Ein Umstieg auf natriumarmes Mineralwasser kann vom Arzt angeordnet werden, wenn die Blutuntersuchung erhöhte Natrium-Werte ergab und die dahinterstehende Erkrankung (z. B. der Nieren) möglichst weitgehende Natriumreduktion über einen gewissen Zeitraum empfehlenswert erscheinen lässt. Dann soll in der Regel auch die Kochsalz-Zufuhr verringert werden. Weil das vielen Menschen schwer fällt, kann in einer solchen Situation ein Mineralwasser mit sehr wenig Natrium hilfreich sein.

Der Natriumgehalt im direkten Vergleich

Die in Deutschland erhältlichen Mineralwässer haben sehr unterschiedliche Natriumwerte. Demzufolge sollten Sie einen umfassenden Vergleich machen, um das für Sie optimale Wasser auswählen zu können. Die folgende Tabelle fungiert dabei als nützliches Hilfsmittel und bietet einen ganzheitlichen Überblick:

WasserNatriumgehalt pro Liter
Abenstaler Quelle3 mg
Adldorfer Spritzig, Medium, Still4 mg
Alasia Perle Pur3 mg
Aldi Aqua Classic, Medium, Brandenburger Urstromquelle4mg
Aldi Aqua Culinaris Classic, Medium, Still, Erberskopf-Quelle2 mg
Aldi Aqua Culinaris Classic, Euregio Quelle4 mg
AquaRömer Sanft&Still, Sanft & Still Quelle, Großerlach4 mg
Bad Dürrheimer Naturell, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen4 mg
Black Forest Still, Hansjakob-Quelle1 mg
Brunnthaler Naturell Spritzig Still, Brunnthaler Quelle4 mg
Edeka Gut & Günstig classic, medium, still, Baruther Johannesbrunnen4 mg
Finkenbach Quelle classic, medium, Finkenbach-Quelle Rothenberg/Odenwald-Finkenbach0 mg
Graf Metternich Varus classic, medium naturelle, Graf Metternich-Varus-Quelle3 mg
Gräfin Mariannen, Gräfin Mariannen Quelle4 mg
Isartaler Classic, Medium, Sanft, Lidwinen-Quelle4 mg
Lebensquell Medium Naturell, Hornberg1 mg
Netto Urstromtaler, Classic, Medium, Naturell, Urstromtaler Quelle4 mg
Netto Vitalitasia Classic, Medium, Naturell, Source de Ciseau3 mg
Pyraser Waldquelle, Naturell, Sanft, Spritzig2 mg
real Quality Classic Medium, Bergquelle2 mg
Röhn Sprudel mit/ohne Kohlensäure3 mg
Staatlich Bad Brückenauer Spritzig, Medium, Naturell, König-Ludwig-I-Quelle2 mg
Vitrex naturelle, Seewald-Quelle4 mg
  
folgende Mineralwässer enthalten mehr als 5 mg Natrium pro Liter
  
Apollinaris Classic470 mg
Bad Brambacher Spritzig9 mg
Bad Driburger Medium (Naturparkquelle)7 mg
Bad Liebenwerda Medium7 mg
Eico Sport-Quelle25 mg
Extaler Mineralquell mit Kohlensäure11 mg
Gerolsteiner Sprudel/Medium118 mg
Globus Natürliches Mineralwasser (Adello Quelle)8 mg
Lichtenauer Mineralwasser Medium13 mg
Lidl, Saskia Quelle Löningen Classic10 mg
Lohberg Natürliches Mineralwasser61 mg
NordQuell Naturell22 mg
Rewe, AquaMia Still (Vitale-Quelle)13 mg
Rheinfels-Quelle Medium240 mg
San Pellegrino31 mg
Selters280 mg
St. Nikolaus Quelle Feinperlig25 mg

Quelle: Der Mineralienrechner

Vergleichen Sie bei Wässern großer Ketten immer das Natriumgehalt auf dem Etikett, denn dort werden Wässer aus verschiedenen, unter Umständen wechselnden Quellen, unter einem Namen verkauft.

