Auf den Punkt gebracht:

  • Hefe und Trockenhefe gehen beim Backen gleich gut auf 
  • besitzen den gleichen Hefestamm 
  • können miteinander ersetzt werden 
  • unterscheiden sich in Konsistenz und erhältlicher Abgabemenge 
  • Trockenhefe länger haltbar als frische Backhefe 

Wichtiges Gärmittel

Für fluffiges Brot oder den typischen Hefezopf braucht es in erster Linie neben Mehl und Wasser oder Milch, auch Hefe. Hinter diesen vier Buchstaben versteckt sich ein einzelliger Pilz. Er sorgt dafür, dass sich Kohlendioxid bildet und der Teig so seine luftige Konsistenz annimmt. 

Hinweis: Den Ursprung hat die Backhefe, die auch als Bierhefe bekannt ist, übrigens aus dem Brauereigewerbe. 

Das Gärmittel ist in mehreren Varianten erhältlich. Die zwei, die bei Hobbybäckern am meisten im Einkaufswagen landen, sind frische Hefe oder Trockenhefe.

Unterschiede: Trockenhefe – frische Hefe

Doch kann man frische Hefe einfach durch Trockenhefe ersetzen und umgekehrt? Denn neben einigen Gemeinsamkeiten gibt es auch etliche Unterschiede der beiden Formen. 

UnterschiedeTrockenhefeFrische Hefe
Konsistenzkrümeliges Pulver, in Päckchen à 7 g erhältlichgepresst, in Würfelform à 42 g erhältlich
Haltbarkeitmehrere Monate bis zu 1 Jahr wenige Tage bis zu 2 Wochen
Geschmackmildintensiv
Wasseranteil5 %70 %
Zustand Hefepilzeinaktivaktiv
Unterschiede Frische Hefe – Trockenhefe

Zubereitung

Frische Hefe ist immer aktiv. Du musst ihr nur etwas zum „reagieren“ geben, damit sie auf geht. Dafür kannst du einen Vorteig zubereiten. Gib Mehl, Zucker und etwas lauwarme Flüssigkeit (je nach Rezept: Wasser oder Milch) in eine Backschüssel. Brösel dann die Backhefe hinein und verrühre alles miteinander. Lasse diesen Mix etwa 10 Minuten stehen. Steigen kleine Bläschen auf, kannst du das Gemisch mit allen weiteren Zutaten füttern. 

Hinweis: Bei der Verwendung von Backhefe müssen alle Zutaten dieselbe Temperatur haben. Benötigst du für dein Rezept beispielsweise Eier aus dem Kühlschrank, solltest du diese vorher herausnehmen, um sie auf Zimmertemperatur zu bringen. 

Bei der Trockenhefe handelt es sich im Endeffekt um die dehydrierte Form der frischen Backhefe. Aus diesem Grund kommt es bei der Trockenhefe erst zu einer Reaktion, wenn du Wasser oder Milch hinzugibst. Auf einen Vorteig kannst du aber verzichten. Die Trockenhefe kannst du sofort mit allen anderen Zutaten vermengen. 

Tipp: Die beste Temperatur, um Hefe gehen zu lassen, liegt bei etwa 30 bis 32 Grad Celsius. Ist es zu kalt oder zu heiß, sterben die Hefepilze ab und dein Teig quillt nicht auf. 

Lagerung

Vergiss nicht, den angebrochenen frischen Hefewürfel in den nächsten 10 bis 14 Tagen zu verwenden. Bei abgelaufener Backhefe kann die Triebkraft nachlassen. Da sich Trockenhefe bei guter Lagerung auch angebrochen noch mehrere Monate im Vorratsschrank hält, ist sie für spontane Backideen besser geeignet. 

Tipp: Frische Hefewürfel kannst du ganz einfach auch einfrieren. So bleibt sie länger haltbar. 

Die Qual der Wahl 

Ob du im Supermarktregal zur frischen Hefe oder Trockenhefe greifst, ist ganz dir und deinen Vorlieben überlassen. Frischer Backhefe werden ein intensiverer Geschmack und schnellerer Quellvorgang zugesprochen. Am Backergebnis ändert sich aber nichts. Beide Hefearten können daher auch ganz einfach miteinander ausgetauscht werden. Hierbei solltest du jedoch auf die richtige Umrechnung achten. Aus einem Stück Hefe werden zwei Päckchen Trockenhefe. Andersherum benötigst du statt einem Päckchen Trockenhefe nur ein halbes Stück frische Hefe.

1 Hefewürfel= 2 Päckchen Trockenhefe
1 Päckchen Trockenhefe= 1/2 Stück frische Hefe
Umrechnung Trockenhefe – Frische Hefe
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