Auf den Punkt gebracht:

  • Römertopf vor Gebrauch in kaltem Wasserbad wässern
  • 10 bis 30 Minuten stehen lassen
  • Ofen darf nicht vorgeheizt werden
  • Feuchtigkeit wird im Backofen vom Topf auf die Speisen abgegeben

Römertopf wässern: Video Anleitung

In unseren Video zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie man den Römertopf richtig wässert.

Römertopf wässern

Die Aufgabe des Römertopfes ist eigentlich ganz simpel: Die darin zubereiteten Speisen sollen im Ofen nicht austrocknen. Besonders gut funktioniert dies, wenn du den Tontopf vor dem Gebrauch – wie in der Anleitung beschrieben – wässerst. Dabei ist es egal, ob dein Römertopf glasiert oder unglasiert ist. Auf jeden Fall solltest du einen glasierten Tontopf ebenfalls vor dem Kochen wässern. Die Glasur ist porös und hindert den Topf nicht an seiner Funktionalität. Allerdings lässt sich der glasierte Römertopf nach dem Kochen besser reinigen als das unglasierte Modell.

Tipp: Vermeide bei der anschließenden Reinigung unbedingt Scheuermittel! Diese verschließen die Poren des guten Stücks und der Topf wird unbrauchbar, da die verstopften Poren weder Wasser aufnehmen noch abgeben können.

Anleitung zum Römertopf wässern

Damit deine Lieblingsgerichte im Römertopf perfekt gelingen, solltest du folgende Schritte beachten. Bei richtigem Wässern gibt der Römertopf die Feuchtigkeit an dein Essen ab und sorgt so für ein saftiges Geschmackserlebnis.

  1. Römertopf in kaltes Wasser stellen
  2. Gefäß mit kaltem Wasser füllen
  3. Deckel in den Topf stellen
  4. Deckel mit Wasser füllen
  5. Topf ca. 10 bis 30 Minuten im kalten Wasserbad stehen lassen

Tipp: Stelle den Topf samt Speisen nie in einen vorgeheizten Ofen. Stattdessen gibst du den Tontopf in den kalten Backofen und erwärmst das Backrohr zusammen mit dem Topf. Bei einem bereits vorgeheizten Backofen ist der Temperaturunterschied zum Topf zu groß und er könnte Risse bekommen oder sogar platzen. Nebenbei sparst du zusätzlich einiges an Energie, wenn du das Vorheizen weglässt.

Gut zu wissen

Der Römertopf stammt nicht wirklich aus Rom. Er ist eine deutsche Erfindung, jedoch inspiriert von den Zubereitungsmethoden im alten Italien. Denn dort wurden damals viele Speisen in Tontöpfen oder -ziegeln zubereitet. Der Ton lässt die Speisen nicht so schnell austrocknen und sie bleiben saftig und lecker. Wässert man ihn vor der Zubereitung, so gibt er seine Feuchtigkeit ganz langsam an das Gargut ab.

Die Zubereitung im Römertopf dauert zwar etwas länger, als im herkömmlichen Bräter. Es lohnt sich aber: Der Inhalt wird schonend gegart und wird dabei ultra zart. Positiver Nebeneffekt: Vitamine und Nährstoffe bleiben zu einem Großteil erhalten. Wenn du deinen Römertopf wässerst, musst du außerdem weniger Fett zugeben, da genug Feuchtigkeit vorhanden ist.

Lammkeule Niedrigtemperatur im Römertopf

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