Auf den Punkt gebracht:

  • Kerntemperatur zwischen 55-60°C
  • nie scharf angrillen
  • mit Knochen oft wenden
  • Alter des Rehs verlängert die Grillzeit
  • flüssige Marinaden während des Grillens auftragen

Wildes Grillgut

Eine gute Vorbereitung ist deine Entscheidung für Wildfleisch. Wild schmeckt nicht nur sehr aromatisch, sondern ist auch eine nachhaltige Art des Fleischgenusses. Die Wildbestände werden genau geprüft und da die Tiere bis zur Jagdbegegnung in der freien Natur leben, ist ihr Fleisch wenig Stresshormonen ausgesetzt.
Wenn du deinen Rehrücken direkt beim Jäger oder Metzger kaufst, frage danach, wie alt das Reh war: Junges Rehfleisch ist nicht zarter als das älterer Tiere, es wird beim Grillen aber schneller gar!

Video-Tipp

Vorbereitung ist alles!

Du kannst Rehrücken meist ohne Knochen kaufen – das ist zum Grillen auch deutlich praktischer. Für eine perfekte Marinade musst du nicht viel beachten – Reh hat ein sehr aromatisches Fleisch und harmoniert am besten mit Kräutern oder Curry. Befolge bei der Vorbereitung diese Punkte:

  • Rehrücken parieren, falls du ihn mit Knochen gekauft hast
  • Fleisch mit Öl beträufeln
  • Trockene Kräuter oder Gewürze andrücken
Rehrücken vor dem grillen marinieren

Schonend Grillen

Mageres Fleisch wird schnell trocken – und für Wildfleisch gilt das ganz besonders! Daher solltest du den Rehrücken vorsichtig und bei niedriger Temperatur grillen. Vermeide unbedingt, das Fleisch scharf anzubraten! Diese Punkte solltest du beim Grillen beachten:

  1. Je Seite ca. 4 Minuten lang grillen erzeugt bestes Röstaroma.
  2. Temperatur niedrig lassen, um die Flüssigkeit im Fleisch zu erhalten.
  3. Flüssige Marinaden während des Grillens über das Fleisch pinseln.
  4. Nicht ganz durchbraten – Medium wird als bestes Geschmackserlebnis bezeichnet.

Natürlich ist es individuell, wie du dein Fleisch magst. Da Rehrücken durchgebraten aber sehr trocken ist und zu blutig einen starken Eisengeschmack hat, ist die Medium-Variante am besten. So entfaltet sich das Aroma am besten und lässt sich super mit Beilagen dein Wahl kombinieren.

Die ideale Kerntemperatur

Wie lange der Rehrücken auf dem Grill bleiben sollte, hängt natürlich auch davon ab, ob du das Fleisch mit oder ohne Knochen zubereiten willst. Der Knochen verlängert die Garzeit. Wende einfach das Fleisch öfter und lasse es je Seite 2 Minuten länger auf dem Grill.
Wenn du oft und gern Rehrücken oder anderes Wild zubereitest, lohnt sich die Investition in ein Grillthermometer. Die ideale Temperatur des Grills für indirektes Garen beträgt 110°C.
Die Tabelle hilft Dir bei der Temperaturbestimmung:

Garstufe Kerntemperatur
zart rosa (medium) 55-60 °C
durchgebraten (well done) ab 61°C
Kerntemperatur beim Rehrücken messen

Beilagen & Extras

Da der Rehrücken beim Grillen deine ganze Aufmerksamkeit braucht, sollten die Beilagen unkompliziert und schnell gemacht sein. Perfekt eigenen sich Kartoffeln, die du in einer Schale unter den Rehrücken stellen kannst – so fangen sie den Fleischsaft auf. Aber auch Folienkartoffeln vom Grill lassen sich schnell und einfach nebenbei zubereiten. Ein frischer grüner Salat dazu rundet die perfekte Mahlzeit ab.
Du magst es exotisch? Dann schau dich gern in der südöstlichen Küche um! Milde Currys mit Gemüse lassen sich ebenfalls gut vorbereiten und können ohne Aufwand punktgenau mit dem Rehrücken auf den Teller kommen. Wie wäre es also mit einem veganen Kürbiscurry mit Kokosmilch und Kichererbsen?

Tipp: Bedenke bei der Auswahl deines Menüs, dass Rehrücken durch sein intensives Wildaroma nicht gut mit sehr scharfen Speisen harmoniert – feurige Salsas sind also fehl am Platz.