Auf den Punkt gebracht:

  • Ente nach Gewicht und Sorte auswählen
  • lässt sich nach Belieben füllen
  • Garzeit abhängig vom Gewicht
  • Soße und Beilagen nicht vergessen
  • richtig tranchieren für maximalen Genuss

Ente auswählen

Bevor du mit dem Zubereiten deiner leckeren Weihnachtsente beginnen kannst, musst du sie erst einmal auswählen. Was damit gemeint ist? Natürlich das Gewicht und die Art. Wenn du die Vögel nicht direkt beim Bauern bestellst, erhältst du bereits küchenfertige Exemplare aus dem Tiefkühlfach. Meist handelt es sich bei diesen um größere Exemplare, zum Beispiel Barbarie-Enten, die zu den fettarmen Varianten gehört. Fettige Enten sind nicht so gut als Weihnachtsbraten geeignet, da du sie füllst und verschiedene Beilagen servierst. Aus diesem Grund sind fettarme Arten empfehlenswerter. Folgende Enten-Arten sind besonders gut geeignet für die perfekte Weihnachtsente.

  • Barbarie-Enten
  • Moschus-Enten
  • Nantaiser-Enten

Sie alle unterscheiden sich ein wenig im Aroma. Wenn du ein besonders zartes Fleisch genießen willst, wähle eine Nantaiser-Ente aus. Würziger und deftiger dagegen sind Barbarie-Enten. Moschus-Enten sind noch ein wenig intensiver. Neben der Art musst du zudem auf das Gewicht des Vogels achten. Die perfekte Weihnachtsente sollte nicht zu leicht oder zu schwer sein. Du willst ja nicht, dass deine Gäste die besinnliche Zeit hungrig oder überfüllt erleben. Orientiere dich an der folgenden Tabelle, wenn du die Ente auswählst:

PersonenGewicht Ente
21 kg
31,8 kg
42,5 kg
6ab 4 kg

Falls du die empfohlene Gewichtsklasse nicht auftreiben kannst, zerbrich dir nicht den Kopf. Ein paar Gramm mehr oder weniger tun hier nichts zur Sache. Die machst du locker mit Beilagen oder der Füllung wett.

Tipp: Willst du Wildenten für das Weihnachtsfest zubereiten, benötigst du pro Person eine, da diese nur etwa ein Kilo wiegen.

Vorbereitung

Egal wie schwer die Ente ist oder welche Art du ausgesucht hast, du musst die Vögel vor der Zubereitung ein wenig vorbereiten. Abhängig ist die Vorbereitung vor allem von der Art, wie du sie erhältst. Gefrorene Weihnachtsenten müssen erst aufgetaut werden, während frische Exemplare vom Bauern nur über eine bestimmte Dauer im Kühlschrank aufbewahrt werden darf, bevor die Haltbarkeit leidet.

Ente auftauen

Hast du dich für eine Tiefkühlente entschieden, taust du sie auf die folgende Weise auf:

  • Ente muss 24 Stunden auftauen
  • auspacken
  • in den Kühlschrank legen
  • am besten auf einen Teller oder in eine Schale
  • austretende Flüssigkeit regelmäßig abgießen

Vor der Verwendung tupfst du den Vogel so gründlich ab wie möglich. Wasche die Ente nicht, denn über Spritzwasser verteilst du mögliche Krankheitserreger in deiner Küche. Wasche vor dem Abtrocknen deine Hände und verwende Küchentücher. So lässt sich der Vogel problemlos trocknen. Vergiss dabei nicht das Innere abzutupfen. Mögliche Krankheitserreger werden durch die Zubereitung im Ofen zwar zerstört, die verwendeten Schüsseln und Teller solltest du danach der Zubereitung jedoch gründlich reinigen.

Hast du dich für eine frische Ente entschieden, kannst du diese maximal zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern, bevor du sie zubereiten solltest. Länger reicht die Haltbarkeit der Ente nicht aus. Während du TK-Enten sofort verwenden kannst, musst du die Frischenten noch für die Röhre fertig machen:

  • überschüssiges Fett abschneiden
  • Federkiele mit Pinzette entfernen
  • alternativ mit einem Handbrenner wegbrennen
Federkiele entfernen

Bei Frischenten werden die Innereien meist mitgeliefert. Wundere dich also nicht, wenn du diese abgepackt im Inneren des Vogels findest. Diese gehören einfach dazu.

