Auf den Punkt gebracht:

  • Wurst aus Rind, Lamm oder Kalb
  • Ähnelt in Aussehen und Geschmack der Salami
  • Das Besondere: aromatische Gewürzmischung
  • Ursprungsland Albanien
  • Verwendung: gebraten, gegrillt oder roh zu verschiedenen Gerichten

Was ist Sucuk?

Sucuk ist türkisch und heißt übersetzt Würstchen. Die Lieblingsspezialität der Türken schmeckt ein bisschen wie die italienische Salami und erhält ihren besonderen Geschmack aus einer intensiven Gewürzmischung aus Salz, schwarzem und rotem Pfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel und Sumach. In der Türkei wird für die Herstellung meistens Rinderhack verwendet. In anderen Ländern wird sie auch gerne mit Lamm oder Kalbfleisch zubereitet.

Vom Aussehen ähnelt die Sucuk äußerlich der deutschen Rindswurst. Sie kann als Kangal-Sucuk (Kringel), Parmak-Sucuk (fingerförmig, kurz) oder Büfe-Sucuk (fingerförmig, lang) gebunden werden. Aufgeschnitten erinnert die dunkelrote Wurst eher an eine Chorizo. 

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Wer hat Sucuk erfunden?

Auch wenn sie als eine der beliebtesten Würste der Türkei gilt, ist das eigentliche Ursprungsland der Sucuk Albanien. Von dort aus hat sie sich über den ganzen Balkan bis in den Nahen Osten verbreitet und wird seit jeher auf unterschiedlichste Art und Weise zubereitet und genossen.

Sucuk

Herstellung

Traditionell wird das rohe Fleisch zunächst mehrmals gemahlen, dann langsam mit den Gewürzen geknetet und abschließend in den Naturdarm gefüllt. Um die Wurst lange haltbar zu machen, hat man vor vielen hunderten von Jahren für die Herstellung Pökelsalz verwendet und sie anschließend an der frischen Luft getrocknet. Auch heute noch wird hausgemachte Sucuk entweder über mehrere Wochen lang luftgetrocknet oder geräuchert.

Sucuk essen

Sucuk kannst du roh, gebraten oder gegrillt essen. Angeblich soll sich der wahre Geschmack der Sucuk jedoch erst durch das Grillen richtig entfalten. In der nahöstlichen Küche findet die aromatische Wurst vielerlei Verwendung. Ein typisches türkisches Frühstücksgericht mit Sucuk heißt Menemen. Die Wurstspezialität kannst du in der Pfanne in Scheiben mit Zwiebeln, Kräutern und Gemüse braten und als Rührei, Spiegelei oder Omelette zubereiten.  Wenn du die Wurst lieber am Abend genießen möchtest, kannst du sie auch ganz einfach in einem Fladenbrot wie einen Döner zubereiten oder auch auf Pizza legen.   

Achtung: Oft wird Sucuk in Kunst-Darm gefüllt. Diesen musst du vorm Verzehr natürlich noch entfernen.

Sucuk grillen

Bevor du das nächste Mal den Grill anwirfst, lohnt sich ein Gang in den arabischen Feinkostladen. Vielleicht hast du sogar einen türkischen Metzger in der Nähe, der dir die Spezialität hausgemacht und ohne weitere Zusatzstoffe anbieten kann. In Scheiben geschnitten kannst du die Wurst und etwas Fladenbrot auf den Grill legen und anschließend mit Knoblauchsauce servieren. Die kannst du übrigens ganz schnell mit Joghurt, Knoblauch, etwas Salz und ein wenig Honig anrühren. 

Achtung! Da die Wurst sehr salzhaltig und intensiv ist, würze Gerichte damit lieber etwas vorsichtiger.

Du hast noch Wurst übrig? Dann friere sie doch einfach ein. In unserer Anleitung zeigen wir dir, wie du Wurst und Schinken richtig einfrierst.