Auf den Punkt gebracht:

  • Garzeit abhängig von Fleischsorte und Gewicht des Bratens
  • Schweinefleisch bei 170° Grad für 75 Minuten in den Ofen
  • Putenfleisch bei 140° Grad für 60 Minuten in den Ofen
  • garen bei Niedrigtemperatur auch möglich
  • je nach Dicke bei 80° Grad für 3,5 Stunden in den Ofen

Schwein, Rind oder Pute

Beim Rollbraten hast du die Qual der Wahl. Sei es Schweine-, Puten- oder sogar Wildschweinfleisch. Alles ist erlaubt und machbar. Hauptsache, das Fleisch lässt sich gut rollen. Was jedoch den Unterschied macht, ist die Garzeit und die Temperatur des Ofens, die natürlich an die Fleischart und das Gewicht des Bratens angepasst werden muss. Den Klassiker schlechthin stellt natürlich das Schweinefleisch da. Gerade das Fleisch vom Nacken ist gut durchwachsen und saftig, sodass dein Braten im Ofen nicht zu schnell austrocknet. Bevorzugst du eher Pute, greife am besten zu Brustfleisch oder Keule. Natürlich ist auch ein Rollbraten aus Rindfleisch möglich. Das zarte Fleisch aus der Keule eignet sich dafür hervorragend. So oder so, es muss sich gut schneiden, füllen und rollen lassen.

Rollbraten rollen

Garzeit von Rollbraten

Hast du dich für eine Fleischsorte entschieden, den Rollbraten lecker gefüllt und verschnürt, stellt sich natürlich die Frage, wie lange er in den Ofen muss, um gut durchgegart, aber nicht zu trocken zu sein. Das hängt natürlich von der Art des Fleisches und dem Gewicht des Bratens ab. Die Füllung ist dabei unwesentlich. Hast du dich für einen leckeren Rollbraten aus zwei Kilogramm Schweinefleisch entschieden, solltest du ihn bei 170° Grad für 75 Minuten in den Ofen schieben. Je dicker dein Rollbraten ist, desto länger sollte die Garzeit sein.

Ist dein Braten aus Putenfleisch, ist eine etwas niedrigere Temperatur zu empfehlen, da das Fleisch schnell trocken wird. 60 Minuten bei 140° Grad reichen aus, um ein Kilogramm Fleisch und die Füllung gut durchzugaren. Mit Rindfleisch verhält es sich ähnlich wie mit dem Rollbraten aus Schweinefleisch. In dem Fall ist eine Temperatur von 170° Grad bei einer Fleischmenge von einem Kilogramm zu empfehlen. Je nach Dicke sollte der Braten ungefähr für 50 Minuten in den Ofen.

Tipp: Ein bisschen schummeln ist erlaubt! Um zu verhindern, dass der Rollbraten zu trocken wird, kannst du den Braten einfach mit Speck ummanteln. Dein Braten ist dann nicht nur saftig und lecker, sondern hat eine wunderbar krosse Kruste.

Den richtigen Garpunkt erwischen

Einen Rollbraten zu garen klingt einfach. Aber die richtige Kerntemperatur im Fleisch zu erreichen ist kein Hexenwerk, braucht aber Erfahrung. Oder du weißt dir einfach zu helfen. Und zwar mit einem Bratenthermometer. Damit kannst du viel besser nachvollziehen, wie weit dein Rollbraten schon gegart ist. Bei einer Kerntemperatur von 65°C bis 80°C ist dein Braten gut durchgegart. Magst du es lieber leicht rosa, sollte diese nur 50°C bis 65°C betragen. Steigt die Temperatur jedoch über 80°C, droht die Gefahr, dass dein Rollbraten zu trocken wird. Hältst du die Temperaturen und die entsprechende Garzeit aber ein, wird dich ein saftiger Rollbraten dafür belohnen.

Kerntemperatur mit Thermometer messen

Ab auf die Waage

Keine Angst. Nicht du sollst auf die Waage, sondern dein Braten. Natürlich kannst du deinen Rollbraten in jedweder Größe und Gewicht in den Ofen schieben. Je mehr Leute am Tisch sitzen, desto mehr Fleisch und Füllung solltest du natürlich verwenden. Jeder Gast soll ja satt werden. Je mehr Fleisch Du verwendest, umso länger sollte dein Braten auch in die Röhre. Richte dich nach der perfekten Kerntemperatur, und du kannst nichts falsch machen.

Mal ganz anders

Willst du deinen Rollbraten nicht bei voller Hitze garen, sondern eher schonend und mit langer Garzeit, dann empfiehlt sich die Niedrig-Gar-Methode. Dazu packst du dein gefülltes und verschnürtes Fleischstück in einen Bräter und füllst ihn mit Gemüse, Wasser und, wenn du willst, Rotwein auf. Ein paar Gewürze dazu und dann für 3,5 Stunden bei 80° C in den Ofen. Das Ergebnis belohnt dich für das lange Garen. Der Rollbraten wird dadurch noch saftiger, zarter und im Geschmack intensiver.