Auf den Punkt gebracht:

  • Größe des Eis beachten
  • Gekühlte Eier haben längere Garzeit
  • Anstechen verhindert kein Platzen
  • Abschrecken nur bei weichen Eiern sinnvoll 

Hart gleich hart?

Die Frage, wann wir ein Ei als hartgekocht betiteln, würde wohl jeder etwas anders beantworten. Fakt ist jedoch, dass sowohl das Eigelb als auch das Eiweiß weder flüssig noch wachsweich sein sollten. Doch während die einen ihr hartes Ei nur dann essen, wenn es wirklich absolut trocken ist, akzeptieren andere noch ein hartes Ei, bei dem der Dotter noch ein wenig feucht ist. Schnittfest sollte ein hartes Ei jedoch unbedingt sein.

Mit einem einfachen Drehtest kannst du übrigens rohe von gekochten Eiern unterscheiden. Dafür musst du das Ei nur schnell drehen. Wenn es sich eher langsam bewegt und „herumeiert“, handelt es sich um ein rohes Ei. Ein hartgekochtes Ei dreht sich schnell und gleichmäßig!

Video-Tipp

Die Größe entscheidet

Eier werden in der Regel in den Größen:

  • S
  • M
  • L
  • sowie XL 

angeboten. In unserem Magazinbeitrag erfährst du alles über die Größen von Hühnereiern.

Die Größe des Eies hat auch einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie lange es kochen muss, um hart zu werden. 

Eier hart kochen: Tabelle

Ei-GrößeGarzeit
S7-8 Minuten
M8-9 Minuten
L10 Minuten
XL11-12 Minuten
Garzeit: Eier hart kochen

Ein Ei in der Größe S braucht demnach im Schnitt 2-3 Minuten weniger als sehr große Eier. So solltest du es nach ungefähr 7-8 Minuten aus dem Wasser nehmen. Das Gute jedoch ist: Du kannst nichts falsch machen, wenn du es vorsichtshalber noch ein wenig länger im Wasser lässt. Wenn das Ei hartgekocht ist, ist es eben hart. Ein Ei in der Größe M benötigt ungefähr 8-9 Minuten und ein Ei in Größe L ungefähr 10 Minuten. Sehr große Eier solltest du 11-12 Minuten im kochenden Wasser lassen.

Eier lagern

Viele lagern Eier im Kühlschrank, andere im Vorratsschrank. Der Ort der Lagerung hat tatsächlich einen Einfluss darauf, wann es hartgekocht ist. Eier, die direkt aus der Kühlung entnommen werden, benötigen eine Minute länger als ungekühlte Eier.

Mehr über die Haltbarkeit von gekochten Eiern und die richtige Lagerung, erfährst du in unserem Magazinbeitrag: Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Eier anstechen?

Ei anstechen

Es hält sich hartnäckig die Behauptung, dass das Anstechen der Eier das Platzen verhindert. Leider ist das nicht der Fall. Ein Experiment einer WDR-Sendung konnte dies bestätigen. Bei dem Experiment wurden 3000 Eier gekocht und jedes zehnte Ei platzte beim Kochen, unabhängig davon, ob es angestochen wurde oder nicht. Dennoch kann es nicht schaden, das Ei vor dem Kochen mindestens 10 Minuten bei Zimmertemperatur zu lagern. So ist der Temperaturunterschied nicht so groß, wenn es in das Wasser gelangt. Dies kann zumindest die Wahrscheinlichkeit des Platzens senken.

Mythos: Eier Abschrecken

Lassen sich abgeschreckte Eier leichter pellen? Der Mythos lässt einfach widerlegen, denn entscheidend für das leichtere Pellen ist die Lagerzeit. Frische Eier lassen sich leichter pellen, als ältere. Hilfreich ist das Abschrecken mit kaltem Wasser jedoch, wenn du dir ein weiches Ei zubereiten willst. Das kühle Wasser verhindert, dass das Ei nach dem Kochen weiter gart. Aber auch bei den harten Eiern ist es gar nicht schlecht, wenn sie ein wenig abkühlen dürfen. Deine Finger werden es dir beim Pellen danken.

Hartgekochtes Ei pellen

Hinweis: Das Abschrecken von hartgekochten Eiern kann sogar schädlich sein! So können mit dem Wasser Bakterien in das Ei gelangen und dessen Haltbarkeit verkürzen. Gekochte Eier ohne Abschrecken können mehrere Wochen im Kühlschrank gelagert werden, abgeschreckte nur wenige Tage.

Was du aus hartgekochten Eiern alles zaubern kannst? Wie wär’s mit klassischen Senfeiern mit Kartoffeln, Frankfurter grüner Soße oder einem frischen Spargelsalat?