Auf den Punkt gebracht:

  • Zimt wirkt blutzuckersenkend
  • Cassia Zimt mit hohem Cumaringehalt
  • Ceylon Zimt als höherwertigere Alternative
  • Zimt wirkt blutverdünnend

Zimt als Naturheilmittel

Das Gewürz ist eines der ältesten der Welt und wurde schon vor Jahrtausenden als Gewürz- und Heilmittel genutzt. Es wird aus der Baumrinde des Zimt-Lorbeerbaumes gewonnen. Durch das im Gewürz enthaltene Polyphenolen kann Zimt einen blutzuckersenkenden Effekt auslösen und somit die Wirkung von Insulin verstärken. Wissenschaftliche Studien fanden heraus, dass Zimt sowohl Glukose-, Triglyceride- als auch Cholesterinwerte positiv beeinflusst. Außerdem sollen die im Zimt enthaltenen ätherischen Öle das Immunsystem stärken und bakterielle Infektionen bekämpfen sowie das Herz-Kreislauf-System anregen.

Cassia Zimt

Der vorwiegend aus Südchina stammende Cassia Zimt hat im Gegensatz zum Ceylon Zimt einen sehr hohen Cumaringehalt. Er schmeckt sehr würzig und herber als der Ceylon Zimt. Dieser kräftige Geschmack ist dem Zimtaldehyd geschuldet, welches allerdings gerade bei Allergikern starke Reaktionen auslösen kann. Aufgrund seines kräftigen Geschmacks ist der Cassia Zimt gut zum Backen geeignet. Allerdings sollte die verwendete Menge aufgrund des hohen Cumaringehalts möglichst gering gehalten werden und täglich nicht mehr als 0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht betragen. Das entzündungshemmende und schmerzlindernde Eugenol ist in Cassia Zimt nicht enthalten. Im Gegensatz zu Ceylon Zimt ist Cassia Zimt preiswerter und qualitativ minderwertiger. Jedoch zeigen Studien, dass der Cassia Zimt einen größeren Einfluss auf die Senkung des Blutzuckerspiegels hervorruft.

Ceylon Zimt

Der Ceylon Zimt stammt aus Sri Lanka sowie aus Südwest- Indien und wird auch als „echter Zimt“ bezeichnet. Durch seinen wesentlich geringeren Cumaringehalt unterscheidet er sich vom Cassia Zimt. Außerdem enthält der Ceylon Zimt essentielle Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium, Kalium sowie Mangan. Der Geschmack ist weniger herb als der des Cassia Zimts, trotzdem sehr aromatisch und etwas süßlich. Der Unterschied der beiden Zimtsorten wird auch im Aussehen deutlich: Während der Cassia Zimt von ausgewachsenen Bäumen stammt und sich durch eine relativ dunkle Farbe auszeichnet, ist der Ceylon Zimt eher hell und besitzt eine feinere Textur, da er aus der Rinde junger Bäume gewonnen wird. Darüber hinaus beinhaltet Ceylon Zimt im Gegensatz zu Cassia Zimt bis zu 10% Eugenol. Allerdings enthält auch der Ceylon Zimt einen hohen Anteil an Zimtaldehyd, der vor allem für Allergiker von Bedeutung ist.

MerkmalCassiaCeylon
Aussehendunkelhell
Aromakräftig, herbedel, süßlich
Cumaringehalthochniedrig
Preispreiswerthochwertig
Cassia oder Ceylon Zimt

Was ist Cumarin

Cumarin ist ein natürlicher Aromastoff, welcher in großen Mengen gesundheitsschädigend wirken kann. Du findest diesen Stoff vor allem in Waldmeister, in der Tonkabohne sowie im Cassia Zimt. Cumarin wirkt blutverdünnend und kann problematisch für Leber und Nieren sein, wenn laufend überdurchschnittlich große Mengen konsumiert werden. Mögliche Folgen sind Nierenprobleme, Leberentzündungen bis hin zu schweren Leberschäden. Es wird vermutet, dass übermäßiger Konsum sogar krebserregend wirken kann. Da du Zimt aber wahrscheinlich nur in der Weihnachtszeit in größeren Mengen isst, ist der Verzehr meist unbedenklich. Falls du an gestörter Blutgerinnung leidest und vielleicht sogar blutverdünnende Medikamente einnimmst, solltest du aber Cassia Zimt gänzlich meiden.

Worauf achten beim Kauf

Oftmals wird Zimt auf der Zutatenliste nicht genau ausgewiesen. Falls nur Zimt dasteht, kannst du davon ausgehen, dass es sich um die günstige Alternative Cassia Zimt handelt. Ceylon Zimt wird explizit ausgewiesen, da er ein besonderes Qualitätsmerkmal darstellt. Am ehesten findest du Ceylon Zimt in Bio-Produkten.