Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • Vorkochen der Keulen bietet einige Vorteile
  • Keulen müssen nur noch für knusprige Haut in den Ofen
  • trocknen beim Garen nicht aus, bleiben saftig
  • Brühe eignet sich für Soßen und Suppen

Vorkochen: ja oder nein?

Bei einer Gänsekeule musst du sicher zu aller erst an die appetitlich gebräunte, knusprige Haut denken. Das schafft man doch im Kochtopf niemals, oder? Richtig, aus diesem Grund scheiden sich die Geister bei der Frage, ob man Gänsekeulen lieber vorkochen sollte. Eine wirkliche Zeitersparnis hast du im Gegensatz zum Anbraten der Keulen zwar nicht und auch bekommst du so keine wirklichen Röstaromen zu Stande. Dennoch ist das Vorkochen für viele ein sinnvoller Schritt hin zur perfekt zubereiteten Gänsekeule.

Warum vorkochen?

Also jetzt mal ehrlich! Warum sollte ich die Gänsekeulen vorkochen, wenn es doch genauso lange dauert sie anzubraten und ich dabei noch leckere Röstaromen entwickle? Die Antwort auf deine Frage ist ganz einfach: Die oft sehr fettigen Gänsekeulen verlieren durch das Vorkochen sehr viel unerwünschtes Fett und bleiben dennoch wunderbar zart und saftig, da sie weniger Flüssigkeit verlieren. Ihre knusprige Haut bekommen sie anschließend, wenn du sie noch einmal kurz in den Ofen schiebst.

Gänsekeulen

Des Weiteren hat diese Methode folgende Vorteile für dich zu bieten:

  • Vorkochen kann bereits einen Tag vorher erledigt werden
  • entstandene Brühe perfekte Grundlage für Soßen
  • Brühe zum Übergießen der Keulen im Ofen
  • Kein Gewichtsverlust durch Feuchtigkeitsentzug

Tipp: Wenn in der Haut noch vereinzelt Federkiele stecken, überbrühe die Keulen vor dem Zubereiten mit kochendem Wasser. Danach lassen sich die Kiele einfach mit einer Pinzette herausziehen.

Anleitung

Das Vorkochen von Gänsekeulen ist recht simpel. Durch die Zugabe von Suppengemüse und Gewürzen verleihst du der Brühe und dem Fleisch einen raffinierten Geschmack.

  • Keulen waschen
  • überschüssiges Fett abschneiden
  • wenn nötig Federkiele mit Pinzette entfernen
  • Keulen mit Wurzelgemüse und Gewürzen in einen Topf mit Wassergeben
  • aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten köcheln lassen
  • wenn Keulen gar sind aus der Brühe entnehmen
  • bis zum gewünschten Bräunungsgrad im Ofen kross braten
  • Brühe erkalten lassen, Fett abschöpfen und eine Soße daraus zubereiten

Tipp: Wenn du bei deinem Gericht nicht die gesamte Brühe verbraucht hast, friere sie portionsweise ein. So hast du eine geschmackvolle Soßengrundlage auf Vorrat.

Fazit

Ein Richtig oder Falsch gibt es bei dieser Frage also nicht. Natürlich kannst du deine Gänsekeulen weiterhin wie gewohnt anbraten, bevor sie in den Ofen kommen. Stört dich aber das viele Fett oder möchtest du die Keulen aus Zeitgründen bereits am Vortag vorbereiten, empfehlen wir dir deine Gänsekeulen vorzukochen. Gemeinsam mit der entstandenen Soße zauberst du so ein super leckeres Festtagsessen.

Willst du noch mehr Zeit sparen, solltest du unsere Gänsekeulen im Backofen ohne Anbraten ausprobieren. Sie werden weder vorgekocht noch angebraten, sondern direkt im Backofen fix und fertig gegart. Einfacher geht´s kaum.

Gänsekeulen im Backofen ohne Anbraten

FAQ

Kann ich auch das Gänsefett weiterverwenden?

Natürlich. In manchen Regionen gilt Gänseschmalz als Spezialität. Probiere es doch mal mit etwas Salz auf frischem Brot.

Gibt es noch andere Garmethoden für Gänsekeulen?

Wenn du die Gänsekeulen nicht vorkochen möchtest, kannst du sie auch anbraten und anschließend in einem Bratschlauch im Ofen garen. Das ist super easy und die Keulen werden super zart und saftig.


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