Auf den Punkt gebracht:

  • grüne Flecken außen wie innen sind Zeichen von Unreife
  • innen grün bedeutet nicht giftig
  • essbar, kann komplett mit gekocht werden
  • nicht lange lagerungsfähig

Ist grün gleich giftig?

Das Wichtigste vorweg: Grüne Flecken innen oder außen bedeuten beim Hokkaido-Kürbis nicht, dass er giftig ist. Zeigt sich das Fruchtfleisch innen grün, deutet das lediglich darauf hin, dass der Kürbis noch nicht ganz fertig gereift ist. Auch grüne Flecken auf der äußeren Schale sind kein Grund zur Besorgnis. Der Hokkaido ist ganz normal essbar. Anders als bei Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln sind die grünen Verfärbungen keinesfalls gesundheitsschädigend.

Video-Tipp

Grüner Hokkaido-Kürbis

Du musst die grünen Stellen am oder im Hokkaido-Kürbis nicht rausschneiden. Allerdings sollte er zügiger verarbeitet werden als ein perfekt gereifter und unversehrter, leuchtend orangener Kürbis. Diese sind normalerweise mehrere Wochen lagerungsfähig.

Hokkaido mit grünem Fruchtfleisch

Verarbeitung

Die Schale des Hokkaido-Kürbis samt grüner Flecken mit einer Bürste gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Der große Vorteil des kleinen kugeligen Japaners ist nämlich, dass er nicht geschält werden muss. Dann einfach den Stiel entfernen. An dieser Stelle das Messer zum Zerteilen ansetzen und den Hokkaido in zwei Hälften schneiden. Sind das Fleisch, die Kerne und Fasern in Ordnung und nur das Fruchtfleisch noch etwas grün, muss lediglich der Samenteil entfernt werden.

Tipp: Du kannst mit einem Esslöffel einfach entlang des Fruchtfleisches fahren, so bekommst du das Innenleben ganz leicht entfernt.

Reifezeichen beim Hokkaido

Dein Hokkaido-Kürbis ist innen grün, das soll dir nicht noch einmal passieren? Im Laden oder auf dem Markt helfen dir folgende Merkmale, einen schönen reifen Hokkaido zu erkennen:

  • leuchtend orangene Schale
  • harter, trockener, leicht schrumpeliger Stiel
  • klingt beim Klopfen hohl und dumpf

Tipp: Der Stiel am Kürbis verschließt die einzige verwundbare Stelle der sonst so dicken schützenden Kürbisschale. Wurde er rückstandslos entfernt, können Krankheitserreger ihren Weg ins Innere finden und er verfault bis zur Ungenießbarkeit.

reifer Hokkaido

Mit einem Hokkaido-Kürbis kannst du so einige leckere Gerichte zaubern. Schau mal hier:

Fauliger Kürbis

Hast du den Hokkaido beim Einkauf nicht so genau angeschaut oder hat er beim Lagern vielleicht schon einen Schlag abbekommen? Wenn der Kürbis folgende Anzeichen von Fäulnis hat, solltest du ihn unbedingt komplett entsorgen:

  • Flaum oder weiße Härchen
  • riecht unangenehm muffig
  • matschige Stellen
  • schimmelige Kerne und Fasern

Wichtig! Schlechte Stellen nur wegschneiden reicht nicht! Die Sporen können unsichtbar bereits im ganzen Hokkaido verteilt sein. Also keine Experimente, sondern ab damit in den Biomüll!

Giftige Kürbisse erkennen

Gibt’s giftige Kürbisse? Ja, die gibt es. Sogenannte Zierkürbisse enthalten Cucurbitacine. Normalerweise wurde das Gift aus kultivierten Zucchini, Gurken und Kürbissen herausgezüchtet. Es kann aber im heimischen Garten zum Beispiel in Speisekürbisse wandern, wenn sie direkt neben Zierkürbissen angebaut werden. Auch wenn man als Hobbygärtner immer wieder nur eigenes Saatgut verwendet, kann es zu solch einer unkontrollierten Rückkreuzung kommen.
Schon bei sehr geringer Konzentration sind die Cucurbitacine gut als bitter schmeckend wahrnehmbar. Im schlimmsten Fall kann der Verzehr zu einer tödlich verlaufenden Lebensmittelvergiftung führen. Daher ist wichtig:

  • schmeckt Fruchtfleisch bitter, ist der Kürbis giftig
  • verzehrtes Stück sofort ausspucken
  • Gefahr von Lebensmittelvergiftung
  • bei Eigenanbau nur Original-Saatgut nehmen
  • Zierkürbisse nicht essbar, nur Deko