Im Bereich 5 bis 20 mg Natrium gibt es ein noch viel größeres Angebot an natriumarmen Mineralwasser, wobei die Natriumwerte der Mineralwässer jeweils auf dem Etikett stehen. Der Kauf kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn das Trinkwasser (Leitungswasser, Höchstwert 200 mg Natrium/l, die Werte liegen aber auch in Regionen mit natriumreichem Wasser gewöhnlich weit darunter) wegen Umbau, alten Leitungen, besonderen persönlichen Situationen auf Reisen etc. zur Zubereitung von Säuglingsnahrung nicht geeignet erscheint.

Ein großer Teil dieser natriumarmen Mineralwässer hat jedoch einen ebenso großen Nachteil: Sie sind auch sonst arm, an allen Mineralstoffen. Wer wirklich Mineralwasser trinken möchte, das diesen Namen auch verdient, muss sich deshalb etwas genauer mit der Materie beschäftigen. Unter anderem damit, was ein Mineralwasser aus gutem Grund auszeichnet und damit, dass Mineralwasser ohne Natrium und sonstige Mineralstoffe wenigen Menschen wirklich Nutzen bringt.

Das besondere an natürlichem Mineralwasser

In unserem wasserreichen Land zählt das Trinkwasser zu den Lebensmitteln und wird in jeder Variante entsprechend streng kontrolliert. Natürliches Mineralwasser ist ein ganz besonderes Lebensmittel, dessen Besonderheiten erst nach einem kurzen Streifzug durch den „Wasserdschungel“ richtig klar werden.

Trinkwasser

  • Oberbegriff, z. B. Leitungswasser
  • stammt aus Grundwasser und teils aus Oberflächenwasser (Seen, Talsperren)
  • Aufbereitung erfolgt so, dass „Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist“
  • „Trinkwasser, das in Flaschen verkauft wird“, untersteht der Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser
    • Natürliches Mineralwasser: Trinkwasser aus unterirdischen Wasservorkommen, das erst nach amtlicher Prüfung und Anerkennung in den Verkehr gebracht werden darf
    • Quellwasser: aus unterirdischen Wasservorkommen, mindestens Trinkwasserqualität + weitere Anforderungen nach Mineral- und Tafelwasser-Verordnung, keine amtliche Anerkennung nötig
    • Tafelwasser: Trinkwasser und natürliches Mineralwasser, eventuell + Natursole, durch Wasserentzug angereichertes Mineralwasser, Meerwasser, Natriumchlorid (= Salz) und Magnesiumchlorid
  • Natürliches Mineralwasser und Quellwasser werden direkt an der Quelle abgefüllt, Tafelwasser kann überall hergestellt und abgefüllt werden
  • Nicht als Lebensmittel/Trinkwasser gilt Heilwasser, das nach Arzneimittelgesetz geregelt ist

Natürliches Mineralwasser

Voraussetzungen (§ 2 Min/TafelWV):

  • Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen; aus einer oder mehreren natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen
  • von ursprünglicher Reinheit, gekennzeichnet durch Gehalt an Mineralien, Spurenelementen, sonstigen Bestandteilen + ggf. durch bestimmte (insbesondere ernährungsphysiologische) Wirkungen
  • Zusammensetzung, Temperatur und übrige wesentliche Merkmale bleiben im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant

Amtliche Anerkennung (§ 3 Abs. 1 Min/TafelWV):

  • Wasser muss die Anforderungen des § 2 erfüllen
  • Einhaltung dieser Anforderungen muss nachgewiesen werden
  • Überprüfung unter geologischen, hydrologischen, physikalischen, physikalisch-chemischen, chemischen, mikrobiologischen, hygienischen Gesichtspunkten und mit wissenschaftlich anerkannten Verfahren

Klingt nach „mächtig Prüfung“, und genauso ist es auch. Der Verbands Deutscher Mineralbrunnen e. V. gibt einen Überblick über die Vorschriften, die beim Verkauf von Mineralwasser beteiligt sind. (siehe Quellen)

Die Entwicklung zum „Mineralwasser ohne Mineralstoffe“

Das Leitbild der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung ist natürliches Mineralwasser, das auch Mineralstoffe enthält, und zwar mindestens 1000 mg. Aber dieses historische Leitbild, getragen von der Idee reiner Bergquellen, wurde längst von der modernen Wirklichkeit überholt: Seit die Werbung den Wassermarkt entdeckt hat, werden Wässer im Wechsel „gehypt“. Oma und Opa boten stolz Staatl. Fachingen oder Perrier an; die Eltern schwärmten von San Pellegrino und Volvic; die „Kenner“ von heute bestellen in der Wasser-Boutique norwegisches Gletscherwasser für 10 Euro (das wohl auch nur aus der Leitung kommt und von dort ein paar Cent kosten würde) oder fragen den Wasser-Sommelier, ob er „raw water“ oder wenigstens eine Vollmondabfüllung bieten kann.

