Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • beim Keimen entsteht schwach giftiges Solanin
  • bei kleinen Keimen bis 1 cm Länge noch essbar
  • Keime großzügig entfernen
  • Kartoffeln mit langen Keimen und grünen Stellen entsorgen
  • kühle, trockene und dunkle Lagerung verhindert schnelles Keimen

Keimende Kartoffeln

Der Keimvorgang bei Kartoffeln hängt damit zusammen, dass sie bei zu hohen Temperaturen, zum Beispiel bei Zimmertemperatur in der Küche, gelagert werden. Auch Licht kann den Keimprozess beschleunigen – dann nämlich entstehen dickliche, meist recht kurze Keime, die eine grün-rötliche Farbe haben. Ist kein Licht im Spiel, sind die Triebe lang, dünn und weiß. Während des Keimvorgangs entsteht in den Kartoffeln Solanin, ein schwach giftiger Stoff, der in allen Nachtschattengewächsen vorkommt. Je mehr Kartoffeln keimen, desto höher und schließlich gesundheitsschädlich wird die Solanin-Konzentration.

keimende Kartoffeln

Hinweis: Auch grüne Stellen an Kartoffeln enthalten Solanin in erhöhter Konzentration – wir raten dir dazu, solche Kartoffeln zu entsorgen, um kein gesundheitliches Risiko einzugehen.

Triebe herausschneiden

Keine Sorge, du musst Kartoffeln nicht sofort wegwerfen, wenn du siehst, dass sie gekeimt haben. Um keimende Kartoffeln essen zu können, kannst du dich an unseren Tipps orientieren:

  • Kartoffeln mit Keimen bis zu 1 cm Länge sind noch essbar
  • die Sprossen unbedingt großzügig herausschneiden, nicht nur von der Schale „abknipsen“
  • Kartoffeln mit längeren Trieben unbedingt entsorgen
  • gekeimte Kartoffeln, die sehr schrumpelig sind, ebenfalls besser entsorgen
  • nach der Entfernung der Austriebe Kartoffeln nur geschält verzehren, zum Beispiel als Salzkartoffeln oder schnelle Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln

Kartoffeln: richtige Lagerung

Das A und O, um ein Auskeimen von Kartoffeln zu vermeiden, ist die geeignete Lagerung. In der Wohnung ist es dafür viel zu warm.
Im Idealfall werden Kartoffeln

  • kühl (3 bis 5°C)
  • trocken und
  • dunkel

gelagert, um eine rasche Triebbildung zu verhindern und die Solanin-Konzentration (der Stoff ist übrigens in jeder Kartoffel in geringsten, nicht schädlichen Mengen enthalten) so niedrig wie möglich zu halten. Wenn du keinen kühlen Kellerraum zur Verfügung hast, indem du deine Kartoffeln lagern kannst, solltest du immer nur eine so große Menge einkaufen, wie du in ein paar Tagen verbrauchen kannst.

Tipp: Am besten lagerst du Kartoffeln im Keller in einem Vorratstopf aus Ton und nie in der Nähe von Äpfeln – die nämlich würden das Keimen beschleunigen.

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