Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • Kokosmehl und Reismehl für glutenfreie Ernährung geeignet
  • als Ersatz für Reismehl Kokosmehl verwenden
  • süßlicher Geschmack muss zum Gericht passen
  • beim Backen mit Kokosmehl mehr Flüssigkeit verwenden
  • nur spezielle Rezepte ausschließlich mit Kokosmehl backen

Kokosmehl statt Reismehl

Wenn du zum Kochen und Backen nach einer Alternative zu Reismehl suchst, empfehlen wir dir das ebenfalls glutenfreie Kokosmehl. Es hat ganz ähnliche Back- und Kocheigenschaften. Beide Sorten werden beim Kochen gerne als Bindemittel für Soßen und in Suppen verwendet. Sie sind außerdem in Desserts eine Alternative zu Speisestärke. Mit Kokosmehl kannst du wie mit Reismehl auch backen, allerdings nur eher flaches Gebäck wie zum Beispiel Fladenbrot. Da es beim Backen aufgrund des fehlenden Glutens nicht aufgeht, ist Kokosmehl für Muffins, Rührkuchen und andere eher luftige Backwaren nicht geeignet. Dazu kann es allenfalls mit Weizen- oder Dinkelmehl gemischt werden.

Verwendung von Kokosmehl

Das Mehl aus den Früchten der Kokospalme, den Kokosnüssen, hat viele Vitamine und Mineralstoffe. Kokosmehl eignet sich nicht nur zum Backen und für süße Desserts, sondern auch, wenn du Suppen und Soßen andicken möchtest. Wenn du statt neutral schmeckendem Reismehl Kokosmehl verwenden möchtest, solltest du darauf achten, dass es geschmacklich zum Rezept passt – dann kannst du die beiden Mehlsorten wirklich gut gegeneinander austauschen. Kokosmehl hat nämlich einen leicht süßlichen und exotischen Geschmack, der nicht mit allen anderen Zutaten gleichermaßen gut kombiniert werden kann. In herzhaften Speisen kann dieser Geschmack als störend empfunden werden. Zu vielen asiatischen Gerichten, Kuchen und Desserts mit Obst passt er aber bestens.

Kokosmehl

Wir zeigen dir, wann und wie du Reismehl durch Kokosmehl austauschen kannst:

  • beim Andicken von Suppen oder Soßen: Dein Curry ist zu dünnflüssig geraten oder die scharfe Thai-Suppe hat nicht die gewünschte Bindung? Dann kannst du einfach ein bisschen Kokosmehl in die Flüssigkeit einrühren und kurz aufkochen. Beim Dosieren bitte vorsichtig sein, da Kokosmehl sehr viel Flüssigkeit aufnimmt – also erst mal mit einem kleinen Löffel voll anfangen.
  • beim Backen: Kuchen, die mit Kokosmehl gebacken werden, geraten zwar flach, schmecken aber sehr lecker. Am besten, du hältst dich an ein speziell auf das Mehl abgestimmtes Rezept, dann kannst du aufs Experimentieren verzichten. Möchtest du ein „normales“ Backrezept mit Kokosmehl backen, kannst du maximal 20 Prozent Getreidemehl durch Kokosmehl ersetzen, hast dann aber natürlich keinen glutenfreien Kuchen mehr.
  • für Desserts: Zu Cremespeisen oder für einen fruchtigen Nachtisch passt der exotische Geschmack von Kokosmehl wirklich bestens, finden wir. Im Gegensatz zum geschmacksneutralen Reismehl können Desserts so aufgepeppt werden. Bei der Menge kannst du die gleiche Grammzahl Kokosmehl wie Reismehl verwenden.

Tipp: Auch wenn du nicht auf Gluten verzichten musst, kannst du mit Kokosmehl vielen Speisen einen ganz neuen, exotischen Twist verpassen. Versuche es als Zutat in deinem Frühstücksmüsli oder in einem Smoothie – wetten, dass du begeistert sein wirst?

How to: Backen mit Kokosmehl

Hach, das wäre doch einfach zu schön, wenn man das kohlenhydratarme Kokosmehl nicht nur als Ersatz für Reismehl verwenden könnte, sondern jedes Backrezept mit „normalem“ Mehl einfach 1:1 damit umsetzbar wäre. Ganz so simpel ist es aber leider nicht, denn beim Backen mit Kokosmehl gibt es ein paar Dinge, die unbedingt beachtet werden müssen:

Backen mit Kokosmehl
  • Teig geht nicht auf: Ebenso wie alle anderen glutenfreien Mehle geht auch Kokosmehl beim Backen nicht auf, der Kuchen bleibt also recht flach.
  • mehr Flüssigkeit verwenden: Kokosmehl saugt sehr viel Flüssigkeit auf. Diese Eigenschaft ist beim Binden einer Soße gewünscht, aber beim Backen verursacht das eher Schwierigkeiten und muss ausgeglichen werden. Dies gelingt durch das Zugeben von mehr Flüssigkeit. Wir empfehlen beim Experimentieren mit Kokosmehl schrittweise mehr Flüssigkeit zuzugeben als im Rezept steht. Von Kokosmhel braucht man durch die Quellfähigkeit auch weniger als von Getreidemehl.
  • der süßliche Eigengeschmack: Der exotische Geschmack muss nicht nur zu den anderen Zutaten passen, sondern kann das Gebäck auch schnell zu süß werden lassen. Also Vorsicht bei der Zugabe von Zucker!
  • Gebäck wird schneller trocken: Abhilfe kann ein (zusätzliches) Ei pro etwa 40 Gramm Kokosmehl schaffen, als vegane Alternative geht auch eine zerdrückte Banane.

Weißt du schon wie man Mehl am Besten aufbewahren sollte und was man beachten muss? eat klärt auf.

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