1. Kürbis roh essen: Gefahren

Hierbei gibt es eine wichtige Regel, die du zu beachten hast. Speisekürbisse kannst du ohne Bedenken roh verzehren und sie eignen sich damit super für Rohkost-Gerichte. Von Zierkürbissen solltest du jedoch die Finger lassen! Sie sind sowohl im rohen als auch im gekochten Zustand giftig. Der Grund dafür ist der Bitterstoff Curcurbitacin, der bereits in kleinen Mengen giftig sein kann. Nach einem Verzehr verspürst du Übelkeit und es kann zu Herzrasen kommen. Bevor du deinen Kürbis roh essen kannst, solltest du also auf Nummer sichergehen und dich genauer informieren!

Tipp: Solltest du Anzeichen einer Vergiftung spüren, solltest du umgehend den Giftnotruf wählen. Informiere dich, wie die Nummer in deiner Region ist, da diese abhängig vom Bundesland ist.

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2. Welchen Kürbis roh genießen?

Einen Kürbis, den du im Supermarkt findest, kannst du häufig roh essen. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung wurde aus den meisten Kürbissen das giftige Curcurbitacin herausgezüchtet. Mustaktkürbis, Butternut-Kürbis und Hokkaido-Kürbis eigenen sich besonders als Rohkost. Beim Hokkaido-Kürbis kannst du sogar die rohe Schale mitessen.

verschiedene Kürbisse
Es gibt viele verschiedene Kürbisse, jedoch ist nicht jeder davon roh genießbar

3. Eigene Ernte roh essen?

Egal wie stolz du auf deinen selbst gezüchteten Kürbis bist, auf einen rohen Verzehr deiner Ernte solltest du dringend verzichten. Auch wenn du Saatgut von Speisekürbissen verwendest, kann es zu einer Rückmutation kommen, wo erneut Cucurbitacin produziert wird. Selbst bei geprüftem Bio-Saatgut besteht die Gefahr, dass sich der Kürbis mit einem Zierkürbis kreuzt. Dieser muss nicht zwingend in deinem Garten stehen. Es kann auch ein Zierkürbis aus dem Garten deines Nachbars sein. Deshalb solltest du eher vorsichtiger sein und nur Kürbisse aus dem Supermarkt roh verzehren.

Tipp: Du hast Probleme beim Schälen deines Kürbisses? Hier zeigen wir dir, wie man Hokkaido schält und hier zeigen wir dir wie du deinen Butternut-Kürbis schälst.

4. Führe einen Geschmackstest durch!

Du kannst ganz einfach testen, ob ein Kürbis Giftstoffe enthält oder ob du ihn essen kannst:.

  1. Zuerst wird ein kleines Stück des Kürbisses herausgeschnitten werden.
  2. Stück roh und ungewürzt probieren.
  3. Den Kürbis nach dem Geschmackstest vollständig ausspucken!
  4. Schmeckt der Kürbis bitter, enthält der möglicherweise schädliche Bitterstoffe und sollte weder roh noch gekocht verzehrt werden!

Tipp: Kürbisse von Freunden oder Nachbarn solltest du nie roh verzehren, da du nie weißt, um welche Kürbisse es sich handelt und wie sie gezüchtet wurden.

5. Keine Angst beim Verzehr!

Ein Kürbis, der roh verzehrbar ist, kann vielseitig eingesetzt werden. Du solltest auch keine Bedenken beim essen haben, wenn du dich gut genug informiert hast. Roh eignet sich der Kürbis in Salaten, Nudelgerichten, kalten Suppen und sogar Smoothies. Gerade für überzeugte Rohköstler ist der Kürbis kaum wegzudenken. Er ist sehr gesund, da er mit Vitamin A und Vitamin C vollgepackt ist. Das Fruchtfleisch besitzt eine Menge an Mineralstoffen. Zudem ist der Kürbis mit 25 Kilokalorien auf 100 Gramm sehr kalorienarm, was das orangene Gemüse zu einem Schlankmacher macht.

Hokkaidokürbis aus dem Ofen
Natürlich kann ein Kürbis nicht nur roh überzeugen, sondern auch z.B. als veganer Kürbis aus dem Ofen

6. Die Kerne nicht vernachlässigen!

Nicht nur das Fruchtfleisch sollte deine Aufmerksamkeit bekommen, sondern auch die Kerne, da diese viel Zink beinhalten, was gut für Gehirn, Haut und Immunsystem ist. Des Weiteren kannst du die Kerne ganz einfach aus dem Kürbis holen und weiterverarbeiten. Du kannst deine Kürbiskerne zum Beispiel in der Pfanne rösten und damit Salate und Suppen super aufpeppen.

Kürbiskerne im Ofen rösten
Hier zeigen wir dir, wie du die Kürbiskerne richtig geröstet bekommst.