Bei der europäischen Harmonisierung der Wasservorschriften in den 1980er, 1990er Jahren fiel deshalb das Leitbild vom mineralreichen Mineralwasser. Bei solchen grenzüberschreitenden Vereinheitlichungen geht es vor allem darum, die europäischen Verbraucher so gut wie möglich vor Schäden durch „zu gewinnorientierte Marktteilnehmer“ zu schützen (die im Fall Mineralwasser die neuesten Trend-Wässer quer durch den europäischen Wirtschaftsraum vertreiben).

Dadurch haben sich zwar weder unsere Quellen noch die strenge Prüfung des Wassers aus diesen Quellen verändert, es sind aber jede Menge neuer Mineralwässern auf den Markt gekommen, von denen ein großer Teil insgesamt weniger Mineralstoffe als das örtliche Leitungswasser enthält. Damit auch sehr wenig Natrium – was nur gut wäre, wenn (die für viele Menschen empfehlenswerte) Natriumreduktion übers Trinkwasser wirklich Sinn machen würde. Außerdem könnte sich herausstellen, dass die anderen Mineralstoffe im Mineralwasser auch nicht ganz unwichtig für die Gesundheit sind.

Wer braucht natriumarmes Mineralwasser?

Kommt drauf an, die Frage umfasst nämlich mehrere Aspekte:

Natriumreduktion notwendig oder empfehlenwert?

Natriumreduktion ist allen Menschen zu empfehlen, die ständig so viel Natrium zu sich nehmen, dass eine gesundheitsgefährdende Überversorgung entsteht. Eine solche Überversorgung kann vom Arzt festgestellt werden, betrift aber auch viele (noch) gesunde Deutsche. Hier ein kurzer Einblick:

  • 1500 mg Natrium täglich lautet der aktuelle Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Erwachsene
  • Die reale Zufuhr liegt über 3 g (∅ Frauen) bzw. über 4 g (∅ Männer)
  • Unser Haupt-Natrium-Lieferant ist nämlich nicht Wasser, sondern Salz (Natriumchlorid)
  • 1500 mg Natrium entsprechen etwa 3750 mg Natriumchlorid
  • Also 3,75 g Salz, die manche Menschen schon aufs Frühstücksei streuen

Toast, Cornflakes, Tütensuppe, Pizza, alles gut mit dem Geschmacksträger Salz angereichert – wer sich vorwiegend von Fertiggerichten ernährt, überschreitet mühelos den von der DGE vorgegebenen Schätzwert von angemessenen 1500 mg Natrium = 3,75 g Salz. Er nimmt auch meist wesentlich mehr zu sich als die 5 oder 6 g Salz, die die WHO schon lange als Obergrenze empfiehlt.

Natrium gehört zu den essentiellen Stoffen, die wir unserem Körper zuführen müssen, wird aber als Salz häufig so sehr überdosiert, dass die Gesundheit in Gefahr gerät – wenn Sie zu den Viel-Salz-Essern gehören, sollten Sie sich dahingehend sicher informieren.

Übrigens

Die Reduzierung der täglichen Salzmenge von 12 auf 6 Gramm hat die gleiche Wirkung wie blutdrucksenkende Mittel. (siehe Quellen)

Natriumreduktion übers Trinkwasser?

Weil der Hauptteil des Natrium aus „Salznüssen oder dem Salzstreuer“ kommt, macht Natriumreduktion übers Trinkwasser eher selten Sinn.

