Auf den Punkt gebracht:

  • Hefeteig perfekt für süßes wie herzhaftes Gebäck, Brot- und Pizzateig und Kuchen
  • pro 500g Mehl: 1/2 Würfel Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • Trockenhefe wesentlich länger haltbar als frische Hefe
  • zwei Päckchen Trockenhefe à 7 Gramm entsprechem 1 Frischhefewürfel
  • Verhältnis zwischen Hefe und Mehl auch abhängig vom gewünschten Endprodukt

Trocken vs. frisch

Im Gegensatz zur frischen Hefe ist Trockenhefe wesentlich länger haltbar. Frische Hefe ist ungefähr 12 Tage haltbar und muss dafür definitiv im Kühlschrank gelagert werden. Aber auch Trockenhefe sollte nicht zu warm gelagert werden.

In unserem Beitrag findest du noch mehr Unterschiede zwischen Trockenhefe und Frischhefe.

Trockenhefe und frische Hefe

Video-Tipp

Verhältnis: Mehl und Hefe

Ein guter Hefeteig ist kein Hexenwerk. Du musst dabei nur das richtige Verhältnis zwischen Hefe und Mehl einhalten und ein paar Tipps beachten, schon steht dem Genuss nichts mehr im Weg. Der Triebkraft eines Würfels frischer Hefe entsprechen 2 Päckchen Trockenhefe mit je 7 Gramm pro Päckchen. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass ein Päckchen Trockenhefe oder ein halber Würfel frische Hefe für 500 Gramm Mehl ausreicht.

Wieviel Hefe: Tabelle

Das genaue Verhältnis zwischen Mehl und Hefe, ob frisch oder trocken, hängt von der Gärzeit, dem Rezept und deinem gewünschten Endprodukt ab. Ob du nun 100g, 200g, 300g, 500g oder gar 1kg Mehl benötigst, in der Tabelle findest du Richtwerte, an die du dich halten kannst, aber nicht musst.

Mehl frische Hefe Trockenhefe
100 g        4g   1,4g
200 g8g2,8g
300 g12g4,2g
500 g1/2 Würfel (21g)1 Päckchen (7g)
1 kg1 Würfel (42g)2 Päckchen (14g)

Treibende Pilze

Das in der Hefe treibende und gärende Mittel sind die Hefepilze. Ungefähr 10 Milliarden Hefezellen sind dabei in frischer Hefe vorhanden. Zusätzlich besteht frische Hefe aber auch noch aus 30 % Wasser. Um Trockenhefe herzustellen, wird das Wasser dann einfach der Hefe entzogen. Somit besteht auch Trockenhefe aus lebenden Zellen.

Brot

Willst du Brot backen, verwendest du in den meisten Fällen eher nicht so viel Hefe. Das hängt dabei natürlich von der Brotsorte ab, die du backen möchtest. Denn Weizenbrote gehen schneller als Brote mit hohem Roggenanteil. Das hängt mit dem im Weizenmehl enthaltenen hohen Stärkeanteil zusammen. Denn bei einem hohen Weizenmehlanteil verwendest du am besten etwa 10 g frische Hefe bei einer Mehlmenge von 500 g. Je höher der Roggenanteil ist, desto mehr Hefe kannst du auch benutzen. 10 bis 15 g müssten aber ausreichen. Benutzt du jedoch Trockenhefe, reicht in der Regel ein Päckchen je 500g.

Kuchen

Hefeteig ist lecker und dabei die Grundlage für viele Kuchen, Torten und Gebäck. Der Hefeanteil hängt dabei vom Fettgehalt und der Gehzeit des Teiges ab. Bei einer kurzen Gehzeit wie beispielsweise bei Kuchenböden nimmst du am besten einen halben Würfel frische Hefe auf 500 Gramm Mehl. Ist der Fettgehalt jedoch höher, benötigst du etwas mehr Hefe. Der geringe Wassergehalt wirkt sich dabei negativ auf den Stoffwechsel der Hefe aus. Soll dein Teig jedoch langsamer gehen und benötigt mehr Zeit wie zum Beispiel bei einem fluffigen Hefezopf, kannst du deutlich weniger Hefe verwenden.

Hefe in Milch auflösen

Tipps & Tricks

Du hast das richtige Verhältnis zwischen Hefe und Mehl gefunden. Jetzt kommt es also nur noch auf die richtigen Tipps an, und dein Hefeteig wird perfekt:

  1. Knete den Teig dabei lieber länger als zu kurz.
  2. Wärme die Schüssel, in der du den Teig bearbeitest, kurz vorher etwas an.
  3. Lasse den Teig dann an einem warmen Ort wie in der Nähe einer Heizung oder im Backofen bei maximal 50° Grad gehen.
  4. Achte darauf, dass die Hefe nicht abgelaufen ist.