Das gelbe Gold des Herbstes: 10 Quitten-Rezepte wie bei Oma
Vom saftigen Quittenkuchen über Omas Gelee bis zum würzigen Chutney - so verwandelst du die harte Herbstfrucht in echte Lieblingsrezepte.
Ihre Saison ist kurz: Nur von Ende September bis in den November gibt es die goldgelben Früchte. Wer jetzt zugreift, wird mit einem einzigartigen Aroma belohnt – blumig, leicht säuerlich, mit einem Hauch von Honig. Hier findest du unsere 10 liebsten Rezepte, vom Backblech bis ins Vorratsglas.
Quittenkuchen
Im Kuchen zeigt die Quitte, was in ihr steckt: Beim Backen wird sie zart und verströmt ihren typischen Duft. Ob schlicht nach Landfrauen-Art, mit luftiger Baiserhaube oder mit Pudding und Streuseln – hier findet jeder seinen Favoriten.
Kompott & Crumble
Quittenkompott ist der Klassiker zu Grießbrei, Vanilleeis oder Pfannkuchen – und schnell gekocht. Wer es knuspriger mag, versteckt die Früchte unter einer goldbraunen Decke als Crumble.
Gelee, Marmelade & Quittenbrot
Quitten stecken voller Pektin und binden deshalb fast von allein – ideal zum Einkochen. Ob Omas goldenes Gelee, ein Aufstrich fürs Frühstück oder traditionelles Quittenbrot, ein süßes Konfekt aus eingedicktem Mus: So hält der Herbst bis weit in den Winter.
Herzhaft & zum Verschenken
Die Quitte kann auch anders: Als Chutney mit Ingwer und Chili passt sie zu Käse, Wild und Geflügel. Und Omas Quittenlikör ist, hübsch abgefüllt, ein Mitbringsel, über das sich jeder freut – nicht nur zu Weihnachten.
So verarbeitest du Quitten richtig
- Flaum abreiben: Die pelzige Schicht auf der Schale schmeckt bitter. Reib sie vorher mit einem trockenen Küchentuch gründlich ab.
- Scharfes Messer, sichere Unterlage: Roh sind Quitten steinhart. Ein großes Messer und ein rutschfestes Brett machen die Arbeit deutlich leichter.
- Das Gehäuse herausschneiden: Die Kerne solltest du nicht mitessen. Für Gelee und Saft kochen viele die Früchte samt Schale und Gehäuse aus, weil darin viel Pektin steckt. Die Samen dabei nicht zerdrücken und alles anschließend abseihen.
- Richtig lagern: Kühl und luftig aufbewahrt halten sich Quitten zwei bis vier Wochen. Leg sie aber nicht neben anderes Obst – ihr intensiver Duft überträgt sich sonst.
Du siehst: Ein bisschen Arbeit macht die Quitte schon – doch die Mühe lohnt sich. Ob als Kuchen zum Kaffee, Gelee fürs Frühstück oder Likör zum Verschenken: Mit diesen Rezepten holst du das Beste aus der kurzen Saison heraus. Wir wünschen dir viel Freude beim Ausprobieren und guten Appetit!
Häufig gestellte Fragen
Kann man Quitten roh essen?
Giftig sind rohe Quitten nicht, aber steinhart, sehr herb und kaum genießbar. Erst durch Kochen, Backen oder Dünsten werden sie weich und entwickeln ihr volles Aroma.
Wann haben Quitten Saison?
Geerntet werden Quitten in Deutschland meist von Ende September bis Ende Oktober, im Handel findest du sie bis in den November. Reife Früchte sind goldgelb und duften intensiv.
Apfel- oder Birnenquitte – was ist der Unterschied?
Apfelquitten sind rund, aromatischer und etwas härter – ideal für Gelee und Quittenbrot. Birnenquitten haben eine längliche Form und weicheres Fruchtfleisch, sie lassen sich leichter schneiden und eignen sich gut für Kuchen und Kompott.
Dieser Quittenkuchen nach Landfrauen-Art wird auf dem Blech gebacken und bringt den milden, leicht säuerlichen Geschmack der Quitte voll zur Geltung. Mit Zimt und Vanillezucker verfeinert, ist er ein typischer Herbstgenuss, wenn die Früchte reif vom Baum kommen.
- 1500 g Quitten
- 400 ml Wasser
- 1 Zitrone (Saft)
- 60 g brauner Zucker
- 1 TL Zimt, gestrichen
- 300 g Margarine, zimmerwarm
- 180 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- Prise Salz
- 5 Eier, Gr. M
- 370 g Weizenmehl Typ 405
- 1 Päckchen Backpulver
- 30 g gehobelte Mandeln
- Zuerst die Quitten mit einem Tuch von ihrem Flaum befreien, schälen, vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden.
- Danach die Quittenspalten in einen Topf geben. Wasser, Zitronensaft, braunen Zucker und Zimt dazugeben und zum Kochen bringen. Die Quittenspalten 15-20 Minuten köchelnd bissfest garen und durch ein Sieb abgießen.
- Nun ein Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die weiche Margarine mit Zucker, Vanillezucker und Salz aufschlagen.
- Anschließend die Eier einzeln nacheinander unterrühren.
- Mehl und Backpulver in einem Sieb mischen, zur Masse sieben und ebenfalls verrühren.
- Danach den Teig gleichmäßig auf dem Backblech verstreichen und die Quittenspalten darauf verteilen.
- Zuletzt die Mandelblättchen darüber streuen und den einfachen Quittenkuchen auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten backen.
Nach unserem Rezept „Einfacher Quittenkuchen nach Landfrauen-Art“ · Zum ausführlichen Rezept










