtes Gemüse, Suppen und Brot vertragen die Kühltruhe problemlos.
