Auf den Punkt gebracht:

  • echte Pfifferlinge wachsen oft in moosigen Lagen, neben Bäumen
  • besitzen Leisten statt Lamellen an der Unterseite des Hutes und am oberen Stiel
  • echte Pfifferlinge riechen angenehm und fruchtig
  • falscher Doppelgänger ist wesentlich oranger bzw. dunkler
  • im Zweifel lieber stehenlassen als mitnehmen

Pfifferlinge sammeln

In Laub- und Nadelwäldern fühlen sich die kleinen gelben Pilze besonders wohl. Sie wachsen häufig in feuchten, moosbewachsenen Lagen, neben Birken, Kiefern und Eichen. Damit die Pfifferlinge gut gedeihen, benötigen sie jede Menge Feuchtigkeit und Wärme. Daher ist die beste Zeit zum Pilze Suchen ein warmer, sonniger Tag nach einer Regenperiode.

Video-Tipp

Pfifferling – falsch oder echt?

Ob ein Pfifferling falsch oder echt ist, erkennt man meist an äußeren Merkmalen. Der sogenannte „falsche Pfifferling“ ist dabei der wohl bekannteste Doppelgänger und sieht seinem echten Namensvetter zum Verwechseln ähnlich. Er ist zwar essbar, kann allerdings zu Magen- und Verdauungsproblemen führen und sollte daher nicht in den Sammelkorb wandern.

Der echte Pfifferling und seine Merkmale

  • dotter- bis blassgelb
  • Hut bei kleinen Pilzen eingerollt, mit zunehmender Größe wellig
  • brüchiges, helles Fleisch
  • Leisten an der Unterseite
  • angenehmer, fruchtiger Geruch
  • scharf-pfeffriger Geschmack
  • essbar

Die wichtigsten Unterschiede

  1. Der falsche Pfifferling macht es sich lieber im Gehölz als im Moos bequem, weil er sich dort besser ausbreiten kann
  2. Seine Farbe ist deutlich oranger und dunkler als die des echten Pfifferlings
  3. Falsche Pfifferlinge haben Lamellen, die echten sogenannte „Leisten“ an der Unterseite
  4. Pfifferlinge haben einen angenehm fruchtigen Duft, der falsche Zwilling ist eher geruchsneutral
  5. Echte Pfifferlinge sind etwas fester und haben helleres, stärkeres Fleisch
Falscher Pfifferling
Der falsche Pfifferling ist an seiner dunkleren Farbe und den Lamellen an der Unterseite erkennbar.
Quelle: Bubulcus, Hygrophoropsis aurantiaca anglars, bearbeitet von eat.de, CC BY 3.0

Hinweis: Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Pilz Lamellen oder Leisten hat, streiche mit dem Finger darüber. Lassen sich die Blättchen leicht verschieben und lösen, handelt es sich um Lamellen und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um einen echten Pfifferling!

Andere Doppelgänger

Neben den „falschen Pfifferlingen“ gibt es noch andere ähnliche Pilze, wie zum Beispiel den ockerbraunen „Trichterling“. Dieser hat allerdings weiße Lamellen an der Unterseite und ist nicht durchgehend gelb. Wenn du dir im Wald bei einem Pilz nicht sicher bist, ob es sich um das Original handelt, lass‘ ihn lieber stehen.

Rezept-Ideen

Wenn du erst einmal echte Pfifferlinge auf deiner Tour gesammelt hast, kannst du aus ihnen viele leckere Gerichte zaubern. Unter anderem:

Guten Appetit!