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Hallo, ich bin Feli

Wenn ich als Kind krank war oder es draußen ungemütlich wurde, gab es bei uns Hühnersuppe. Nicht irgendeine – die von meiner Mom, mit selbst gemachten Nudeln. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, warum die anders schmeckt als jede andere. Heute weiß ich es: weil sich jemand die Arbeit gemacht hat. Genau deshalb stehe ich inzwischen selbst regelmäßig da und rolle Nudelteig aus, obwohl es aufwendiger ist. Es lohnt sich jedes Mal.

Autorin Feli

Ich bin Feli – Content Creator in der Redaktion und im Social-Media-Team von eat.de. Ich bin diejenige, die dafür sorgt, dass du ein Gericht siehst, bevor du es kochst. Ich führe am Kochtag die Kamera, setze das Licht, halte jeden Arbeitsschritt fest, richte an, schneide die Videos, bearbeite die Bilder und bringe am Ende alles gemeinsam mit dem Rezepttext auf die Seite. Unsere Köche und unsere Bäckerin Susann begleite ich dabei durch den kompletten Produktionstag. Rund 60 Rezepte sind so bisher unter meinem Namen erschienen.

Auf einen Blick

Vom DIY-Portal an den Küchentisch

Mein Weg hierher führt über die Sprache – und über das Bild:

Beruflich schreibe ich also seit 2016. Was sich durch alle Stationen zieht: Text und Bild waren bei mir nie getrennt. In der DIY-Redaktion habe ich Anleitungen geschrieben und gleichzeitig fotografiert, was ich dort beschrieben habe. Bei eat.de ist das genauso – nur dass jetzt das Essen im Mittelpunkt steht.

Was ich bei eat.de mache

Am liebsten begleite ich ein Rezept von der ersten Zutat bis zum fertigen Beitrag. Ich baue das Setting auf, suche die passenden Props zusammen, decke den Tisch, fotografiere und filme jeden Schritt und richte an. Danach folgt der zweite, unsichtbare Teil: Schnitt, Bildbearbeitung, Rezepttext, Veröffentlichung.

Dazu kommt Social Media. Für Instagram, YouTube und Pinterest brauchen wir ganz unterschiedliche Formate – Reels, Bilderposts, längere Videos. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf Kameraführung, Schnitt und Bildbearbeitung. Vor der Kamera wirst du mich nicht finden. Aber fast alles, was dort läuft, ist vorher durch meine Hände gegangen.

Warum ich das Bild so ernst nehme, hat einen sehr persönlichen Grund: Ich bin selbst wählerisch. Sieht ein Gericht für mich nicht appetitlich aus, probiere ich es ungern. Ich weiß also aus eigener Erfahrung, dass über ein Rezept oft entschieden wird, bevor ein einziges Wort gelesen wurde.

Der Beitrag, auf den ich bisher am stolzesten bin, ist unser Fantakuchen mit Mandarinen. Der Kuchen ist großartig, und die Fotos sind genau so geworden, wie ich sie im Kopf hatte.

Und weil ich aus der DIY-Ecke komme, lande ich regelmäßig wieder dort: Wenn für ein Set noch eine Kleinigkeit gebastelt werden muss, fragen die Kolleginnen und Kollegen mich. Bei Formulierungen und sprachlichen Fragen übrigens auch – Germanistik im Master war rückblickend eine ziemlich brauchbare Vorbereitung auf einen Job zwischen Rezepttext und Reel.

Warum du mir vertrauen kannst

Ich arbeite in der Küche mit, nicht am Schreibtisch. Ich schreibe nicht über ein Gericht, das irgendwann irgendwo gekocht wurde. Ich bin von der ersten Zutat bis zum letzten Bild in der Küche und dokumentiere jeden Handgriff. Nebenbei hat mir das etwas beigebracht, was ich vorher anders eingeschätzt hätte: Fast nichts ist wirklich zu schwierig. Rezepte, die auf den ersten Blick kompliziert aussehen, bestehen fast immer aus lauter einfachen Schritten – man muss sie nur der Reihe nach sehen.

