Auf den Punkt gebracht:

  • festkochende Kartoffeln am besten
  • vorher in Wasser einlegen
  • am besten am Vortag vorkochen
  • in Öl und Butter vorsichtig anbraten

Video-Tipp

Roh oder vorgekocht

Bei der Frage scheiden sich die Gemüter. Wenn du die Bratkartoffeln vorher kochen willst, ist die Zubereitung um einiges leichter als bei rohen Kartoffeln. Bratkartoffeln sind die beste Resteverwertung. Rohe Kartoffeln zu verarbeiten erfordert einiges Geschick und Können und ist was für Profis. Wässere die geschnittenen, rohen Kartoffeln für 10 bis 15 Minuten in kaltem Wasser und spüle sie danach gut ab. So entfernst du einen Großteil der Stärke und die Kartoffeln werden wunderschön knusprig. Muss es schnell gehen, kannst du die Kartoffelscheiben einfach unter kaltem Wasser etwas abspülen und weiterverarbeiten.

Auf die Knolle, fertig, los

Bratkartoffeln vorher zu kochen erfordert natürlich etwas mehr Arbeit im Voraus. Doch beim Braten hast du es dann umso leichter.

Anleitung:

  1. Erhitze die gewaschenen Kartoffeln in kaltem Salzwasser und koche sie 20 Minuten lang auf kleiner Flamme.
  2. Gieße nun das Wasser ab und lasse die gekochten Kartoffeln gut ausdampfen und befreie sie dann von der Pelle.
  3. Du kannst die Bratkartoffeln einen Tag vorher kochen. So können sie am besten über Nacht gut abkühlen und fallen beim Schneiden nicht so leicht auseinander.
  4. Versuche, die Schnittgröße so gleichmäßig wie möglich zu machen. Köche empfehlen etwa 3 Millimeter dicke Scheiben. Du kannst sie aber auch würfeln.
  5. Bevor du die Kartoffelscheiben in die Pfanne legst, sollte das Fett richtig heiß sein. Ansonsten saugen sich die Kartoffeln zu sehr mit Fett voll und werden matschig.
  6. Reduziere etwas die Hitze und gebe die Kartoffeln nebeneinander in die Pfanne. Auf gar keinen Fall übereinander.
  7. Lasse nun die Kartoffeln schön braun anbraten und wende sie dann vorsichtig. Entweder mit einem kurzen, kräftigen Ruck oder mit einem Pfannenwender.
  8. Salze die Bratkartoffeln erst zum Schluss. Ansonsten werden sie weich.
gekochte Kartoffeln in Scheiben schneiden
Schneide die gekochten Kartoffeln in gleichmäßig dicke Scheiben.

Tipp: Ein ganz besonderer Leckerbissen werden deine Bratkartoffeln, wenn du sie in Zwiebel- und Speckfett anbrätst. Brate dazu Zwiebel und Speck an und brate die Kartoffeln dann in dem dabei entstehenden Bratfett. Zum Schluss fügst du alles zusammen. Einfach lecker.

Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln

  1. Wässere die rohen Kartoffeln und trockne sie mit einem Tuch ab. So entfernst du die ausgetretene Stärke und deine Bratkartoffeln werden schön knusprig.
  2. Brate die Kartoffelscheiben bei mittlerer Hitze an, da sie sonst außen zu schnell kross werden und innen noch nicht ganz durch sind.
  3. Hast du größere Kartoffelstücke, kannst du die ersten 5 Minuten den Deckel auf der Pfanne liegen lassen. So werden sie schneller gar.
  4. Verfahre dann wie bei den vorgekochten Kartoffeln.
  5. Bringe Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln schnell auf den Tisch, da sie sonst schnell wieder weich werden können.

Tipp: Du kannst junge Kartoffeln einfach mit der Schale braten. Die Vitamine unter der Schale bleiben so besser erhalten.

Das Salz in der Suppe

Um den Bratkartoffeln die Würze zu geben benutze am besten Fleur de Sel. Ein anderes gutes Salz tut es auch. Die Kardinalsregel lautet. Je weniger Zutaten verwendet werden, desto hochwertiger sollten sie sein. Auch Rosmarin, Majoran oder Kümmel sind leckere Begleiter. Bei uns findest du noch mehr Ideen, was du zu Bratkartoffeln essen kannst.

Bratkartoffeln würzen
Würze die Bratkartoffeln erst nachdem du sie fertig gebraten hast.

Fett unterstrichen

Nicht nur die Kartoffelsorten sind entscheidend für den Geschmack deiner Bratkartoffeln, auch das richtige Fett. Verwendest du pflanzliches Öl, wie Sonnenblumen- oder Rapsöl, sollte es hocherhitzbar sein. Olivenöl hat einen starken Eigengeschmack, den man an Kartoffeln mögen muss. Du kannst auch Olivenöl mit Butter mischen. Nur Butter zu verwenden ist nicht zu empfehlen, da diese in der Pfanne zu schnell braun wird. Das allerbeste Ergebnis erzielst du jedoch mit Schmalz. Butter-, Schweine- oder Gänseschmalz gibt deinen Bratkartoffeln den besten Geschmack.

Ab in die Pfanne

Achte einfach darauf, dass deine Pfanne beschichtet ist. Ansonsten kleben die Kartoffeln fest und du hast kein Vergnügen an deinen leckeren Bratkartoffeln. Profis benutzen am allerliebsten Eisenpfannen oder Pfannen aus Gusseisen. Da macht das Zubereiten doppelt so viel Spaß und du erreichst ein perfektes Ergebnis.

Haben wir dir jetzt Appetit auf Bratkartoffeln gemacht? Egal ob du sie vorkochen möchtest oder nicht, bei uns findest du das passende Rezept.

FAQ

Welche Kartoffelsorte eignet sich besonders für Bratkartoffeln?

Bei Bratkartoffeln erreicht man mit weniger Stärke mehr. Wir reden nicht über den Bizeps, sondern über den Stärkegehalt der Kartoffel. Du möchtest keinen matschigen Brei auf dem Teller haben. Um die leckeren, knusprigen Bratkartoffeln zu erhalten, die jeder so liebt, braucht es eine Kartoffelsorte mit wenig Stärke. So bleiben die Kartoffelscheiben gut in Form. Bevorzugst du roh gebratene Kartoffeln sind ganz besonders die Sorten Cherie, Amandine und Jazzy zu empfehlen. Willst du die Bratkartoffeln vorher kochen, eignen sich die festkochenden, möglichst speckigen Sorten wie Allians, Linda, Sieglinde, Annabelle und Selma sehr gut.

Wie lange halten sich Bratkartoffeln im Kühlschrank?

Bratkartoffeln halten sich ohne Probleme bis zu vier Tage im Kühlschrank. Ungekühlt hast du ca. 2 Tage etwas davon.