Auf den Punkt gebracht:

  • festkochende Kartoffeln am besten
  • durch Vorkochen Zeit zu sparen
  • auch ungekocht möglich
  • direkt in die Glut oder auf den Rost
  • Garzeit variiert zwischen 15 Minuten und einer Stunde

Fest oder mehlig – welche Sorte

Egal ob festkochend oder mehligkochend, je größer deine Kartoffeln sind, desto besser ist es. Die dicksten und größten Kartoffeln sind die besten für Folienkartoffeln. Du kannst für deine Folienkartoffeln im Prinzip jede Kartoffelsorte nehmen. Die Sorten, die mehligkochend sind, haben ein weiches und fluffiges Inneres, drohen aber auch leicht zu zerfallen. Diese solltest du definitiv nicht vorkochen. Magst du es eher bissfest, benutze lieber Kartoffeln, die festkochend sind. Zum Beispiel Sorten wie Annabelle, Annalena oder Belana. Diese kannst du auch gut vorkochen.

Tipp: Magst du es bunt, greife doch zu Trüffelkartoffeln. Diese lila Knollen kommen ursprünglich aus Frankreich und schmecken nach Nuss. Sie sind auch unter dem Namen blaue Kartoffel, Trüffle de Chine oder Vitelotte Negresse bekannt.

Video-Tipp

Vorkochen oder nicht

Folienkartoffeln werden in den allermeisten Fällen ohne Vorkochen zubereitet. Je nach Größe benötigen sie, um gar zu werden, bis zu über einer Stunde. Wenn du aber nicht viel Zeit hast oder der Hunger einfach zu groß ist, verwende einfach vorgekochte Kartoffeln. Koche sie dazu in einem Topf mit Deckel in genügend Wasser für etwa 15 bis 20 Minuten. Achte darauf, dass sie nicht vollständig durchgegart sind. Lege sie dann gut eingewickelt in Alufolie für 10 bis 15 Minuten auf den Grill. So garen sie gut durch.
Wenn du indirekt bei einer Temperatur von 110 bis 120°C grillst, kann es bis zu 90 Minuten dauern, dass deine Folienkartoffel durchgegart ist. Legst du sie direkt in die Glut, sorgt die Hitze für eine schnellere Garzeit. Wir haben ein Rezept für dich, mit dem du Folienkartoffeln frisch vom Grill selbst zubereiten kannst.

Folienkartoffeln aufreißen wenn sie gar sind
Teste nach der Grillzeit mit einer Gabel ob die Kartoffeln komplett gar gar sind.

Tipp: Bevor du die Kartoffeln in Alufolie einwickelst, lege ein bis zwei Stücke Kräuterbutter, die du sehr gut selber machen kannst, auf die Kartoffeln.

Anleitung

  1. Wasche zuerst die Kartoffeln gut ab und bürste den Dreck und die Erde ab. Die Schale wird nicht entfernt.
  2. Steche die Kartoffeln mit einer Gabel mehrmals ein. So erreicht sie schneller ihren Garpunkt.
  3. Nun wickelst du die Kartoffeln in ausreichend Alufolie ein.
  4. Gebe zu den Kartoffeln noch etwas Butter, Salz und Thymian. Das rundet den Geschmack ab und die Kartoffeln erhalten ein tolles Aroma.
  5. Entweder legst du die Kartoffeln direkt in die Glut oder zu den anderen Grillsachen auf den Rost.
  6. Hast du die Kartoffeln vorgekocht, sind sie nach 10 bis 15 Minuten durchgegart. Ohne Vorkochen verlängert sich der Vorgang auf bis zu einer Stunde. Manchmal auch bis zu 90 Minuten.
  7. Bist du dir unsicher, ob die Kartoffeln durch sind, steche mit einer Gabel in die Kartoffel. Rutscht die Kartoffel locker von der Gabel, ist sie gar.
  8. Schneide sie längs auf und fülle sie nach Lust und Laune.

Hinweis: Verwende am besten robuste Grillfolie. Diese ist dicker und reißt nicht so schnell ein. Normale Alufolie stellt auch kein Problem da. Lege sie einfach doppelt aus.

Perfekte Beilagen

Salat, Steak oder Fisch – es gibt fast nichts, was nicht zu Folienkartoffeln passt. Sour Cream, Kräuterquark oder einfach nur kleine Schnittlauchröllchen schmecken jedem. Willst du es etwas ausgefallener, serviere deine Folienkartoffeln mit Spinat, Lachs oder Thunfisch. Dekoriere die Kartoffel mit feinen Streifen Räucherlachs, gegrillten Putenstreifen oder geschmorten Pilzen mit Zwiebeln.

Quark mit frischen Kräutern vermengen
Selbstgemachter Kräuterquark passt super zu gegrillten Folienkartoffeln.

Tipp für einen Dip

Kräuterquark kannst du ganz leicht selber machen. Vermische dazu Schmand, Quark, Knoblauch und Frühlingszwiebeln und schmecke alles mit Pfeffer, Zucker, Salz und Zitronensaft ab.