Hinweis: Falls dir oder deinen Gästen die Innereien nicht schmecken, wirf sie einfach weg oder verarbeite sie in der Soße.

Ente richtig füllen

Natürlich kannst du eine perfekte Weihnachtsente komplett ohne Füllung servieren, doch gerade für das Fest über die kalte Jahreszeit verleiht diese dem Gericht das gewisse Etwas. Und keine Sorge, es ist wirklich nicht aufwendig, eine Ente zu füllen. Du hast sogar verschiedene Füllungen zur Verfügung, die alle einen anderen Geschmackscharakter in den Vordergrund rücken. Es gibt in diesem Sinn keine klassische Füllung, da du diese natürlich selbst kreieren kannst. Um dir ein wenig unter die Arme zu greifen, stellen wir dir zwei Varianten vor, mit denen sich deine Weihnachtsente füllen lässt.

Fruchtige Äpfel-Orangen-Füllung

  • Thymian
  • Majoran
  • Äpfel
  • Zwiebeln
  • Orangen
  • optional: Petersilie

Die einzelnen Zutaten zerkleinerst du gut und mischst sie in einer Schale mit Salz und Pfeffer an. Schmecke die Füllung ruhig ab, übertreibe es aber nicht mit der Orange. Es kommt nicht selten vor, dass zu viel verwendet wird und das Fleisch anschließend zu viel Säure aufnimmt. Eine halbe Orange reicht meist vollkommen aus. Falls dir diese Variante weniger zusagt, kannst du es auch mal mit Maronen versuchen:

Maronen-Füllung

  • Maronen (bereits gegart)
  • Majoran
  • Beifuß
  • Apfel
  • Zwiebeln
  • mit Salz und Pfeffer abschmecken

Die Maronen verfügen über einen intensiv-weihnachtliches Aroma, das vor allem in Frankreich und der Schweiz beliebt ist. Beim Füllen kommt es vor allem darauf an, dass die Füllung in der Ente verbleibt. Reibe die Weihnachtsente gut mit Thymian ein und salze sie von innen und außen. Nun gibst du die Füllung in die Ente. Achte darauf, dass du nicht zu viel einfüllst, da du sie sonst nicht mehr schließen kannst.

Weihnachtsente füllen

Weihnachtsente binden

Den gefüllten Vogel musst du vor der Zubereitung im Ofen gut zusammenbinden. Wir haben eine kleine Anleitung für dich vorbereitet:

  1. ausreichendes Stück Küchengarn abschneiden
  2. Haut an Bauchöffnungen zusammendrücken
  3. mit Küchengarn binden
  4. je nach Bedarf mit Zahnstochern fixieren
  5. Ente auf den Rücken legen
  6. neues Garn zuschneiden
  7. Keulen zusammenlegen und binden
  8. Garn über Kreuz über den Bauch führen
  9. Ente auf den Bauch drehen
  10. Flügel mit dem Garn fixieren

Dieser Prozess reicht aus, damit die Weihnachtsente im Ofen entspannt vor sich hin brutzeln kann. Falls du eine Frischente gekauft hast, kannst du die Flügelspitzen abschneiden. Das erleichtert das Binden. Nun ist die Ente endlich bereit für den Ofen.

Weihnachtsente zubereiten

Sobald die Ente vorbereitet, gefüllt und gebunden wurde, ist es an der Zeit für die Zubereitung. Dieser Schritt ist sehr einfach und ausschließlich mit Wartezeit verbunden. Wie lange die perfekte Weihnachtsente in den Ofen muss? Das ist abhängig vom Gewicht. Da Weihnachtsenten meist gefüllt werden, benötigen sie etwas länger wie ungefüllte Exemplare. Orientiere dich an der folgenden Tabelle über die notwendigen Garzeiten, wenn du dich frägst, wie lange sie im Ofen braucht:

GewichtGarzeit
max. 2 kg140 Minuten
2 kg – 4 kg180 Minuten
ab 4 kg240 Minuten

Eingestellt wird der Ofen für die Zubereitung auf 160°C bis 175°C. Falls du Gemüse mit in den Bräter gibst, wähle 160°C, damit das Gemüse nicht über die lange Garzeit verbrennt. Ja, du kannst Gemüse mit in den Bräter geben und nachher für die Soße verwenden. Dafür bietet sich natürlich, das Gemüse der Entenfüllung an.

