Auf den Punkt gebracht:

  • 3 Schritte: zuschneiden, waschen, schälen
  • besser Messer als Sparschäler verwenden
  • die Farbe variiert mit der Sorte und der Erntezeit
  • Blätter und Stangen können verwendet werden

Schälen ist nötig

Staudensellerie hat einen sehr feinen Geschmack und passt sich hervorragend an „umgebendes Gemüse“ oder Dips an, was ihn zu einem beliebten Küchenbegleiter macht. Ähnlich wie Rhabarber hat er aber sehr faserige, harte Außenhäute, die den Genuss stören: sie schmecken bitter und bleiben zwischen den Zähnen hängen. Auch wenn du das Gemüse in einer Suppe kochen oder im Ofen rösten willst, solltest du die Stangen sorgfältig schälen. Das ist bei Selleriestangen nicht so einfach, da die Stangen gebogene Staudeninnenräume haben.

Du willst noch mehr zum Thema wissen? Dann schau dir unseren Beitrag zum Schälen von Stangensellerie an.

Video-Tipp

Sellerie schneiden: Anleitung in 3 Schritten

Es ist wie beim Nähen eines Kleides: Erst musst du den Stoff zuschneiden, dann waschen und reinigen, bevor du die Nadel bzw. das Schälmesser ansetzt. Mit dieser Anleitung zum richtigen Putzen und Schneiden wird die Zubereitung von Staudensellerie für dich zum Kinderspiel:

Schritt 1: Zuschneiden

  1. Trenne mit einem scharfen Messer die Stangen vom Strunk ab und befreie sie von den Blättern. Wirf die Blätter nicht weg, du kannst sie noch verwenden!
  2. Alles, was weiß ist, hat wenig bis bitteren Geschmack: schneide es großzügig ab!
  3. Trockene Stangenenden sind nicht mehr saftig und sollten ebenfalls weggeschnitten werden.

Schritt 2: Waschen

  1. Staudensellerie aus dem eigenen Garten kannst du mit einer groben Bürste unter Wasser von Erde und Schmutz befreien.
  2. Mit fließendem Wasser solltest du speziell die gebogenen Rillen bearbeiten.
  3. Hast du den Staudensellerie gekauft und kennst die Herkunft nicht genau, nimm dir mehr Zeit und Achtsamkeit beim Säubern – Sellerie ist sehr gesund, zieht aber auch viele Stoffe aus der Umwelt an sich.
Staudensellerie waschen

Schritt 3: Schälen

  1. Der geputzte Sellerie kann nun von den harten Fasern befreit werden. Schneide mit einem Messer einen halben Zentimeter vom unteren Ende in die Stange ein.
  2. Mit dem Messer kannst du die Fasern vom Anschnitt aus anheben und einfach abziehen. Wiederhole das, bis die harten Stücke entfernt sind.
  3. Jetzt kannst du die Stangen direkt roh knabbern oder zur Weiterverarbeitung in Würfel schneiden.

Tipp zum Zeitsparen: Natürlich geht der letzte Schritt mit einem Gemüseschäler schneller – allerdings ziehst du dann auch einen großen essbaren Anteil mit ab. Wirf die Schalen dann in eine Brühe, um sie trotzdem zu verwenden!

Farbe verloren?

Staudensellerie und Bleichsellerie können nicht nur das gleiche, sondern sogar dasselbe Gemüse sein! Einige Sorten vom Sellerie werden im September, kurz vor der Ernte, von sich aus bleich. Andere Sorten werden drei Wochen vor der Ernte umwickelt, damit sie bleich werden. Die blasse Farbe hat einen Grund: die bleichen Blätter und Stangen schmecken dann besonders aromatisch. Beim Putzen kannst du dich dann allerdings nicht mehr nur an der grünen Farbe des essbaren Anteil orientieren.

Buntes mit Blättern

Die Blätter vom Staudensellerie gehören nicht in den Abfall! Verwende sie stattdessen als:

  • Dekoration
  • Zutat für Blattsalate
  • Würze in Suppen und Eintöpfen
  • getrocknet als aromatischer Anteil von Heilkräuter-Tees
  • gesundes Tuning für deinen grünen Smoothie
Selleriesuppe
Die Blätter vom Staudensellerie kannst du super als Topping für Suppen benutzen.

Tipp für Gäste: Wenn du Staudensellerie roh mit Dips servierst, schneide die Stangen direkt vor dem Servieren noch einige Millimeter ab! So sorgst du für einen besonders saftigen Biss und ein duftiges, frisches Aroma im Raum!