  • Beim Einkauf auf den Salzgehalt achten, kann täglich mehrere Gramm Salz sparen
  • Fertiggerichte und Fast Food setzen häufig auf die billigen Geschmacksträger Salz und Zucker
  • Wer Gerichte mit hohem Salz- und Zuckergehalt mag, sollte den Geschmack in Richtung normal umtrainieren
    • Einfach nach und nach immer mehr Salz- und Zuckerbomben weglassen
  • Wenn kaum Fertiggerichte verspeist werden, klappt Salzreduktion ohne grundlegende Ernährungsumstellung
  • Gekochter statt geräucherter Schinken, Putenbrust statt Lachsschinken – spart allein 6 g Salz
  • natriumarmes Mineralwasser spart nur den Unterschied zu natriumreichem Wasser ein
    • Wenig Einsparmöglichkeiten, natriumreiche Mineralwässer enthalten auch nur 300 bis 400 mg Natrium/l
  • Wer durchs tägliche Essen in die Salzfalle wandert, muss auch bei der Salzreduktion beim Essen ansetzen

Wenn die Salzzufuhr übers Essen auf Normalmaß gesenkt wird, brauchen gesunde Menschen mit normal funktionierendem Stoffwechsel gewöhnlich überhaupt nicht mehr darauf achten, wie viel Natrium ihr Trinkwasser enthält. Sie können jedes Mineralwasser oder Leitungswasser trinken. Nur Heilwässer mit extrem hohem Natriumgehalt müssen nicht sein, solange sich der Appetit auf zu viel Salz noch nicht normalisiert hat.

Bis ein „Salz-Junkie“ normales Essen mag und dadurch wieder zum Menschen mit salzmäßig normal funktionierendem Stoffwechsel geworden ist, kann es je nach Ausgangspunkt eine ganze Weile dauern: Jahrelang salzbetäubter Geschmack braucht lange, bis er die feinen Nuancen normaler Nahrung wieder wahrnimmt. Auf dem Weg dahin kann der Umstieg auf natriumarmes Mineralwasser eine Hilfe sein, um den Geschmack vom Salz zu entwöhnen (meist läuft es aber andersherum: frischgebackene „Salz-Asketen“ empfinden ihr altes natriumreiches Lieblingswasser irgendwann als salzig). Erhöhter Natriumbedarf wegen schweißtreibender (Sport-) Aktivitäten muss natürlich auch bedacht werden. Ob ein Umstieg von natriumreichem auf natriumarmes Mineralwasser Sinn macht, muss also außerhalb von medizinischen Gründen immer in Betrachtung der Gesamtsituation ermittelt werden.

Kein „Mineralwasser ohne alles“

Wenn Natriumreduktion übers Trinkwasser ausnahmsweise Sinn macht, greifen Menschen mit Kenntnis der Zusammenhänge auch nicht zu irgendeinem natriumarmen Mineralwasser, sondern wählen nach Inhaltsstoffen aus. (Und nach politischer Verantwortung gegenüber inhabergeführten deutschen Unternehmen, viele unserer alten Quellen sind durch die Schwemme der mineralstoffarmen, heftig beworbenen Mineralwässer schon in wirtschaftliche Bedrängnis geraten).

Denn Mineralwässer heißen so, weil sie Mineralstoffe enthalten, die unsere Körper dringend brauchen: Von den rund 40 essentiellen Nährstoffen, die der Mensch extern zu sich nehmen muss – sind 21 Mineralstoffe. 16 dieser Mineralstoffe sind in natürlichen Mineralwässern enthalten, sie können vor allem bei den Mengenelementen (die wir „in Mengen brauchen“) viel zu einer ausreichenden Versorgung beitragen. Die wichtigsten Mineralstoffe im Mineralwasser sind:

Erwachsene brauchen täglich mindestens ca. 1 g Calcium, 2,3 g Chlorid, 4 g Kalium, 300-400 mg Magnesium, und 1,5 g Natrium, sowie 1 g Sulfat. Natriumarmes Mineralwasser, das auch sonst keine Mineralstoffe enthält, trägt kaum dazu bei, diesen täglichen dringenden Mindestbedarf zu erfüllen. Die Nahrung deckt den Mineralbedarf sehr oft auch nicht.

