Auf den Punkt gebracht:

  • beheimatet in traditionellen asiatischen Küche
  • Bezeichnungen: „Sojaquark“, „Bohnenquark“, „Bohnenkäse“
  • Hauptbestandteile: Sojabohnen + Wasser
  • Sorten: Naturtofu, Seidentofu, Räuchertofu
  • wichtiger pflanzlicher Eiweißlieferant bei veganen und vegetarischen Ernährung

Wie wird Tofu hergestellt?

Der Begriff „Tofu“ kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „geronnene Bohne“. Tofu. Er wird auch „Bohnenquark“, „Bohnenkäse“ oder „Sojaquark“ genannt und ist ein traditionelles asiatisches Lebensmittel. Die Frage „Woraus wird Tofu gemacht?“ lässt sich leicht beantworten: Tofu besteht aus Sojabohnen und Wasser.

Wie wird Tofu hergestellt? Die Herstellung ähnelt der von Käse. Zunächst weicht man Sojabohnen in Wasser auf, mahlt diese und presst sie aus. Es entsteht eine Sojamilch. Diese wird dann mit den Gerinnungsmitteln Calciumsulfat (Gips) und Magnesiumchlorid (japanisch „Nagiri“) versetzt. Danach wird Zitrone dazugegeben und alles aufgekocht. Hierdurch stockt das in dem Soja enthaltene Eiweiß. Anschließend wird die ausgeflockte Masse von der Flüssigkeit getrennt. Die überschüssige Flüssigkeit presst man heraus, bis aus der Masse ein Tofublock entsteht.

Tofu ist reich an Vitaminen, Eiweiß, Kalzium sowie Eisen. Das gesunde Lebensmittel ist außerdem als Fleischersatz ein fester Bestandteil der vegetarischen und veganen Küche.

Hinweis: Je fester der Tofu ist, desto mehr Eiweiß enthält er.

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Tofusorten

Neben dem naturbelassenen, geschmacks- und geruchsneutralen Tofu gibt es auch geräucherten, gewürzten, marinierten, eingelegten oder anderweitig bearbeiteten Tofu. Die beliebtesten Arten sind:

  • Naturtofu
  • Seidentofu
  • geräucherter Tofu

Naturtofu

Naturtofu wird bei der Herstellung stark gepresst. Er ist trocken und fest. Naturtofu ist weitgehend ohne Eigengeschmack, lässt sich jedoch vielseitig weiterverarbeiten. Du kannst ihn würzen, marinieren, braten, frittieren oder auch grillen. Nicht aufgebrauchten Naturtofu legst du am besten in ein Gefäß mit Wasser. Achte darauf, dass er dabei komplett mit Wasser bedeckt ist und wechsle das Wasser täglich. Damit hält sich der Tofu noch bis zu 1 Woche im Kühlschrank.

Tofu aka. Bohnenkäse

Naturtofu eignet sich besonders zum Marinieren, probier unseren asiatisch marinierten Tofu oder unsere knusprig panierten Tofusticks aus.

Seidentofu

Seidentofu kommt aus Japan und hat dort den Namen „Kinugoshi“. Bei der Herstellung wird dieser nach dem Gerinnungsprozess nicht mehr gepresst. Dadurch ist sein Feuchtigkeitsgehalt sehr hoch. Die Konsistenz ist weich, cremig und glatt. Seidentofu eignet sich beispielsweise hervorragend für Suppen, Soßen, Desserts und zum Backen. Angebrochen kannst du ihn noch 2-3 Tage in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahren.

Seidentofu

Mit Seidentofu kannst du auch eine leckere vegane Crème Brûlée kochen!

Räuchertofu

Räuchertofu kommt nach dem Pressen in eine Räucherkammer. Durch das Räuchern nimmt er einen rauchigen Geschmack an. Zudem verliert er nochmals an Flüssigkeit. Räuchertofu ist noch fester als Naturtofu. Mit ihm kannst du zum Beispiel Salate, Suppen und Pasta verfeinern. Gebraten oder gegrillt ist er ebenfalls eine Delikatesse. Und wenn es schnell gehen soll, dann ist er als dünn geschnittener Brotbelag eine leckerer Alternative. Räuchertofu ist weniger empfindlich und hält sich angebrochen etwa 14 Tage im Kühlschrank.

Räuchertofu

Tipp: Nicht aufgebrauchten Tofu kannst du außerdem auch einfrieren. Durch das Einfrieren bekommt er eine faserige Konsistenz. Im Tiefkühlschrank hält er sich etwa 6 Monate. Zum Auftauen kannst du den gefrorenen Tofu in den Kühlschrank legen.