Der Mirabellen-Moment. Beim Schreiben eines Rezepts habe ich einmal geschätzt, dass man für das Waschen und Entsteinen von einem Kilo Mirabellen wohl zehn Minuten braucht. In der Praxis sieht das deutlich anders aus. Der Hinweis kam aus der Community, und er war völlig berechtigt. Seitdem behandle ich Vorbereitungszeiten als das, was sie sind: ein eigener Arbeitsschritt und kein Nebensatz. Und ich stelle mir bei jeder Zeitangabe die eine Frage, die alles entscheidet – habe ich das selbst gemacht oder schätze ich gerade?

Ich frage lieber nach, als zu raten. Wenn ich mir bei einer Garzeit, einer Menge oder der Haltbarkeit unsicher bin, gehe ich damit direkt zum Küchen-Team. Ich arbeite ohnehin den ganzen Tag Seite an Seite mit den Profis – eine Frage ist bei uns meist in dem Moment geklärt, in dem sie auftaucht. Privat habe ich zusätzlich zwei sehr zuverlässige Erfahrungsquellen: meine Mutter und meine Oma.

Fertig ist ein Rezept für mich erst, wenn ich selbst keine Frage mehr habe. Ich lese den Text am Ende so, als würde ich morgen danach kochen. Bleibt irgendwo etwas offen, fehlt noch etwas. Zum Schluss gehe ich alle Zeit- und Zahlenangaben, Mengen und Zutaten noch einmal durch – das ist schließlich der Kern eines guten Rezepts.

Und ich sage dazu, was nicht mein Teil ist. Die fachliche Entwicklung eines Rezepts kommt bei uns aus der Küche, nicht von mir. Mengen und Angaben sind ehrlich gesagt genau die Stelle, an der ich am häufigsten nachhake. Mein Teil ist der Weg vom fertigen Gericht zu dem, was du auf der Seite siehst. Wie wir insgesamt arbeiten, steht in unseren redaktionellen Richtlinien.

Zwei Dinge, die du dem fertigen Beitrag nicht ansiehst

Manchmal sieht ein Gericht auf dem Teller besser aus als auf dem Foto. Das kommt häufiger vor, als man denkt – und es liegt fast nie am Essen, sondern am Licht: an der Belichtung und daran, wo die Lichtquellen stehen. Dann verschiebe ich den Spot, öffne oder schließe die Vorhänge am Fenster und probiere andere Lichtverhältnisse aus. Klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber den größten Unterschied. Besonders bei Gerichten mit wenig Kontrast und glatter Oberfläche, einer hellen Suppe etwa oder einer Creme: Bei gleichmäßigem Licht wirken sie flach. Erst aus dem richtigen Winkel entstehen Schatten, und genau die Schatten heben Konsistenz und Farbe hervor. Du sollst einer Sauce ansehen können, ob sie sämig ist – dafür brauche ich den Schatten.

Und manchmal ändert sich der Rezepttext, nachdem gekocht wurde. Bei kleinen Handgriffen entscheidet sich oft erst beim Dreh, welche Form am besten zur Geltung kommt: Zwiebeln in Würfel oder in Ringe? Obst grob oder fein geschnitten? Auf dem Display sieht man sofort, was funktioniert. Wird vor Ort anders geschnitten als geplant, passe ich anschließend den Rezepttext an. Das ist genau die Stelle, an der Video und Anleitung sonst auseinanderlaufen – und wer beim Kochen zwischen Bild und Text hin- und herspringt, merkt so etwas sofort. Deshalb gehe ich nach jedem Dreh den Text noch einmal mit einer einzigen Frage durch: Steht da wirklich das, was zu sehen ist?