Gib es jedoch nicht zu früh hinzu, sonst kannst du dich auf verbranntes Gemüse einstellen. Das ist wirklich nicht angenehm, denn das Aroma zieht sofort in deine Weihnachtsente.

Weihnachtsente zubereiten: Schritt-für-Schritt erklärt

Die folgenden Punkte werden dir bei der Zubereitung helfen, damit du dich über eine knusprige und aromatische Ente zu Weihnachten freuen kannst:

  1. Ofen mit Ober- und Unterhitze vorheizen
  2. Ente mit Brustseite in einen Bräter legen
  3. zwischendurch ausgetretenes Fett auf der Ente verteilen
  4. nach ca. einer Stunde wenden
  5. nach 75 bis 80 Minuten Gemüse hinzugeben
  6. Bräter mit Fleisch- oder Gemüsebrüh auffüllen
  7. alternativ noch etwas Rotwein dazu
  8. zwischendurch mit Fond einpinseln
  9. Ente mit Bräter aus dem Ofen holen
  10. Ente auf Backblech oder Rost platzieren
  11. Ofen ausschalen und Ente im Ofen warm halten

Falls du auf Nummer sicher gehen willst, überprüfe nach der vorgegebenen Garzeit die Kerntemperatur der Weihnachtsente. Sie sollte im Inneren etwa 90°C aufweisen, um komplett gar zu sein.

Weihnachtsente bepinseln

Die passende Soße

Bei der Soße für die Weihnachtsente ist es wichtig, dass diese nicht den Geschmack des Fleisches und der Füllung übertüncht. Aus diesem Grund werden für diese nur wenige Zutaten verwendet. Ganz wichtig ist, dass du die Soße nicht ausschließlich aus einer Brühe zubereitest, sondern das Entenfett für den Fond verwendest. Die Schritte zur perfekten Soße sind selbst ohne Rezept problemlos umsetzbar. Sie wird zubereitet, während die Ente noch ein wenig im warmen Ofen ruht, wie wir dir bereits erklärt haben:

  1. Fond mit Brühe im Bräter lösen
  2. etwa 200 bis 300 ml reichen aus
  3. ein wenig einkochen lassen, dadurch reduziert sich die Menge
  4. wenig Stärke oder Mehl in kaltem Wasser anmischen
  5. den kochenden Fond andicken
  6. aufkochen lassen
  7. durch ein Sieb passieren

Das sind die Grundschritte für eine leckere Sauce, die perfekt zu deiner Weihnachtsente passen wird. Du kannst die Sauce natürlich noch mit weiteren Zutaten abschmecken. Butter, Salz und Pfeffer sind die Klassiker, ebenso ein weiterer Schluck Rotwein.

Alternativ kannst du die Füllung in der Weihnachtssoße einkochen und anschließend durch ein Sieb passieren. Hast du dich für Gemüse im Bräter entschieden, püriere es und gib es hinzu. Das verleiht der Soße noch ein wenig Fülle. Falls du es ein wenig fruchtiger magst, ist eine halbe, frisch ausgepresste Orange das i-Tüpfelchen für den Geschmack.

Leckere Beilagen

Eine leckere Weihnachtsente kommt natürlich nicht ohne Beilagen aus. Das Beste: Die Auswahl an Beilagen ist riesig und es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas. Aus diesem Grund stellen wir dir ein paar vor, die du ausprobieren kannst. Besonders beliebt zu Weihnachten ist der Klassiker schlechthin: Knödel und Rotkohl. Die Knödel werden traditionell aus Kartoffeln zubereitet und der Rotkohl lässt sich mit einer Vielzahl verschiedener Zutaten umsetzen. Dazu gehören:

Wusstest du…

…, dass du Rotkohl mit wenigen Handgriffen ganz einfach verfeinern kannst? Mit einfachen Zutaten, wie Rotwein, Äpfeln, Johannisbeergelee, Zimt, Gewürznelken oder Lorbeerblättern kannst du das Rotkraut ganz einfach aufpeppen. Einfach dazugeben und mitkochen lassen.

