Auf den Punkt gebracht:

  • Aussehen geschlossener Pilze wie ein Paukenschläger
  • Aussehen offener Pilze wie ein Sonnenschirm, d. h. wie ein Parasol
  • verschiebbarer, weißer Ring am Stiel
  • Schuppen auf der Schirmoberseite
  • nussiger, angenehmer Geruch

Synonyme und Wortherkunft

Den Parasol-Pilz nennt man auch Paukenschläger, gemeiner Riesenschirmling, Schulmeister-Pilz oder Schnitzelpilz. Der Name dieses schmackhaften Pilzes leitet sich von seinem Aussehen ab. Parasol bedeutet Sonnenschirm und an diesem charakteristischen Merkmal wirst du ihn auch zuerst erkennen.

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Vorkommen

Wo aber findest du diesen köstlichen Pilz, den du auch wie ein Schnitzel zubereiten kannst? An folgenden Orten kannst du fündig werden und dein Pilzkörbchen füllen:

  • Straßen- und Waldränder
  • Lichtungen
  • Wiesen
  • Wälder mit genügend Sonneneinstrahlung

Um sich wohl zu fühlen und zu gedeihen, benötigt der Pilz lehm-, sand- und kalkhaltigen Erde. Die richtige Zeit, um loszuziehen und den Parasol zu sammeln, ist zwischen Juli und Oktober.

Parasol Pilz

Aussehen vom Parasol

Das kannst du als Erstes erkennen, wenn du einen Pilz dieser Gattung aufgespürt hast:

  • bräunlich bis beige Farbe
  • weiße bis beige Lamellen auf der Unterseite des Schirms
  • junger Parasolpilz: kugeliger Hut mit noch durchgehender brauner Haut
  • älterer Parasolpilz: aufgespannter Schirm
  • alter Parasolpilz: Schirm wie ein flacher Teller mit bis zu 40 Zentimeter Durchmesser
  • große Schuppen auf dem Hut bzw. Schirm
  • Verbreiterung des Stiels nach unten wie bei einem Baumstamm
  • heller, verschiebbarer Ring am Stiel

Um den Parasol nicht mit Giftpilzen zu verwechseln und ihn sicher zu erkennen, solltest du ihn dir aber näher ansehen.

Stiel

  • graubraunes Aussehen
  • langer bis zu 50 cm langer Wuchs
  • nach unten Verdickung
  • knollenförmiges Wurzeln im Boden
  • Ring unterhalb des Schirms

Tipp: Eines der deutlichsten Erkennungszeichen des Speisepilzes ist der verschiebbare Ring, den du am Stiel erkennen kannst. Lege also deine Finger sanft um diese Manschette und versuche sie sanft zu verschieben. Wenn dir das gelingt, hast du einen echten Parasol gefunden. Aber Vorsicht: Kannst du den Ring nicht verschieben, lass besser die Finger von dem Pilz. Du solltest nur Pilze sammeln, die du wirklich eindeutig erkennen kannst.

Geruch & Geschmack

Außer auf deine Augen kannst du dich natürlich auch auf deinen Geschmack als Erkennungszeichen verlassen. Anders als sein giftiger Doppelgänger, der Spitzschuppige Schirmling, schmeckt der Parasol leicht nussig und erinnert an Erdnüsse. Das Fleisch des Pilzes ist besonders saftig und sanft. Auch der Duft des Parasol ist mild und nussig ,so macht auch der Geruch das Erkennen vom Parasol leicht.

Jetzt steht dem Pilzgenuss nichts mehr im Weg. Der unvergleichliche Geschmack des Parasol wird dich jedes Jahr wieder in die Natur herauslocken. Denn diese exquisite Delikatesse wird nicht in Geschäften und auf Märkten verkauft.

Parasol braten

Tipp: Der Parasolpilz ist eine uralte vegetarische Fleischalternative. Dafür panierst du die Schirme des Pilzes mit Eiern, Mehl und Paniermehl, nachdem du sie gut gewürzt hast, und brätst sie in Öl goldbraun heraus. Der Geschmack erinnert dann tatsächlich an ein teures Kalbsschnitzel. Sogar eingeschworene Fleischliebhaber lecken sich danach die Finger ab und werden dich um das Rezept bitten. Die Stiele kannst du trocknen und später in Soßen verwenden, denn häufig sind sie etwas zäh. Wenn du aber alle Teile des jungen Pilzes verarbeiten möchtest, kannst du daraus ein leckeres Pilzragout zaubern. Dafür schneidest du den Pilz klein, brätst ihn mit Zwiebeln in einer Pfanne an und schmeckst alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft ab. Zum Abschluss streust du noch etwas Petersilie darüber.