Auf den Punkt gebracht:

  • Leisten am Stiel
  • fein-fruchtiger Geruch
  • dotterfarbenes bis blassgelbes Hütchen
  • säuerlich bis würziger Geruch
  • fasriges, helles Fleisch
  • Vorsicht vor Falschem Pfifferling

Stiel

Neben dem gleichfarbigen Hut hat der Pfifferling einen fleischigen Stiel, der von feinen Leisten durchzogen ist. Diese verlaufen vertikal vom Rand des Hutes bis in den unteren Teil des Stiels, wo sie mit dem Fleisch verwachsen. 

Tipp: Leisten unterscheiden sich von Lamellen insofern, als dass sich Lamellen durch leichtes Drücken verschieben oder vom Pilz lösen lassen. Leisten hingegen sind etwas fester und behalten ihre Form bei. Eine Verwechslung mit einem ähnlichen Pilz kann durch diesen Fingertest vermieden werden.

Hut

Das Hütchen ist das wohl markanteste Merkmal der Pfifferlinge: Er ist 6-7 cm breit und dotter- bis blassgelb. An der Unterseite des Hutes befinden sich ebenfalls sogenannte Leisten, die von dort bis zum unteren Ende des Stiels hinablaufen. Einen Pfifferling kannst du daran erkennen, dass der Rand des Hutes mit zunehmender Größe wellig wird, bei sehr kleinen Pilzen ist er noch nach unten eingerollt. 

Tipp: Ein kleiner Pfifferling mit einer Hutgröße unter 1 cm sollte noch nicht eingesammelt werden. Er beginnt erst später, Sporen zu bilden und so seine Nachkommenschaft im Wald zu sichern. 

Geruch

Ein echter Pfifferling riecht überaus angenehm und erinnert ein wenig an Aprikosen. Vor allem in feuchten Wäldern verströmen die kleinen Waldpilze einen einzigartigen Duft und sind auf diese Weise leicht zu erkennen. 

Fleisch

Einen Pfifferling kannst du am besten an seinem Fleisch erkennen. Es ist heller als seine Außenseite, leicht brüchig und mit kleinen Fasern durchzogen. Wenn du eine Verwechslung mit einem ähnlichen Pilz vermutest, kontrolliere als erstes die helle Farbe des Fleisches. Bei größeren und älteren Pilzen sollte das Fleisch des Pfifferlings nach dem Durchschneiden auch auf faule Stellen untersucht werden.

Vorkommen

Pfifferlinge findest du zwischen Juni und November in Laub- und Nadelwäldern, deren Böden moosig und feucht sind. Besonders bei Moospolstern ist die Wahrscheinlichkeit größer, einen Pfifferling zu finden. Befindest du dich an einer Stelle im Wald, an der besonders alte Bäume und totes Holz vorkommen, bist du dort genau richtig. Auch hier findest du bestimmt einige Pfifferlinge.

Vorsicht: Falscher Pfifferling

MerkmaleEchter PfifferlingFalscher Pfifferling
Hutam Rand gewellt am Rand leicht eingerollt
Stielfestere Leistenweiche Lamellen
Fleischhellgelb, festerintensiv orange-gelb, weicher
GeruchAprikosenduftkein besonderer Geruch
VorkommenLaub- und Nadelwäldereher Nadelwälder
Unterschiede: Echter Pfifferling – Falscher Pfifferling

Der bekannteste Zwilling des Pfifferlings ist sein „falscher“ Namenskollege. Er wächst allerdings lieber in trockenem Gehölz und ist deutlich dunkler und oranger gefärbt. Sein Fleisch am Stiel ist außerdem nicht so hell wie das der Echten Pfifferlinge und geruchsneutral. Erkennen kannst du Falsche Pfifferlinge darüber hinaus an dem stets eingerollten, orangen Hut und den weichen Lamellen.

Den Falschen Pfifferling findest du nur von September bis Oktober. Am häufigsten wirst du ihn in Nadelwäldern entdecken, eher seltener in Laubwäldern. Säure Böden hat der Falsche Pfifferling am liebsten und auch auf alten Holzresten fühlt er sich wohl.

Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, um welchen Pilz es sich handelt, lass‘ ihn im Zweifel lieber stehen – eine Verwechslung kann zu Magen- und Verdauungsproblemen führen!

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