Wintergemüse ist ebenfalls eine leckere Beilage und eine gut schmeckende Alternative zum Klassiker. Versuche doch mal eine der folgenden Beilagen zur Weihnachtsente:

  • Rosenkohl
  • Wirsing
  • Salzkartoffeln
  • Rote Bete
  • Wurzelgemüse
  • Grünkohl
Rosenkohl blanchieren

Falls du keine Füllung mit Maronen verwendest, kannst du auch Beilagen mit den aromatischen Nüssen zubereiten. Wie wäre es zum Beispiel mit Maronen-Rotkraut? Für dieses wird ein süßes Rotkraut zubereitet, das du mit karamellisierten Maronenscheiben oder Stückchen verfeinerst. Statt Kartoffeln oder Klößen kannst du auch unser schnelles Maronenpüree ausprobieren. Weniger bekannt für den Weihnachtsbraten sind Preiselbeeren oder braune Butter, die je nach Belieben hinzugefügt werden können.

Ente tranchieren leicht gemacht

Bevor die fertige Weihnachtsente genossen werden kannst, musst du sie tranchieren. Keine Sorge, das ist gar nicht so schwer. Du musst nur eine bestimmte Reihenfolge beachten und das passende „Werkzeug“ benutzen. Mit dem Werkzeug ist klassisches Tranchierbesteck gemeint:

  • Tranchiermesser
  • Tranchiergabel

Eine Geflügelschere ist ebenfalls verwendbar, obwohl mit dieser hauptsächlich der Bauch aufgeschnitten wird. Der Aufwand ist vor allem bei großen Enten deutlich höher, wenn du kein Tranchierbesteck besitzt. Auf jeden Fall solltest du kein normales Messer oder eine Gabel benutzen. Mit diesen schiebst du die Weihnachtsente einfach nur auf dem Blech umher. Hast du das notwendige Besteck bereit, folge dieser Anweisung zum Tranchieren oder sieh dir unser Video an:

  1. Küchengarn komplett entfernen
  2. Keulen mit den Gelenken abtrennen
  3. Ente auf die Seite legen
  4. Knochen der Keule durchtrennen
  5. Keulen ablösen
  6. Ente auf den Rücken legen
  7. Brust mittig aufschneiden
  8. Brustkorb und Rippen freilegen
  9. Y-förmigen Brustknochen am Halsloch lokalisieren
  10. links und rechts neben dem Y-Brustknochen einschneiden
  11. danach kann die Entenbrust leicht von den Rippen gelöst werden
  12. Flügel am Körper mit einem Schnitt abtrennen
  13. restliche Fleischstücke nach Belieben abtrennen

Gefüllte Enten musst du noch ausnehmen, um die Füllung zu servieren. Schneide sie in kleine Stücke oder Scheiben und richte sie als Beilage zum Fleisch an. Falls die Ente nicht direkt am Tisch tranchiert wird, schiebe sie noch einmal für etwa fünf Minuten in den Ofen. Wähle Oberhitze bei 240°C aus. Dafür kannst du das gleiche Blech verwenden, in dem Ente zubereitet wurde. Durch die zusätzlichen Minuten im Ofen wird sie so richtig knusprig und ein wahrer Gaumenschmaus.

Ente tranchieren

Tipp: Trage Handschuhe beim Tranchieren. Enten sind recht fettig und du willst das ganze Fett nicht bestimmt an deinen Fingern haben.

Ente tranchieren – Video Anleitung

In unserem Video zeigen wir dir, wie du die Weihnachtsente ganz einfach tranchieren kannst.

Haltbarkeit im Überblick

Keine Sorge, wenn Teile der Weihnachtsente übrigbleiben. Vor allem größere Exemplare bezwingen selbst die hungrigsten Gäste. Glücklicherweise lässt sich fertig zubereiteter Entenbraten wie andere Fleischgerichte problemlos zwei Tage (maximal) im Kühlschrank lagern. Zerteile die Ente und packe sie in Alufolie ein. Soße oder Bratensaft separat lagern. Wenn du die Reste zubereiten willst, kommen die Entenstücke noch einmal für einige Zeit in den Ofen, während du die Soße erwärmst. Dadurch verhinderst du, dass die Soßen unnötig eindicken oder die Entenhaut labbrig wird.

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