So sieht es bei mir zu Hause aus

Wir sind eine kleine Familie mit einem etwas wählerischen Kind – entsprechend sind Nudeln in allen Formen unsere Hauptzutat. Schlimm finde ich das eigentlich nicht, denn wir alle drei lieben Nudeln. Oft machen wir sie selbst und probieren uns aus. Ansonsten gilt: Ein bisschen Vorbereitung rettet den Alltag. Overnight Oats zum Beispiel stehen bei uns regelmäßig über Nacht im Kühlschrank und sind am nächsten Morgen das perfekte Frühstück.

Eingekauft wird klassisch im Supermarkt, Obst und Gemüse hole ich gern auf dem Wochenmarkt. Was mir dabei wirklich wichtig ist, ist die Saison: Ich koche am liebsten mit dem, was gerade da ist. Erdbeerzeit und Kürbiszeit im Herbst sind meine beiden Lieblingsmomente im Jahr.

Und wenn ich zu Hause Eierkuchen machen will, lande ich zuverlässig wieder auf unserer eigenen Seite. Wir haben eindeutig das beste Rezept – ich kann es mir nur einfach nicht merken.

Meine drei Lieblingsrezepte

Ramen mit Huhn und Ei – weil ich die asiatische Küche liebe und dieses Rezept alles hat, was ich mag.

Basilikum-Sorbet – das beste Eis, das es gibt. Und optisch sieht es einfach großartig aus.

Eierkuchen nach DDR-Rezept – zu dem gehe ich immer wieder zurück. Es ist perfekt.

Lerne mich kennen!

Dein wichtigstes Werkzeug in der Küche?

Ein scharfes Messer. Es muss gar nicht groß sein – aber wenn es scharf ist, kann man damit nahezu alles machen.

Deine Küchen-Marotte?

Musik läuft immer. Und ich räume zwischendurch schon mal auf, sonst wird es mir zu chaotisch, bevor das Essen fertig ist.

Dein Leibgericht?

Pasta mit Garnelen und Knoblauch. Im Restaurant bin ich damit allerdings oft leicht enttäuscht – es sind fast immer zu wenig Garnelen.

Was kommt dir nicht auf den Teller?

Innereien wie Leber oder Zunge. Ich glaube, es ist weniger der Geschmack als die Vorstellung, was genau ich da vor mir habe.

Hat dich schon einmal ein Gericht überrascht?

Gegrillte Tintenfisch-Tentakel. Ich wäre fast nicht drangegangen, weil sie für mich einfach zu verrückt aussehen und ehrlich gesagt etwas abschreckend sind. Sie waren dann hervorragend zubereitet und gewürzt – und richtig gut. Beruflich verlasse ich mich also darauf, dass das Auge mitisst. Privat lasse ich mich davon inzwischen gern korrigieren.

Welches Rezept machst du heute anders als vor fünf Jahren?

Nudeln. Die mache ich inzwischen sehr gern selbst. Es ist jedes Mal etwas Aufwand – und es lohnt sich jedes Mal.

Wohin geht deine kulinarische Traumreise?

Nach Japan, ohne Frage. Ich bin ein riesiger Fan der Kultur und möchte einmal das Kirschblütenfest sehen. Und dort natürlich alles probieren, was mir auf den Tisch kommt.

Was treibt dich bei eat.de an?

Probieren steht klar an erster Stelle – es ist großartig, alles, was bei uns entsteht, auch kosten zu dürfen. Direkt danach kommt das Gestalten. Ich freue mich jedes Mal darauf, ein neues Setting zu bauen, den Tisch hübsch zu decken und ein Gericht mit den passenden Props noch ein Stück leckerer aussehen zu lassen.

So erreichst du mich

Du hast eine Frage zu einem meiner Rezepte oder einen Hinweis für mich? Schreib mir gern einen Kommentar – ich lese und beantworte sie jede Woche. Alle Alltags- und Familienrezepte auf eat.de · Entdecke unseren YouTube-Kanal · Jeden Freitag neue Rezept-Ideen: Zum Newsletter

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