Ein gut mineralisiertes Mineralwasser versorgt Sie wesentlich besser, hier ein kleiner Überblick darüber, welche Mineralwässer welche Anteile des täglichen Bedarfs decken, wenn Sie täglich einen Liter trinken:

  • 99 von 140 natriumarmen Mineralwässern enthalten unter 0,1 g Calcium (noch nicht einmal ein Zehntel des Tagesbedarfs)
  • „Echte Mineralwasser“ mit Gesamtmineralisierung ab 1 g decken den Calciumbedarf meist zu einem Drittel, oft auch über die Hälfte
  • 4 g Kalium lässt sich sicher besser über Kaffee + Schokolade zuführen, aber unter 1 mg Kalium in fast allen natriumarmen Mineralwässern ist trotzdem ärmlich
  • Bei Magnesium sieht es ähnlich aus, viele Menschen brauchen auch deutlich mehr als den Durchschnittsbedarf von 300-400 mg
  • Gut mineralisierte Wässer sichern die Schwefelversorgung (zu viel wird ausgeschieden), natriumarmes Mineralwasser nicht: 80 % enthalten unter 1/10 der benötigten Menge

Warum natriumarmes Mineralwasser ziemlich salzig sein kann

Bleiben Chlorid, Natrium und Hydrogenkarbonat – und die hängen in einer Art und Weise zusammen, die den Griff zum natriumarmen Mineralwasser für die allermeisten Menschen überflüssig macht. Hydrogenkarbonat sollten wir bei säureüberschüssiger Ernährung und viel Stress nicht zu wenig zu uns nehmen, und wenn das Natrium im Wasser an Hydrogenkarbonat gebunden vorliegt, erhöht es den Blutdruck nicht. Eher passiert das Gegenteil, weil Hydrogencarbonat nach neueren Studien den Blutzuckerspiegel senkt und den Fettstoffwechsel günstig beeinflusst. Das lässt auf lange Sicht die Kilos purzeln, was sich dann auch positiv auf den Blutdruck auswirkt.

Wenn das Natrium wenig Hydrogenkarbonat im Wasser findet, kann es auch an Chlorid binden, mit dem Ergebnis Natrium-Chlorid (Kochsalz). Wie viel davon, hängt wiederum nicht vom Natriumgehalt, sondern vom Chloridgehalt ab. Inzwischen weiß man übrigens auch, dass Kochsalz nur bei salzsensitiven Menschen blutdrucksteigernd wirkt und dass nur etwa ein Drittel der Bevölkerung salzsensitiv ist.

Tipp

Hydrogenkarbonat ist uns heute oft nur noch als Natriumhydrogenkarbonat bekannt, mit Produkt- und Volksnamen Natron. Vom Natron wiederum wissen moderne Menschen oft nicht mehr, dass es viel mit dem Trinken zu tun hat. Dieses Natron wurde von Oma in Wasser gequirlt und dem bauchgrummelnden oder sodbrennenden Opa als Soda (-wasser) verabreicht, wenn das gute „Fachinger“ oder ein anderes gut mineralisiertes Wasser nicht zur Hand war.

Bis Sie herausgefunden haben, wie viel Natrium Ihnen gut tut und wie es mit der Natriumreduktion über das Essen aussieht, können Sie natriumarmes Wasser trinken, als natriumarmes Mineralwasser oder aus der Leitung. Aber übertreiben Sie es bitte nicht, 550 mg Natrium gilt als unbedingt notwendiger Mindestbedarf, und wählen Sie unter den natriumarmen Mineralwässern möglichst eines aus, das Ihrem Körper nicht auch noch die restlichen Mineralstoffe vorenthält.

Quellen:
http://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html
https://www.vdm-bonn.de/rechtsvorschriften/deutsches-recht.html
https://www.derstandard.de/story/2000071395399/gefaehrlicher-hype-im-silicon-valley-rohes-wasser-fuer-60-dollar
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/natrium-chlorid-kalium/
https://de.wikipedia.org/wiki/Natrium
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/salz-reduzieren-was-geschieht-in-der-eu-11380
https://de.wikipedia.org/wiki/Speisesalz
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/salzquellen-hier-versteckt-sich-das-meiste-salz-11381
https://www.heilwasser-ratgeber.de/fileadmin/user_upload/downloads/infoblaetter/Infoblatt_Natrium.pdf
https://www.med.uni-goettingen.de/de/media/tag_der_medizin/tdm2005_was_hat_bluthochd_m_gewicht.pdf
https://www.medizin.uni-muenster.de/fileadmin/einrichtung/physiologie2/Mitarbeiter/Oberleithner/NephroNews_2016.pdf

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